Deut­sche Ent­wick­ler sind spit­ze

In sei­nem „Built to Ad­apt Bench­mark“hat der En­ter­pri­se-Soft­ware-Her­stel­ler Pi­vo­tal Un­ter­neh­men aus fünf Bran­chen und sechs Län­dern in ih­rer Fä­hig­keit be­wer­tet, Soft­ware zu ent­wi­ckeln. Deut­sche Devs lie­gen dem­nach vor­ne.

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Das Soft­ware­un­ter­neh­men Pi­vo­tal woll­te es ge­nau wis­sen und hat die Leis­tun­gen von Soft­ware­ent­wick­lern in den USA, Groß­bri­tan­ni­en, Ja­pan, Sin­ga­pur, Aus­tra­li­en und Deutsch­land ver­glei­chen las­sen. Er­geb­nis des „Built to Ad­apt Bench­mark“: Deut­sche Ent­wick­ler leis­ten Groß­ar­ti­ges.

Das Soft­ware- und Di­enst­leis­tungs­un­ter­neh­men Pi­vo­tal hat die Leis­tun­gen der Ent­wick­lungs­teams in den USA, Groß­bri­tan­ni­en, Aus­tra­li­en, Ja­pan, Sin­ga­pur und Deutsch­land von den Markt­for­schungs­un­ter­neh­men Ovum und Lon­gi­tu­de ver­glei­chen las­sen. Da­bei wur­de auch nach Bran­chen un­ter­schie­den: Die Ana­lys­ten kon­zen­trier­ten sich auf Ban­ken, Ver­si­che­run­gen, den Han­del, Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on und – so­fern in den Län­dern vor­han­den – Au­to­mo­ti­ve. Ge­fragt wur­den 1659 IT-Exe­cu­ti­ves in un­ter­schied­li­chen Rol­len, dar­un­ter CIOs, CTOs, CDOs, CISOs so­wie Lei­ter der Soft­ware­ent­wick­lung.

Schnel­ler sind nur die Ame­ri­ka­ner

In Sa­chen Ge­schwin­dig­keit lie­gen die deut­schen Ent­wick­ler auf dem zwei­ten Platz hin­ter ih­ren US-Kol­le­gen. Was et­wa die Re­ak­ti­ons­fä­hig­keit an­geht, er­hal­ten hier­zu­lan­de 43 Pro­zent der Soft­ware­teams in­ner­halb ei­nes Ta­ges Feed­back zu ih­ren Ent­wick­lungs­fort­schrit­ten von An­wen­dern be­zie­hungs­wei­se Kun­den. Nur in den USA ge­lingt das noch bes­ser, dort be­kom­men 52 Pro­zent bin­nen 24 Stun­den Rück­mel­dung. Weit über dem Durch­schnitt lie­gen deut­sche Devs, wenn es gilt, ge­schäfts­kri­ti­scheAn­wen­dun­gen nach dem De­ploy­ment schnell in den pro­duk­ti­ven Be­trieb zu über­füh­ren. Das dau­ert hier­zu­lan­de et­was we­ni­ger als ei­nen Tag, im glo­ba­len Durch­schnitt aber 7,3 Ta­ge.

Ein neu­es Fea­tu­re in ei­ne kun­den­ori­en­tier­te An­wen­dung zu in­te­grie­ren – zum Bei­spiel die Mög­lich­keit von Kre­dit­kar­ten­zah­lun­gen mit bio­me­tri­scher Au­then­ti­fi­zie­rung – kos­tet hie­si­ge Be­trie­be 4,8 Ta­ge. Das ist halb so lan­ge wie im glo­ba­len Durch­schnitt. Zu­dem sind die Soft­ware­teams aus Deutsch­land die­je­ni­gen, die am häu­figs­ten neu­en Co­de be­reit­stel­len: 72 Pro­zent schaf­fen das min­des­tens ein­mal täg­lich.

Et­was we­ni­ger Stö­run­gen

Geht es um Sta­bi­li­tät, sind tech­ni­sche Ver­zö­ge­run­gen auf­grund von Feh­lern bei neu­en Re­lea­ses oder Up­dates den Markt­for­schern zu­fol­ge der ge­eig­ne­te Beur­tei­lungs­maß­stab. Hier­zu­lan­de tre­ten sol­che Stö­run­gen in 19 Pro­zent al­ler Fäl­le ein, in­ter­na­tio­nal bei 20 Pro­zent. Bes­ser als der Durch­schnitt sind in Deutsch­land vor al­lem die Bran­chen Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on (17 Pro­zent) und Han­del (15 Pro­zent).

Deut­sche Cloud-Muf­fel

Ein wei­te­rer Aspekt ist die Ska­lier­bar­keit, wor­un­ter die Markt­for­scher in ers­ter Li­nie ei­ne ska­lier­ba­re In­fra­struk­tur und den Sta­tus quo in Sa­chen Cloud-Ad­ap­ti­on ver­steht. „Wenn mehr als die Hälf­te der An­wen­dun­gen ei­nes Un­ter­neh­mens Cloud-na­tiv sind – das heißt in die Cloud in­te­griert oder mi­griert wer­den, wo­bei mehr als 50 Pro­zent der Test-, Be­reit­stel­lungs­und Über­wa­chungs­vor­gän­ge au­to­ma­ti­siert sein müs­sen –, kann von ho­her Ska­lier­bar­keit und Fle­xi­bi­li­tät der An­wen­dun­gen die Re­de sein“, so die Markt­for­scher.

Hier hinkt Deutsch­land hin­ter­her. Die Un­ter­neh­men hier­zu­lan­de ha­ben die ge­rings­te Ver­brei­tung von Cloud-In­fra­struk­tu­ren in al­len un­ter­such­ten Län­dern: We­ni­ger als ein Drit­tel der An­wen­dun­gen be­fin­det sich in der Cloud (31 Pro­zent), ver­gli­chen mit 45 Pro­zent in den USA. Der deut­sche Ein­zel­han­del fällt be­son­ders stark ab. Er be­treibt we­ni­ger als ein Vier­tel sei­ner An­wen­dun­gen in der Cloud. Zum Ver­gleich: In den USA sind be­reits 54 Pro­zent der An­wen­dun­gen in der Cloud.

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