ICH HAB’S ECHT DI­CKE!

Das Cos­mo- Cash-ABC

Cosmopolitan (Germany) - - Inhalt -

LA­DEN SIE SICH EI­NE APP RUN­TER

Das In­ter­net ist nicht nur Ort der Shop­ping-Ver­füh­rung, es kann Sie auch stop­pen. Denn On­li­ne-Tools und Fi­nan­zSoft­wares hel­fen, Aus­ga­ben bes­ser im Blick zu ha­ben, sich fes­te Bud­gets zu set­zen, smart zu spa­ren. Zwei Ap­pFa­vo­ri­ten: „Haus­halts­buch“ist über­sicht­lich und ein­fach zu be­die­nen. Und „My Bud­get 2“, bie­tet Sta­tis­ti­ken so­wie mo­nat­li­che und jähr­li­che Be­rich­te.

BE­LOH­NEN SIE SICH

Sie hat­ten Schul­den? Kein Welt­un­ter­gang. So­lan­ge Sie den Kre­dit frist­ge­recht wie­der ab­be­zahlt ha­ben, soll­ten Sie sich vor al­lem ei­nes: freu­en! Und sich für Ihr Durch­hal­te­ver­mö­gen und Ih­re Dis­zi­plin auf die Schul­ter klop­fen. Heißt na­tür­lich nicht, so­fort wie­der in die Mie­sen zu schlid­dern, in­dem Sie sich was Teu­res kau­fen. Aber wenn Sie schon mal im Spar- Flow sind, sto­cken Sie doch zum Bei­spiel Ih­ren Kon­to­stand auf.

ICHT ZUM DRüCKEBERGER WER­DEN

Ka­lo­ri­en, Ka­ter, Kü­chen­cha­os – vor vie­len Sa­chen kön­nen Sie die Au­gen ver­schlie­ßen. Vor Ih­ren Fi­nan­zen nicht. Denn wenn Sie auf­kom­men­de fi­nan­zi­el­le Pro­ble­me leug­nen, lö­sen Sie nichts. Stel­len Sie sich Ih­ren Sor­gen. Ver­mö­gens­pla­ner Frank Hof­mann er­klärt: „ Angst ver­hin­dert kon­struk­ti­ves Ver­hal­ten.“Des­halb: Fin­den Sie her­aus, wem genau Sie wie viel schul­den oder wel­che Aus­ga­ben Lö­cher in Ih­re Kas­se fres­sen (Stich­wort: Haus­halts­buch). Viel­leicht ist al­les nicht so schlimm, wie Sie den­ken. Wenn Sie das Ge­fühl ha­ben, al­lei­ne nicht wei­ter­zu­kom­men, su­chen Sie sich ei­nen Fi­nanz­be­ra­ter. Wie Sie den rich­ti­gen fin­den, le­sen Sie un­ter „N“.

AN­SCHAF­FUN­GEN AUF EIN­MAL ZAH­LEN

Sich von Zeit zu Zeit et­was zu gön­nen, muss sein (It- Bag, Rei­se…). Wo­von Ex­per­ten al­ler­dings ab­ra­ten ist, sich für sol­che Lu­xus­gü­ter ei­ne zwei­te An­lei­he zu neh­men. Rat­sa­mer: War­ten, bis man al­les bei­sam­men hat und dann erst ver­bra­ten. Sie wer­den über­rascht sein, wie sehr Sie sich zu­sam­men­rei­ßen kön­nen, wenn Sie et­was un­be­dingt wol­len. Ein­fa­cher Ne­ben­bei-Trick: Je­de zwei­te Zwei- Eu­roMün­ze, die Ih­nen un­ter­kommt, in ein Spar­schwein ste­cken. Tut nicht weh, ist aber amEn­de des Jah­res ein­me­ga Bat­zen. So kön­nen um die 1000 Eu­ro zu­sam­men­kom­men.

AH­LEN SIE MöG­LICHST IM­MER CASH

San­da­len, Bi­ki­ni, Kre­dit­kar­te – mehr Ge­päck brau­chen Sie im Ur­laub nicht. Prak­tisch, klar, aber das Plas­tik­geld ist auch ei­ner der schnells­tenWe­ge in die Schul­den­fal­le: Die Hemm­schwel­le, das Kärt­chen zu zü­cken, ist nied­rig, und der Be­trag wird erst Wo­chen spä­ter ab­ge­bucht. Ver­lei­tet al­so auch da­zu, ein­zu­kau­fen, wenn­mo­men­tan kei­ne Koh­le auf dem Kon­to ist. Da­durch kann Ihr De­fi­zit je­denMo­nat wei­ter wach­sen. Wer hin­ge­gen bar zahlt, be­kommt ein bes­se­res Ge­fühl für sei­ne Fi­nan­zen. Sie se­hen, was Sie aus­ge­ben und ir­gend­wann ist das Porte­mon­naie schlicht­weg leer. Wer auf die Kre­dit­kar­te den­noch auf kei­nen Fall ver­zich­ten will: Im Vor­hin­ein je­denMo­nat auf­la­den. Bie­tet un­ter an­de­rem­der ADAC an (mehr auf adac.de/Kre­dit­kar­te).

