Die größ­ten Play­er im SCM-Markt

SAP, Ora­cle, JDA Soft­ware, In­for und Man­hat­tan As­so­cia­tes wa­ren nach Um­satz und Markt­an­tei­len 2016 die be­deu­tends­ten An­bie­ter im 11,2 Mil­li­ar­den Dol­lar gro­ßen Markt für Supp­ly Chain Ma­nage­ment (SCM).

Computerwoche - - Inhalt - (hv)

SAP, Ora­cle, JDA Soft­ware, In­for und Man­hat­tan As­so­cia­tes wa­ren nach Um­satz und Markt­an­tei­len 2016 die be­deu­tends­ten An­bie­ter im Markt für Supp­ly Chain Ma­nage­ment (SCM).

SCM-Kun­den nei­gen zur Treue: Wer sei­ne Wert­schöp­fungs- und Lie­fer­ket­ten vom Roh­stoff­lie­fe­ran­ten bis zum End­kun­den ein­mal durch­or­ga­ni­siert hat, wird kaum oh­ne Not die Soft­ware wech­seln. Es geht al­so für die Her­stel­ler zu ei­nem Gut­teil um das Up­gradeBu­si­ness mit Be­stands­kun­den, al­ler­dings im­mer noch auch um Neu­kun­den, die sich erst­mals mit Lie­fer­ket­ten-Ser­vices be­schäf­ti­gen. Der SCM-Markt, der im ver­gan­ge­nen Jahr von 10,1 auf 11,2 Mil­li­ar­den Dol­lar an­wuchs (9,8 Pro­zent), wird laut Gart­ner mit be­trächt­li­chem Ab­stand von SAP an­ge­führt. Mit ei­nem Markt­an­teil von 26,2 Pro­zent ent­fällt mehr als ein Vier­tel des Ku­chens auf die Wall­dor­fer Soft­wareschmie­de. Auf den Plät­zen fol­gen Ora­cle (13,9 Pro­zent), JDA Soft­ware (4,3), In­for Glo­bal So­lu­ti­ons (2,2) und Man­hat­tan As­so­cia­tes (2,0).

In­for legt kräf­tig zu

Trotz des ver­gleichs­wei­se ge­rin­gen Markt­an­teils fällt In­for aus dem Rah­men: Das Un­ter­neh­men konn­te sei­ne Ein­nah­men ge­gen­über dem Vor­jahr um 130 Pro­zent er­hö­hen. So­li­de wuch­sen Markt­füh­rer SAP (zehn Pro­zent) und Ver­fol­ger Ora­cle (7,3 Pro­zent). Für den Dritt­plat­zier­ten JDA Soft­ware ging es da­ge­gen nur um 1,7 Pro­zent berg­auf. Als pro­spe­rie­ren­de Teil­märk­te stell­ten sich laut Gart­ner Pro­cu­re­ment mit zwölf Pro­zent Wachs­tum und Supp­ly Chain Exe­cu­ti­on (10,2 Pro­zent) her­aus.

Wie Dwight Klap­pich, Re­se­arch Vice Pre­si­dent bei Gart­ner, aus­führt, wach­sen die fünf TopAn­bie­ter schnel­ler als der Markt. Von ih­ren gro­ßen, eta­blier­ten Kun­den­stäm­men könn­ten sie mit War­tungs­diens­ten und Up­dates pro­fi­tie­ren. „Das ist ein sehr ge­sun­des Ge­schäft“, kom­men­tiert Klap­pich. Vie­le Be­stands­kun­den setz­ten noch Lö­sun­gen der zwei­ten und drit­ten Ge­ne­ra­ti­on ein und müss­ten nun auf­grund star­ker tech­ni­scher Ve­rän­de­run­gen im Markt auf­rüs­ten.

Neu­ein­stei­ger wäh­len die Markt­füh­rer

Doch auch im Ge­schäft mit Neu­kun­den könn­ten die fünf Top-An­bie­ter schnel­ler zu­le­gen als ih­re klei­ne­ren Her­aus­for­de­rer. Dem Ana­lys­ten zu­fol­ge klop­fen zur­zeit vie­le Kun­den aus Latein­ame­ri­ka, Ost­eu­ro­pa und dem süd­li­chen Afri­ka an die Tü­ren der Soft­ware­häu­ser. Sie sei­en über­wie­gend ge­neigt, Top-An­bie­ter wie SAP oder Ora­cle zu wäh­len, weil die­se die brei­tes­te Pa­let­te an Di­ens­ten bö­ten, sich preis­lich in ei­nem ak­zep­ta­blen Be­reich be­weg­ten und den Kun­den­wün­schen am ehes­ten ge­recht wer­den könn­ten. „Die Me­ga-Ven­do­ren wer­den ei­nen er­kleck­li­chen An­teil am Ge­schäft mit Neu­kun­den hal­ten, weil de­ren An­for­de­run­gen meist nicht be­son­ders kom­plex sind.“Spe­zi­al­an­bie­ter mit Apo­the­ken­prei­sen sei­en für die­se Kli­en­tel un­in­ter­es­sant.

Was Ak­qui­si­tio­nen an­geht, ist es im SCM-Markt eher ru­hig ge­wor­den. Noch vor zehn Jah­ren gab es je­de Men­ge Ak­qui­si­tio­nen, klei­ne­re Spe­zia­lis­ten wur­den von den gro­ßen Häu­sern mehr oder we­ni­ger auf­ge­so­gen. Die ein­zi­ge er­wäh­nens­wer­te Über­nah­me tä­tig­te Ora­cle im Sep­tem­ber 2016 mit dem Kauf von Lo­gFi­re. Klap­pich mahnt die An­bie­ter trotz der gu­ten Per­spek­ti­ven, sich kei­nes­falls auf ih­ren Lor­bee­ren aus­zu­ru­hen: „Es gibt wei­ter Po­ten­zi­al, aber da­für braucht es ei­ne fo­kus­sier­te Stra­te­gie“, so der Gart­ner-Mann. Die gro­ßen Fünf sei­en gut be­ra­ten zu be­ob­ach­ten, was auf den hin­te­ren Plät­zen im Ran­king pas­sie­re. Es ge­be im­mer noch ge­nü­gend Raum für dis­rup­ti­ve New­co­mer, die den Eta­blier­ten das Le­ben schwer­ma­chen könn­ten.

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