WI­KO WIM

Das Top­mo­dell der Fran­zo­sen kann im Test über­zeu­gen und ist so in die­ser Preis­klas­se ei­ne span­nen­de Al­ter­na­ti­ve.

connect - - SMARTPHONES -

Wi­ko ist bis­her haupt­säch­lich für sei­ne sehr güns­ti­gen Smart­pho­nes be­kannt. Nun geht der fran­zö­si­sche Her­stel­ler mit dem Pha­blet Wim für 399 Eu­ro aber auch in der ge­ho­be­nen Mit­tel­klas­se an den Start und möch­te dort den Platz­hir­schen vom Schla­ge ei­nes Samsung Ga­la­xy A5 (2017), Le­no­vo P2 und BQ Aqua­ris X Pro ein­hei­zen. Mal se­hen, ob das ge­lingt .

Schick, aber mit klei­nen Man­kos

Die Vor­zei­chen ste­hen nicht schlecht für das Un­ter­fan­gen, denn op­tisch weiß das Wim mit fei­nem Me­tall­rah­men und sei­nem Look in Schwarz, Gold oder auch Grün durch­aus zu ge­fal­len. Nicht so recht ins grund­sätz­lich gu­te Bild pas­sen al­ler­dings die et­was wa­cke­li­gen Tas­ten und vor al­lem die bei Druck nach­ge­ben­de Kunst­stoff­rück­sei­te beim schwar­zen Test­ge­rät. Da­zu ge­sellt sich die über­durch­schnitt­lich aus­ge­präg­te Vor­lie­be ge­gen­über un­schö­nen Fin­ger­ab­drü­cken. Da­vor ist auch die Glas­front nicht ge­feit, doch hier ist der Ef­fekt durch ei­ne Be­schich­tung deut­lich re­du­ziert.

Un­ter der Glas­ab­de­ckung gibt es ein 5,5 Zoll gro­ßes OLED-Dis­play mit Full-HD-Auf­lö­sung zu ent­de­cken. Die An­zei­ge glänzt mit sat­tem Schwarz und knack­schar­fer Darstel­lung der In­hal­te. We­ni­ger gut ist je­doch die Strahl­kraft von le­dig­lich 345 cd/ m2, das kann der OLED-Pri­mus Samsung selbst bei sei­nem güns­tigs­ten OLED-Smart­pho­ne, dem Ga­la­xy J5 (2017) Du­os, bes­ser – nach­zu­le­sen auf Sei­te 51.

Run­de Aus­stat­tung, flot­te Per­for­mance

Apro­pos Samsung: Wie die bei­den ko­rea­ni­schen Kan­di­da­ten bie­tet auch das Wi­ko Wim zwei ein­zel­ne SIM-Kar­ten-Slots plus ei­nen zu­sätz­li­chen Ein­schub für ei­ne Mi­cro-SD-Spei­cher­kar­te – und nicht wie so vie­le ei­nen Hy­brid-Slot, bei dem sich der Nut­zer zwi­schen ei­ner zwei­ten SIM- und ei­ner Spei­cher­kar­te ent­schei­den muss. Auch sonst ist das Wi­ko in Sa­chen Con­nec­tivi­ty top und bie­tet so­gar WLAN im 5-GHz-Band. Le­dig­lich ein mo­der­ner USBC-An­schluss steht auf der Ver­miss­ten­lis­te.

Für gu­te Bench­mark-Er­geb­nis­se und ei­ne flot­te Be­die­nung im All­tag sorgt Qual­comms Snap­dra­gon-626-Platt­form mit acht bis zu 2,2 GHz schnel­len Ker­nen. Die­se wer­den von 4 GB Ar­beits­spei­cher un­ter­stützt. Für den Be­sit­zer ste­hen so­gar 50 GB an Spei­cher zur frei­en Ver­fü­gung – da­für ein di­ckes Lob! Der 3200-mAh-Ak­ku ist mit ei­ner Schnell­la­de­funk­ti­on aus­ge­stat­tet und ent­spre­chend schnell wie­der auf­ge­tankt. Dies ist auch nö­tig, denn die im La­bor er­reich­te Lauf­zeit von 7:04 St­un­den ge­hört nicht in die ab­so­lu­te Top­klas­se.

Da­für hin­ter­lässt die Du­al-Ka­me­ra mit ih­ren zwei 13-Me­ga­pi­xel-Sen­so­ren samt HDR-, Pan­ora­ma- und RAW-Funk­ti­on ei­nen gu­ten Ein­druck. Die Bil­der wirk­ten im Pra­xis­test eben­so na­tür­lich wie scharf und dank der Du­al-Ka­me­ra kann man auch im Nach­klapp im fer­ti­gen Bild den ge­wünsch­ten Be­reich fo­kus­sie­ren. Zu­dem wer­den Vi­de­os in 4K-Qua­li­tät auf­ge­zeich­net und Sel­fies mit ei­ner 16-Me­ga­pi­xel-Front­ka­me­ra samt LED-Blitz ein­ge­fan­gen.

Die Be­nut­zer­ober­flä­che des An­dro­id7.1.1-Mo­dells hat Wi­ko sanft an­ge­passt und bie­tet ei­ni­ge net­te Funk­tio­nen. So gibt es ei­ne ei­ge­ne Start­screen-Ebe­ne mit den meist­ge­nutz­ten Ak­tio­nen, die Mög­lich­keit, Da­tei­en und Apps zu schüt­zen oder auch Zu­satz­funk­tio­nen über den Fin­ger­print­sen­sor in der Ho­me­tas­te an­zu­wäh­len.

Am En­de er­reicht das Wi­ko Wim ein mehr als re­spek­ta­bles Er­geb­nis, an die Top­mo­del­le in die­ser Preis­klas­se reicht es al­ler­dings nicht ganz her­an.

Über die Funk­ti­on „App-Sper­re“las­sen sich Pro­gram­me nur nach Ein­ga­be ei­ner Sperr­frei­ga­be oder des Fin­ger­ab­drucks wie­der nut­zen.

Die ge­spei­cher­ten Fin­ger­ab­drü­cke kön­nen auch zur Da­t­ei­frei­ga­be oder zum Auf­ru­fen von Schnell­zu­grif­fen ge­nutzt

wer­den.

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