SU­CHEN SIE SICH EI­NEN FI­NANZ-BUD­DY

I got your back – das gilt auch in der Welt der Fi­nan­zen. Bit­ten Sie ei­ne en­ge Freun­din oder ein Fa­mi­li­en­mit­glied dar­um, Ih­re Kon­troll­stel­le zu sein. Sprich: Für gro­ße Aus­ga­ben­müs­sen Sie bei ihr oder ih­mRe­chen­schaft ab­le­gen. So­bald an­de­re­mit­wis­sen, wird es schwie­ri­ger, an­fal­len­de Kos­ten un­ter den Tisch zu keh­ren. Im Ge­gen­zug hel­fen Sie Ih­re­maus­er­wähl­ten Bud­dy beimKoh­le­kram. Auch ein schö­nerWeg, Geld­the­men zu ent­ta­bui­sie­ren.

ESEN SIE IM­MER DIE GE­SCHäFTS­BE­DIN­GUN­GEN

Rech­te, Re­geln und Klein­ge­druck­tes – wer nicht „fi­nan­zisch“spricht, ist schnell ver­lo­ren. Ex­per­te Frank Hof­mann rät: „Bloß nicht in Din­ge in­ves­tie­ren, die Sie nicht ver­ste­hen.“Zum Bei­spiel in Schiffs­fonds, wenn Sie kei­nen Plan von See­fahrt ha­ben. Bei der Auf­nah­me ei­nes Kre­dits gilt: Ein Kre­dit­ge­ber darf Ih­nen nur Zin­sen, Be­ar­bei­tungs-und re­gel­mä­ßi­ge Kon­to­füh­rungs­ge­büh­ren ver­rech­nen. Ach­ten Sie dar­auf, dass er Ih­nen kei­ne an­de­ren Pro­duk­te an­dreht, zum Bei­spiel ei­ne Ver­si­che­rung. Au­ßer­dem ist er ge­setz­lich ver­pflich­tet, Ih­nen ei­nen Vor­an­schlag über die vol­len Kos­ten des Kre­dits zu­kom­men zu las­sen. Da­zu ge­hö­ren In­for­ma­tio­nen zum Ef­fek­tiv­zins, zur Til­gung und zu den Dar­le­hens­leis­tun­gen. Ver­wei­gert Ih­nen der Kre­dit­ge­ber ei­ne von Ih­nen ge­wünsch­te Aus­kunft, neh­men Sie Ab­stand. Al­so: Ha­ken Sie im­mer nach!

BE­TREI­BEN SIE HAARSPALTEREI

Klein­lich­keit kommt bei Fi­nan­zen gut. Zäh­len Sie wirk­lich je­den ein­zel­nen Be­trag auf, der Ihr Kon­to imMo­nat ver­lässt: Mie­te, Ver­si­che­run­gen, Bank­ge­büh­ren, auch das Geld für Ih­ren Cof­fee to go am Mor­gen. An­fangs ei­ne me­ga­mä­ßi­ge Tor­tur – doch nach kur­zer Ein­ge­wöh­nungs­pha­se wird’s zu­mKin­der­spiel. Kaf­fee­jun­kies wird schnell auf­fal­len, dass sie­mo­nat­lich bis zu 50 Eu­ro spa­ren könn­ten, wenn sie sich den Kof­f­e­in­kick zu Hau­se ma­chen un­d­mit­neh­men.

Hü­TEN SIE SICH VOR IMPULSKäUFEN

Sie ge­hen gern oh­ne Lis­te in den Su­per­markt und kom­men amEn­de mit dem hal­ben Sor­ti­ment nach Hau­se? Oder shop­pen mit solch ei­ner Eu­pho­rie, die Ih­re ei­gent­li­cheGe­schmacks-und Stil­si­cher­heit über­trumpft? Be­ob­ach­ten Sie Ihr Kauf­ver­hal­ten und fan­gen Sie an, sinn­lo­se Aus­ga­ben ein­zu­däm­men. Frank Hof­mann hat da fol­gen­den Tipp: „Kle­ben Sie sich ei­nen Zet­tel in denGeld­beu­tel, auf dem steht: Muss das sein?“So wer­den Sie dar­an er­in­nert Ih­re Kauf­ent­schei­dun­gen zu über­den­ken. Wenn auch das nicht mehr hilft, rätHei­deHär­tel-Her­mann vom Frau­en­fi­nanz­dienst, sich pro­fes­sio­nel­le Hil­fe zu su­chen: „In je­der Stadt gibt es gu­te Coa­ches mit ei­ner Spe­zia­li­sie­rung zu­mThe­ma Um­gang mit­Geld.“

