Un­kom­pli­ziert

connect - - CAR CONNECT -

Wer ein iPho­ne hat, kann sich glück­lich schät­zen, denn mit Car­play steht ei­nem da­mit ei­ne bei den Au­to­mo­bil­her­stel­lern und Nach­rüst­an­bie­tern weit­ver­brei­te­te und auf dem Smart­pho­ne be­reits vor­in­stal­lier­te Schnitt­stel­le zur Ver­fü­gung. Wäh­rend das iPho­ne in der Re­gel über ein USB-Ka­bel mit dem Mul­ti­me­di­a­sys­tem im Au­to ver­bun­den wird, lässt sich Car­play in man­chen BMW-Mo­del­len so­gar draht­los nut­zen. Dies stei­gert den Kom­fort im All­tag na­tür­lich noch­mal deut­lich – al­ler­dings lädt das Smart­pho­ne oh­ne Ka­bel auch nicht auf. Doch das kann sich ja mit dem in Kür­ze an­ste­hen­den Start des iPho­ne 8 dank Wi­re­less Char­ging noch än­dern. Wir wer­den se­hen.

Ge­lun­ge­ne Op­tik, aber we­ni­ge Apps

Im Pra­xis­test kam ein iPho­ne 5s mit ak­tu­el­lem iOS 10.3.3 zum Ein­satz. In die­ser Ver­si­on bie­tet Car­play den größ­ten Funk­ti­ons­um­fang an und auch die Kopp­lung mit dem Ken­wood DMX7017DABS klapp­te pro­blem­los. Die nach we­ni­gen Au­gen­bli­cken er­schei­nen­de Ober­flä­che von Car­play ist ein­fach, aber ge­fäl­lig ge­stal­tet, äh­nelt stark der Smart­pho­ne-Op­tik und lässt sich so kom­plett in­tui­tiv be­die­nen. Je nach Dis­play­grö­ße des Mul­ti­me­di­a­sys­tems im Au­to wer­den ak­tu­ell pro Ebe­ne acht oder zehn gro­ße Icons an­ge­zeigt.

In den Ein­stel­lun­gen sei­nes iPho­nes kann der Nut­zer un­ter „All­ge­mein“und „Car­Play“die Rei­hen­fol­ge der an­ge­zeig­ten Apps fest­le­gen und auch de­fi­nie­ren, wel­che im Au­to über­haupt an­ge­zeigt wer­den sol­len. Die Aus­wahl an zu­sätz­li­chen Apps ist ge­ring und be­schränkt sich pri­mär auf Au­dio-Apps. Al­ter­na­ti­ven für die Na­vi­ga­ti­on oder Nach­rich­ten in­klu­si­ve Whats­app sperrt App­le aus.

Rich­tig prak­tisch ist aber die Sei­ten­leis­te am Bild­schirm­rand. Dort wer­den nicht nur die Uhr­zeit, die Da­ten­ver­bin­dung des Smart­pho­nes und der Ho­me-But­ton an­ge­zeigt, son­dern auch die drei zu­letzt ge­nutz­ten Apps über klei­ne Icons. Im All­tag kann man so flink zwi­schen den Tools wech­seln, oh­ne Um­weg über den Ho­me­screen. Ein­zi­ges Man­ko ist die Grö­ße der seit­li­chen Icons, denn je nach Bild­schir­m­ab­mes­sung und Dis­tanz zum Dis­play muss man wäh­rend der Fahrt schon ge­nau zie­len, um sie mit der Fin­ger­spit­ze zu tref­fen.

Car­play hört dank Si­ri aufs Wort

Das ist in­so­fern nicht wei­ter tra­gisch, da App­le in Sa­chen Be­die­nung bei Car­play in vie­len Punk­ten aufs Hö­ren und Dik­tie­ren setzt. So kann man den Groß­teil der App­le-ei­ge­nen Funk­tio­nen wie Te­le­fo­nie, Nach­rich­ten und Mu­sik über den Sprachas­sis­ten­ten Si­ri (sie­he auch Sei­te 44) steu­ern. Dies klapp­te im Test al­ler­dings nicht im­mer zu­ver­läs­sig, au­ßer bei den „Nach­rich­ten“kann man aber auch über­all ma­nu­ell ein­grei­fen, was dank der gro­ßen Be­di­en-Icons sehr kom­for­ta­bel funk­tio­niert.

An­sons­ten bie­tet Car­play mit „Kar­ten“ei­ne ru­di­men­tä­re, dank Stau­in­for­ma­tio­nen in Echt­zeit aber recht zu­ver­läs­si­ge Na­vi­ga­ti­on. We­b­ab­fra­gen wäh­rend der Fahrt über Si­ri ließ Car­play oft­mals mit dem Hin­weis „Tut mir leid, aber ich kann nicht im Web su­chen wäh­rend du im Au­to bist“nicht zu. >>

Das mo­der­ne De­sign ge­fällt eben­so wie der Fo­kus auf die Sprach­be­die­nung. Die App-Aus­wahl ist aber be­grenzt und die Sprach­steue­rung nicht

im­mer auf der Hö­he.

Die Au­dio­an­sicht bei Car­play zeigt rie­si­ge Steu­er-Icons und lässt sich so ab­len­kungs­frei be­die­nen.

Auch die Na­vi­ga­ti­ons­lö­sung über­zeugt im Test und bie­tet wie Goog­le Maps Stau­in­for­ma­tio­nen in Echt­zeit.

Der Ho­me­screen von App­le Car­play bie­tet die vom Smart­pho­ne be­kann­te App-An­sicht.

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