GOOG­LE VER­BES­SERT AN­DRO­ID

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Vie­le Her­stel­ler von An­dro­idS­mart­pho­nes brin­gen ein Mo­dell nach dem an­de­ren auf den Markt, ver­nach­läs­si­gen aber die Soft­ware. Die Fol­ge: Es sind im­mer mehr Ge­rä­te mit ver­al­te­tem Be­triebs­sys­tem un­ter­wegs – vor al­lem im un­ters­ten Preis­seg­ment. Das Pro­blem be­trifft al­so in ers­ter Li­nie die auf­stre­ben­den Märk­te, aber auch hier­zu­lan­de war­ten Käu­fer ei­nes 100- oder 200-Eu­ro-Mo­dells oft ver­geb­lich auf ein Up­date. Das birgt Ri­si­ken: Da die Ge­rä­te im­mer mehr Le­bens­be­rei­che er­obern und im­mer mehr sen­si­ble In­for­ma­tio­nen sam­meln, ist ein ak­tu­el­les und da­mit si­che­res Sys­tem Pflicht.

Aber auch die Nut­zer­er­fah­rung lei­det un­ter al­ter Soft­ware: Wel­chen Ein­druck hat ein An­dro­idEin­stei­ger von Goog­le-Di­ens­ten, wenn das Mo­bil­te­le­fon stän­dig ru­ckelt oder ab­stürzt? Goog­le hat da­her ein vi­ta­les In­ter­es­se an ei­ner gut auf die Hard­ware ab­ge­stimm­ten Soft­ware, die stän­dig ak­tua­li­siert wird. Da die Her­stel­ler bis­her nur un­zu­rei­chend mit­zie­hen, re­agiert das Un­ter­neh­men jetzt mit neu­en Lö­sun­gen.

An­dro­id Oreo Go Edi­ti­on

Die „Go Edi­ti­on“ist ei­ne Sys­tem­ver­si­on auf Ba­sis von An­dro­id 8, die spe­zi­ell für leis­tungs­schwa­che Hard­ware ent­wi­ckelt wur­de, so­dass die Her­stel­ler güns­ti­ge Ein­stei­ger­ge­rä­te mit der ak­tu­ells­ten An­dro­id-Ver­si­on aus­stat­ten kön­nen. Das Sys­tem läuft auch mit nur 1 GB Ar­beits­spei­cher flüs­sig und be­legt nur halb so viel Platz im in­ter­nen Spei­cher wie das nor­ma­le Oreo. Bei ei­nem Smart­pho­ne mit le­dig­lich 4 oder 8 GB Spei­cher hat man al­so mehr Platz für sei­ne ei­ge­nen Da­tei­en. Al­les ist dar­auf op­ti­miert, trotz be­grenz­ter Hard­ware-Ka­pa­zi­tät ein gu­tes Be­nut­zer­er­leb­nis zu bie­ten. Die vor­in­stal­lier­ten Goog­le-Apps ver­brau­chen we­ni­ger Res­sour­cen als die Stan­dar­dApps von Goog­le, im Play Sto­re soll es zu­dem spe­zi­el­le Be­rei­che für Go-op­ti­mier­te Apps ge­ben.

An­dro­id One

Auch das An­dro­id-One-Pro­gramm will die User Ex­pe­ri­ence ver­bes­sern, nimmt da­für aber die Her­stel­ler stär­ker in die Pflicht. Um teil­zu­neh­men und das An­dro­id-One-Lo­go ver­mark­ten zu kön­nen, müs­sen sie drei Auf­la­gen er­fül­len: Ei­ne na­ti­ve An­dro­idVer­si­on auf dem Ge­rät in­stal­lie­ren plus zwei Jah­re lang Ver­si­ons­up­dates und re­gel­mä­ßi­ge Si­cher­heits­up­dates lie­fern. Wer ein Smart­pho­ne mit dem One-Lo­go kauft, ist al­so beim The­ma Soft­ware und Up­dates auf der si­che­ren

Sei­te. Das Pro­gramm gibt es schon seit meh­re­ren Jah­ren, es nimmt aber erst in jüngs­ter Zeit rich­tig Fahrt auf. Ne­ben HTC ha­ben Mo­to­ro­la und No­kia neue Mo­del­le mit An­dro­id One vor­ge­stellt.

Wir fas­sen zu­sam­men: Mit der Go Edi­ti­on ga­ran­tiert Goog­le ein hoch­wer­ti­ges An­dro­id-Er­leb­nis zu nied­ri­gen Prei­sen, mit One ei­nen star­ken Soft­ware-Sup­port über ei­nen lan­gen Zei­t­raum. Bei­de Initia­ti­ven sind ei­ne gro­ße Be­rei­che­rung für das An­dro­idU­ni­ver­sum – an­ge­sichts der aus­ufern­den Frag­men­tie­rung aber auch drin­gend nö­tig. (as)

Wenn Sie Wert auf ak­tu­el­le Soft­ware le­gen, soll­ten Sie künf­tig nach die­sem Lo­go Aus­schau hal­ten.

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