Job­pro­fil Cloud-Ent­wick­ler – zwi­schen Pla­nung, Be­trieb und Chan­ge

Auf Soft­ware­ent­wick­ler kommt im Cloud-Zeit­al­ter ein we­sent­lich brei­te­res Spek­trum an An­for­de­run­gen zu. Mit ei­ner her­stel­ler­un­ab­hän­gi­gen Zer­ti­fi­zie­rung kön­nen sie ihr Wis­sen be­wei­sen.

Computerwoche - - Job & Karriere - (am)

Der Cloud-De­ve­l­oper kennt sich mit her­stel­ler­spe­zi­fi­schen Tools und The­men von Pro­vi­dern wie Mi­cro­soft, Ora­cle oder AWS aus. Er ist in de­ren Ar­chi­tek­tu­ren zu Hau­se und weiß die Vor­tei­le die­ser Ser­vices für den Be­darf sei­nes Un­ter­neh­mens zu nut­zen“, be­schreibt Man­dy Tie­de­mann, Busi­ness-Ma­na­ge­rin an der TÜV Rhein­land Aka­de­mie, die An­for­de­run­gen. „Co­de­bi­blio­the­ken, Soft­ware-De­ve­lop­ment-Kits, Soft­ware­ent­wick­lungs-Sui­tes und IDE-Tool­kits sind sei­ne Werk­zeug­käs­ten, um hoch­ver­füg­ba­re und per­for­man­te Lö­sun­gen zu er­stel­len.“

Die TÜV Rhein­land Aka­de­mie hat ein Kon­zept für die Wei­ter­bil­dung ent­wi­ckelt. Cloud-De­ve­l­oper ler­nen bei­spiels­wei­se, was bei Pla­nung und Be­trieb ei­ner Cloud-Um­ge­bung zu be­ach­ten ist. Sie be­schäf­ti­gen sich mit der To­po­lo­gie der An­wen­dun­gen, Da­ten ver­schlüs­se­lung und Zu­griffs­rech­ten so­wie mit der Ska­lier­bar­keit der Kom­po­nen­ten. Nach dem Kurs kön­nen die Teil­neh­mer Cloud-Kom­po­nen­ten aus­wäh­len und sich mit­Vir­tua­li sie rungs tech­no­lo­gi­en aus­ken­nen.

Cloud-De­ve­l­oper müs­sen sich auch mit Chan­ge-Pro­zes­sen be­schäf­ti­gen und in kur­zen Ab­stän­den lauf­fä­hi­ge Lö­sun­gen aus­lie­fern. „Er­fah­re­ne Ent­wick­ler ver­ste­hen, wie die In­fra­struk­tur für Ent­wick­lungs-, Test- und Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen aus­se­hen muss, um Soft­ware­pro­jek­te er­folg­reich zu stem­men“, so Tie­de­mann. „Sie ver­mö­gen Ri­si­ken beim Be­trieb von Cloud-Lö­sun­gen ein­zu­schät­zen und Prä­ven­tiv­maß­nah­men zu pla­nen und um­zu­set­zen, um Scha­den für die Or­ga­ni­sa­ti­on so weit wie mög­lich zu min­dern be­zie­hungs­wei­se zu ver­mei­den. Sie kön­nen Co­de-Re­views und Tests in ei­ner Ab­bild­um­ge­bung um­set­zen und sind auch in der La­ge, bei Pro­ble­men ei­nen Chan­ge zu re­vi­die­ren und die letz­te mög­li­che Kon­fi­gu­ra­ti­on wie­der­her­zu­stel­len.“

Cloud-De­ve­l­oper sind mit den Ser­vice-Le­velAgree­ments als Grund­la­ge für den Be­trieb von Cloud-Lö­sun­gen ver­traut und wis­sen, wel­che Leis­tungs­in­di­ka­to­ren sich zur Be­wer­tung er­brach­ter Ser­vices eig­nen und wie prak­ti­ka­ble Abrech­nungs­mo­del­le zwi­schen dem Cloud-Be­trei­ber und dem Kun­den aus­se­hen soll­ten.

Wis­sen um IT-In­fra­struk­tu­ren

Die Qua­li­fi­zie­rung zum Cloud-De­ve­l­oper be­inhal­tet Theo­rie und An­wen­dungs­bei­spiel. Je nach Vor­kennt­nis­sen und an­ge­streb­ter Tie­fe dau­ert sie bis zu zehn Ta­ge. Als Vor­aus­set­zung für die Zer­ti­fi­zie­rung nennt TÜVRhein­land-Ex­per­tin Tie­de­mann gu­te Ba­sis­kennt­nis­se über IT-In­fra­struk­tu­ren, Ser­ver-, Vir­tua­li­sie­rungs-, Netz- und Sto­r­a­ge-Tech­ni­ken so­wie Cloud-Ba­sis­wis­sen: „Die Vor­aus­set­zun­gen für den Ex­per­ten­sta­tus des Cloud-De­ve­l­o­pers sind prak­ti­sche Kennt­nis­se in min­des­tens ei­ner hö­he­ren Pro­gram­mier­spra­che (C#, Ja­va, PHP, Ru­by, Py­thon etc.), fort­ge­schri­tene An­fän­ger­kennt­nis­se beim Ver­wal­ten von Li­nu­xo­der Win­dows-Sys­te­men auf Be­fehls­zei­len­ebe­ne, prak­ti­sche AWS-Er­fah­rung mit der AWS Ma­nage­ment Con­so­le wie mit der AWS-Be­fehls­zei­len­schnitstel­le so­wie die Qua­li­fi­zie­run­gen der Kur­se Sys­tem Ope­ra­ti­ons on AWS und De­ve­lo­ping on AWS.“

Je nach Qua­li­fi­ka­ti­on, Un­ter­neh­mens­grö­ße und Per­so­nal­ver­ant­wor­tung kann ein Clou­dEnt­wick­ler zwi­schen 3200 und 7000 Eu­ro im Mo­nat ver­die­nen – und ist ge­halt­lich da­mit zwi­schen dem Cloud-Ad­mi­nis­tra­tor und dem Cloud-Ar­chi­tek­ten an­ge­sie­delt.

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