IT-Sys­tem­häu­ser ha­ben Druck von al­len Sei­ten

Je mehr die IT im Zu­ge der Di­gi­ta­li­sie­rung zum Kern­be­stand­teil des Bu­si­ness wird, des­to in­ten­si­ver sind die An­bie­ter ge­for­dert. Das gilt auch für Deutsch­lands Sys­tem­häu­ser.

Computerwoche - - Editorial -

Zu­nächst ein­mal gilt es den Hut zu zie­hen. Sys­tem­häu­ser in Deutsch­land ge­nie­ßen ei­nen her­vor­ra­gen­den Ruf. Ih­re Kun­den sind zu­frie­den und ge­ben in der ge­mein­sa­men Stu­die von COMPUTERWOCHE und Chan­nelPart­ner Best­no­ten (Sei­te 14). Wie ein­fach wä­re es, sich auf die­sen Lor­bee­ren aus­zu­ru­hen – aber das wä­re fa­tal, denn die Her­aus­for­de­run­gen für die Bran­che sind im­mens.

Es be­ginnt schon da­mit, tech­no­lo­gisch den An­schluss zu hal­ten: Cloud Com­pu­ting, Ana­ly­tics, künst­li­che In­tel­li­genz, Block­chain – die Kun­den wol­len al­le neu­en Mög­lich­kei­ten nut­zen, und zwar nicht nur ih­re CIOs, son­dern auch die Ge­schäfts­füh­rer und Ab­tei­lungs­lei­ter. IT durch­dringt al­le Un­ter­neh­mens­be­rei­che und Pro­duk­te. Es geht um Wett­be­werbs­vor­tei­le. Sys­tem­häu­ser, die im Spiel blei­ben wol­len, müs­sen et­was wa­gen und sich auch mal früh­zei­tig in neue Ge­schäfts­fel­der vor­tas­ten – oh­ne ihr But­ter-und-Brot-Ge­schäft zu ver­nach­läs­si­gen.

Zu­dem müs­sen sie ent­schei­den, ob sie als Ge­ne­ra­lis­ten – auch durch Über­nah­men – wach­sen wol­len oder ob sie sich lie­ber als Spe­zia­lis­ten in lu­kra­ti­ve Ni­schen zu­rück­zie­hen. Tat­sa­che ist, dass nicht nur die gro­ßen, son­dern auch mit­tel­stän­di­sche Fir­men in­ter­na­tio­nal wach­sen und Un­ter­stüt­zung er­war­ten. Sich glo­bal auf­zu­stel­len, kos­tet aber viel Geld, und der Man­gel an Fach­kräf­ten macht es ge­ra­de für we­ni­ger re­nom­mier­te Play­er nicht leich­ter. Auch be­kom­men es Sys­tem­häu­ser, die sich breit und in­ter­na­tio­nal po­si­tio­nie­ren, im­mer mehr mit Wett­be­wer­bern wie Ac­cen­ture, Cap­ge­mi­ni oder Atos zu tun. Ne­ben die­sen Schwer­ge­wich­ten wach­sen neue Her­aus­for­de­rer her­an, die – Stich­wort: born in the Cloud – agil, tech­nisch fit und oh­ne brem­sen­de Alt­las­ten da­her­kom­men. Kein Zwei­fel: Sys­tem­häu­ser, die trotz die­ses Drucks gu­te No­ten er­hal­ten, müs­sen ei­ne Men­ge rich­tig ma­chen.

Herz­lich, Ihr

Hein­rich Vas­ke, Edi­to­ri­al Di­rec­tor

Hein­rich Vas­ke, Edi­to­ri­al Di­rec­tor

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