Agi­le Me­tho­den brin­gen die Di­gi­ta­li­sie­rung vor­an

In der Pro­jekt­ar­beit setzt in­zwi­schen ei­ne Mehr­heit von 65 Pro­zent der deut­schen Un­ter­neh­men auf agi­le Me­tho­den, wo­bei Scrum der ein­deu­ti­ge Fa­vo­rit ist. Die Mit­ar­bei­ter ge­nie­ßen es ei­ner Stu­die zu­fol­ge, mehr Ver­ant­wor­tung zu tra­gen und zu schnel­le­ren und

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Pro­jekt-Ma­nage­ment nach der Was­ser­fall­me­tho­de ist of­fen­sicht­lich nicht da­zu ge­eig­net, um die Di­gi­ta­li­sie­rung in den Un­ter­neh­men vor­an­zu­trei­ben. Das zeigt ei­ne Um­fra­ge, die im Auf­trag von Eten­go un­ter mehr als 300 Un­ter­neh­men ab 500 Mit­ar­bei­tern vor­ge­nom­men wur­de. Je­des zwei­te Un­ter­neh­men (50 Pro­zent) ist dem­nach im IT-Be­reich auf agi­les Pro­jekt-Ma­nage­ment um­ge­stie­gen.

Bei den Be­trie­ben mit 2000 Be­schäf­tig­ten und mehr sind so­gar 56 Pro­zent agil un­ter­wegs. Wei­te­re 15 Pro­zent pla­nen den Ein­satz sol­cher Me­tho­den in den kom­men­den zwölf Mo­na­ten. Nur für 14 Pro­zent der be­frag­ten Fir­men sind agi­le Me­tho­den kein The­ma.

Scrum hat die Na­se vorn

Spit­zen­rei­ter un­ter den Me­tho­den des agi­len Pro­jekt-Ma­nage­ments ist Scrum. Mit so ei­nem ein­deu­ti­gen Er­geb­nis ha­be er nicht ge­rech­net, sagt Stu­di­en­auf­trag­ge­ber Ni­ko­laus Reu­ter, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Mann­hei­mer IT-Per­so­nal­dienst­leis­ters Eten­go. Me­tho­den wie Kan­ban, Extreme Pro­gramming (XP) oder Fea­tu­re Dri­ven De­ve­lop­ment (FDD) kom­men of­fen­bar eher sel­ten zum Ein­satz.

Ins­be­son­de­re im Han­del ist die La­ge ein­deu­tig: Neun von zehn Un­ter­neh­men (91 Pro­zent), die agi­le Me­tho­den an­wen­den, ver­trau­en auf Scrum. Der Druck, Pro­jek­te in gro­ßer Ge­schwin­dig­keit um­zu­set­zen, sei hier be­son­ders groß, meint Reu­ter. Ge­ra­de der sta­tio­nä­re Han­del muss mas­siv ins In­ter­net-Ge­schäft in­ves­tie­ren, will er mit On­line-Gi­gan­ten wie Ama­zon oder Za­lan­do mit­hal­ten. Auch Ni­schen­an­bie­ter set­zen den La­den­ge­schäf­ten zu, wie das Bei­spiel Fla­schen- post.de zeigt. Der Ge­trän­ke-Lie­fer­ser­vice ver­fügt über ein brei­tes Sor­ti­ment und si­chert sei­nen Kun­den ei­ne be­son­ders schnel­le Zu­stel­lung zu. Über al­le Bran­chen hin­weg nut­zen acht von zehn Un­ter­neh­men Scrum, so­fern sie sich grund­sätz­lich für agi­le Me­tho­den ent­schie­den ha­ben.

Schnel­lig­keit und die Aus­sicht auf qua­li­ta­tiv bes­se­re Pro­jekt­er­geb­nis­se sind die wich­tigs­ten Grün­de, aus de­nen agi­le Me­tho­den be­vor­zugt wer­den. Al­ler­dings nen­nen 53 Pro­zent der Be­frag­ten auch die ein­fa­che­re und ef­fek­ti­ve­re Zu­sam­men­ar­beit mit IT-Fre­e­lan­cern als ent­schei­den­den Vor­teil.

Mo­ti­vier­te­re Mit­ar­bei­ter

38 Pro­zent der Un­ter­neh­men, die agi­les Pro­jekt-Ma­nage­ment be­trei­ben, glau­ben au­ßer­dem, dass die Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on durch mehr Ver­ant­wor­tung und selb­stän­di­ges Ar­bei­ten steigt. Für den rei­bungs­lo­sen Ablauf und die Um­set­zung von IT-Pro­jek­ten kom­me es nicht mehr nur auf das rich­ti­ge Pro­jekt-Ma­nage­ment an, es brau­che auch ge­nü­gend Man­power. Heu­te sind da­für nicht mehr nur fest­an­ge­stell­te Mit­ar­bei­ter ge­fragt, son­dern auch ei­ne Viel­zahl ex­ter­ner Ex­per­ten – oft­mals Fre­e­lan­cer.

Die ak­tu­el­le Be­fra­gung zeigt, dass frei­be­ruf­li­che IT-Pro­fis für Un­ter­neh­men im­mer wich­ti­ger wer­den. Sechs von zehn Un­ter­neh­men (63 Pro­zent) sa­gen, dass ih­re Be­deu­tung in den kom­men­den sechs Mo­na­ten wei­ter zu­neh­men wird. Be­zo­gen auf das ei­ge­ne Un­ter­neh­men, er­war­ten 44 Pro­zent, dass der Be­darf an Fre­e­lan­cern stark oder sehr stark an­stei­gen wird.

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