Der CEO der Groß­bank JP Mor­gan lässt kein gu­tes Haar an der Di­gi­tal­wäh­rung Bit­co­in

Computerwoche - - Markt -

Wäh­rend an­de­re den Hö­hen­flug des Bit­co­in be­wun­dern und sich är­gern, dass sie nicht früh­zei­tig ein­ge­stie­gen sind, mach­te Ja­mes Di­mon, CEO der ame­ri­ka­ni­schen Groß­bank JP Mor­gan, auf ei­ner Kon­fe­renz in New York sei­nem Är­ger über den Hö­hen­flug der Kryp­towäh­rung Luft. Der „Guar­di­an“zi­tiert Di­mon mit den Wor­ten: „Wenn wir in Ve­ne­zue­la, Ecua­dor, Nord­ko­rea oder ei­nem die­ser Län­der wä­ren, oder wenn wir Dro­gen­händ­ler, Mör­der oder et­was in der Art wä­ren, dann wür­den wir si­cher Bit­co­ins statt US-Dol­lars ver­wen­den. Es mag da­für ei­nen Markt ge­ben, aber er wird li­mi­tiert blei­ben.“Di­mon, der sich mäch­tig in Ra­ge re­de­te, sag­te, er wür­de je­den Mit­ar­bei­ter „bin­nen Se­kun­den“feu­ern, der Ge­schäf­te in Bit­co­ins ab­schlie­ße. „Aus zwei Grün­den: Es ent­spricht nicht un­se­ren Re­geln, au­ßer­dem sind Mit­ar­bei­ter, die das tun, ein­fach dumm.“Bei­des sei ge­fähr­lich.

„Bit­co­in wird nicht funk­tio­nie­ren“, er­ei­fer­te sich Di­mon wei­ter. „Man kann kei­ne Ge­schäf­te ma­chen, bei de­nen Men­schen ei­ne aus der Luft ge­grif­fe­ne Wäh­rung nut­zen.“Hin­ter­grund der Auf­re­gung dürf­te die Spe­ku­la­ti­ons­bla­se sein, die sich rund um die vir­tu­el­le Wäh­rung ent­wi­ckelt hat. Ein­ge­führt nach der Fi­nanz­kri­se, war der Bit­co­in ent­stan­den, weil Men­schen da­mit Ban­ken und tra­di­tio­nel­le Zahl­ver- fah­ren um­ge­hen woll­ten – ein Um­stand, der Di­mon nicht ge­fal­len kann. Et­li­che Ban­ken hat­ten sich be­sorgt ge­zeigt, dass hier ei­ne Art Un­ter­grund­wäh­rung ent­ste­he, die Geld­wä­schern und On­line-Gangs­tern in die Hän­de spie­le.

„Das ist schlim­mer als die Tul­pen­zwie­beln“, er­in­ner­te der JP-Mor­ganChef an die ers­te gro­ße Spe­ku­la­ti­ons­bla­se im 17. Jahr­hun­dert. „Fra­gen Sie mich nicht, ob Sie ei­ne Short-Op­ti­on zie­hen sol­len. Das kann noch bis 20.000 Dol­lar hoch­ge­hen, be­vor die Bla­se platzt.“Ob Di­mon selbst auf fal­len­de Kur­se ge­wet­tet hat, weiß man nicht: Nach sei­ner Re­de brach der Bit­co­in-Kurs je­den­falls kräf­tig ein.

Ja­mes Di­mon, dem CEO der US-Bank JP Mor­gan, ist der Hö­hen­flug der vir­tu­el­len Wäh­rung Bit­co­in su­spekt. Er wür­de Mit­ar­bei­ter feu­ern, die da­mit Han­del trei­ben, sag­te er auf ei­ner Ver­an­stal­tung.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.