Fa­ke-News und mög­li­che Cy­ber-An­grif­fe be­rei­ten den Deut­schen vor der Bun­des­tags­wahl Sor­ge

Computerwoche - - Markt -

Die Angst, dass das Er­geb­nis der Bun­des­tags­wahl 2017 durch Cy­ber-Atta­cken be­ein­flusst wird, ist hier­zu­lan­de groß. Vier von fünf Deut­schen be­fürch­ten, dass sol­che An­grif­fe zu Da­ten­lecks füh­ren könn­ten, die die öf­fent­li­che Mei­nung und da­mit auch das Wah­l­er­geb­nis be­ein­flus­sen könn­ten. Zu die­sem Er­geb­nis kommt ei­ne Um­fra­ge des Se­cu­ri­ty-An­bie­ters Avast un­ter mehr als 2000 Deut­schen.

Dem­zu­fol­ge sind 86 Pro­zent der Be­frag­ten der Mei­nung, dass Par­tei­en und ein­zel­ne Po­li­ti­ker im Rah­men der Bun­des­tags­wahl zum An­griffs­ziel von Ha­ckern wer­den könn­ten. Die Angst vor An­grif­fen und Ma­ni­pu­la­tio­nen führt auch da­zu, dass sich drei von vier Be- frag­ten (75 Pro­zent) ge­gen die Ein­füh­rung ei­nes elek­tro­ni­schen Wahl­sys­tems aus­spre­chen.

Kein Ver­trau­en ins So­ci­al Web

Doch nicht nur po­ten­zi­el­le Cy­berAtta­cken, son­dern auch Fa­keNews, die über so­zia­le Me­di­en ver­brei­tet wer­den, be­rei­ten den Deut­schen Sor­ge. 94 Pro­zent der Be­frag­ten ga­ben an, So­ci­al-Me­di­aNach­rich­ten kei­nen Glau­ben zu schen­ken oder sich nicht im­mer si­cher zu sein, ob sie die­sen trau­en kön­nen. Neun von zehn Be­frag­ten (89 Pro­zent) sind der Mei­nung, dass ge­ziel­te Fal­sch­nach­rich­ten die Bun­des­tags­wahl be­ein­flus­sen könn­ten. Mehr als die Hälf­te (57 Pro­zent) er­klär­te, Nach­rich­ten aus den so­zia­len Net­zen durch an­de­re Qu­el­len und Web­sites zu über­prü­fen. 87 Pro­zent ge­ben an, schon ein­mal über Fa­ke News in den so­zia­len Netz­wer­ken ge­stol­pert zu sein. Au­ßer­dem be­für­wor­ten 82 Pro­zent der Um­fra­ge­teil­neh­mer, dass so­zia­le Netz­wer­ke da­für ver­ant­wort­lich sein soll­ten, Fa­ke News zu lö­schen.

Selbst­be­wusst be­ant­wor­ten die meis­ten Um­fra­ge­teil­neh­mer die Fra­ge, ob sie sich durch Dis­kus­sio­nen in so­zia­len Netz­wer­ken be­ein­flus­sen lie­ßen. Nur gut ein Vier­tel der Teil­neh­mer glaubt, dass die ei­ge­ne po­li­ti­sche Über­zeu­gung durch Kom­men­ta­re an­de­rer Nut­zer in so­zia­len Netz­wer­ken be­ein­flusst wer­den könn­te.

Am 24. Sep­tem­ber wer­den die Kreuz­chen ge­macht – aber bit­te ganz klas­sisch ana­log mit Stift und Pa­pier. So wün­schen es sich je­den­falls die meis­ten Deut­schen.

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