Per­so­nal­dienst­leis­ter pro­fi­tie­ren von vie­len Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­ten

Die von der Di­gi­ta­li­sie­rung aus­ge­lös­te Hoch­kon­junk­tur im IT-Sek­tor hält an. Da­von pro­fi­tie­ren die Per­so­nal­dienst­leis­ter. Die Markt­füh­rer konn­ten ih­re Um­sät­ze im ver­gan­ge­nen Jahr durch­schnitt­lich um 12,9 Pro­zent stei­gern.

Computerwoche - - Job & Karriere - (hk)

Für 2018 sind die Per­so­nal­dienst­leis­ter eben­falls op­ti­mis­tisch, rech­nen aber mit ei­nem et­was ge­rin­ge­ren Wachs­tum von 11,2 Pro­zent. Das zei­gen Aus­wer­tun­gen der ak­tu­el­len Lü­nen­donk-Stu­die „Der Markt für Re­kru­tie­rung, Ver­mitt­lung und Steue­rung von IT-Fre­e­lan­cern in Deutsch­land“.

Gro­ße An­wen­der nut­zen Frei­be­ruf­ler­bör­sen

Der Markt im Jahr 2017, der durch die Um­sät­ze al­ler IT-Fre­e­lan­cer in Deutsch­land de­fi­niert wird, wuchs nach Schät­zun­gen der Lü­nen­donk & Hos­sen­fel­der Gm­bH um 8,9 Pro­zent auf 11,1 Mil­li­ar­den Eu­ro. Die Per­so­nal­dienst­leis­ter pro­fi­tie­ren gleich dop­pelt vom ho­hen Pro­jekt- und Per­so­nal­be­darf der Un­ter­neh­men in Deutsch­land. So ver­trau­en vor al­lem gro­ße An­wen­der­un­ter­neh­men für die Be­set­zung ih­rer Pro­jek­te im­mer mehr auf ex­ter­ne Part­ner­schaf­ten – das gilt so­wohl für IT-Fre­e­lan­cer als auch für IT-Ex­per­ten auf Ba­sis von Ar­beit­neh­mer­über­las­sung. Zu­dem wer­den die An­bie­ter auf­grund ih­rer Re­kru­tie­rungs­stär­ke suk­zes­si­ve auch für an­de­re Auf­ga­ben wie et­wa Per­so­nal­ver­mitt­lung ein­ge­setzt.

„Das Markt­wachs­tum könn­te grö­ßer sein“, ana­ly­siert Hart­mut Lüer­ßen, Part­ner von Lü­nen­donk & Hos­sen­fel­der, die Ent­wick­lun­gen. „Die ho­he Aus­las­tung im Fre­e­lan­cer-Markt und die feh­len­den IT-Ex­per­ten hem­men das Wachs­tum.“Weil die Ver­mitt­ler über ih­re Ka­nä­le deut­lich mehr IT-Fre­e­lan­cer er­rei­chen und auch bei der Ein­hal­tung von Com­p­li­an­ce-An­for­de­run­gen hel­fen könn­ten, ha­be sich die in­di­rek­te Be­auf­tra­gung, al­so die über ei­nen Di­enst­leis­ter, zum be­vor­zug­ten Mo­dell ent­wi­ckelt.

IT-Fre­e­lan­cer ar­bei­ten über­wie­gend in Pro­jek­ten von An­wen­der­un­ter­neh­men, nicht sel­ten aber auch in gro­ßen IT-Be­ra­tungs­häu­sern, wo sie vor­han­de­ne Teams er­gän­zen. 2017 lag der Um­satz­an­teil mit An­wen­der­un­ter­neh­men bei 71,3 Pro­zent und der mit IT-Be­ra­tungs- und ITDi­enst­leis­tungs­un­ter­neh­men bei 21,4 Pro­zent. Wei­te­re 7,3 Pro­zent ih­rer Um­sät­ze er­wirt­schaf­te­ten die Fre­e­lan­cer-Agen­tu­ren mit Soft­ware­un­ter­neh­men.

„Durch die Re­gu­lie­rung zur Ar­beit­neh­mer­über­las­sung im Jahr 2017, die auch an­de­re Ver­trags­for­men be­ein­flusst, hat sich der Do­ku­men­ta­ti­ons- und Prü­fungs­auf­wand bei der Ver­ga­be und der Pro­jek­tum­set­zung er­höht. Der Fle­xi­bi­li­sie­rungs­be­darf der Wirt­schaft lässt sich je­doch nicht weg­re­gu­lie­ren“, er­läu­tert Lüer­ßen. Auf die neu­en Rah­men­be­din­gun­gen sei­en die An­bie­ter je­doch gut vor­be­rei­tet ge­we­sen, so dass sie trotz­dem dy­na­misch wach­sen konn­ten: „So­wohl die Ein­kaufs­or­ga­ni­sa­tio­nen gro­ßer An­wen­der­un­ter­neh­men als auch die An­bie­ter ha­ben vor­be­rei­tend in Kom­pe­ten­zen und Pro­zes­se in­ves­tiert.“

Be­son­ders ge­frag­te Kom­pe­ten­zen

Für die Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te su­chen die Auf­trag­ge­ber be­son­ders IT-Fre­e­lan­cer mit Kom­pe­ten­zen in den The­men Cloud-Ser­vices, Di­gi­ta­li­sie­rung und agi­le Me­tho­den wie De­vOps und Scrum. Beim Ober­be­griff Di­gi­ta­li­sie­rung geht es laut Lüer­ßens Be­ob­ach­tung vor al­lem auch dar­um, ein über­grei­fen­des Ver­ständ­nis in die Pro­jek­te ein­zu­brin­gen: „Die Not­wen­dig­keit für dis­zi­plin­über­grei­fen­de Lö­sun­gen hat deut­lich zu­ge­nom­men.“Eben­falls stark ge­fragt sei­en Cy­ber­se­cu­ri­ty-Kom­pe­ten­zen, au­ßer­dem Ex­per­ten für Mo­bi­le Busi­ness/Apps so­wie Busi­ness Ana­ly­tics.

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