STEL­LEN SIE EI­NEN JAHRESPLAN AUF

„Ma­len Sie sich ei­nen Zeit­strahl für die nächs­ten zwöl­fMo­na­te auf“, emp­fiehlt Frank Hof­mann. Dann tra­gen Sie ein: Wel­che Kos­ten kom­men wann auf­mich zu? Wie viel be­nö­ti­ge ichmo­nat­lich? Wann will ich­me­in Spar­ziel er­reicht ha­ben? Der Ver­mö­gens­pla­ner sagt: „Das ver­schafft Ih­nen die nö­ti­ge Über­sicht für Ihr jähr­li­ches Sal­do.“

PLA­NEN SIE IH­REN AKRI­BISCH

Ja, kann ner­ven. Aber wer stän­dig aus­wärts isst, schmeißt auf Dau­er echt viel Koh­le raus. Fünf Eu­ro am Tag mö­gen harm­los klin­gen, auf ei­nen Mo­nat hoch­ge­rech­net wer­den dar­aus je­doch hun­dert Eu­ro. In ei­nem Jahr so­gar um die 1000 Krö­ten. Emp­feh­lung: Sich für den wö­chent­li­chen Ein­kauf prä­zi­se vor­be­rei­ten. Was gibt’s die nächs­ten fünf Ta­ge zum Abend­es­sen und wel­ches Din­ner könn­te man ins Bü­ro mit­neh­men und auf­wär­men? Ent­spre­chend mehr zu­be­rei­ten. Man­che Leu­te schwö­ren auch auf ei­nen #me­al­prep Tag und ko­chen für die gan­ze Wo­che vor. Spart Zeit, Geld und Ge­duld. Ih­nen fehlt die In­spi­ra­ti­on? Stö­bern Sie un­ter dem Hash­tag auf Ins­ta­gram nach Re­zep­ten.

UTZENN SIE VERIFIZIERTE KRE­DIT­GE­BER UND BAN­KEN

Ar­bei­ten Sie nur mit grö­ße­ren, eta­blier­ten und ver­läss­li­chen In­sti­tu­ten zu­sam­men. Dr. Joa­chim Fröh­ler von der Stadt­spar­kas­seMün­chen er­läu­tert: „Ver­mei­den Sie vor al­lem Ban­ken, die Kre­di­te an Drit­te wei­ter­ver­kau­fen. Das Pro­blem: Wenn Sie zwei Zah­lun­gen ver­säumt ha­ben, hat die ‚neue‘ Bank das Recht auf ei­ne au­ßer­or­dent­li­che Kün­di­gung.“Um sich zu schüt­zen, kön­nen Sie ei­nen Wei­ter­ver­kauf ver­trag­lich aus­schlie­ßen las­sen. Wenn das nicht geht: mit ei­nem an­de­ren In­sti­tut zu­sam­men­ar­bei­ten.

MI­NI­MIE­REN SIE IH­RE AUS­GA­BEN

Wer sich oft Klei­nig­kei­ten wie den fünf­zigs­ten ro­ten Lip­pen­stift gönnt und un­gern auf dop­pel­ten Lu­xus (Ama­zon Pri­me- plus Net­flix- Ac­count) ver­zich­tet, schrumpft, lo­gisch, den Kon­to­stand. Un­nö­ti­ger­wei­se. Spar­kas­sen­mann Joa­chim Fröh­ler rät: „Tref­fen Sie min­des­tens ein­mal im Jahr Ih­ren Bank­be­ra­ter, um über­mög­li­che Ein­spa­run­gen zu re­den.“Kei­ne Scheu: Neh­men Sie al­le Be­le­ge­mit (Mie­te, Ver­si­che­run­gen, Strom, Tank- und Es­sens­quit­tun­gen). So kann der Ex­per­te ob­jek­tiv er­mit­teln, wo Sie Aus­ga­ben re­du­zie­ren kön­nen.

UTZEN SIE ON-TOPEINKüNFTE SCHLAU

Ver­wen­den Sie je­des zu­sätz­li­che Ein­kom­men wie Jah­res­bo­nus, Steu­er­aus­gleich oder ei­ne grö­ße­re Erb­schaft, um an­fal­len­de Kos­ten – zu­mBei­spiel ei­nen Kre­dit – ab­zu­be­zah­len. Denn es spart lang­fris­tig Geld, als ers­tes die wich­tigs­ten Kre­dit­ge­ber (mit­mas­si­ven Ver­zin­sungs­ra­ten) zu ent­schul­den.

DENTIFIZIEREN SIE IH­RE PRO­BLEM­ZO­NEN

Die Re­de ist nicht von Oran­gen­haut und Win­ke- Ärm­chen, son­dern von Ih­ren Ein­nah­men und Aus­ga­ben. „Ei­ne ein­fa­che Über­sicht dar­über, was mo­nat­lich rein­kommt und ab­fließt, ist ein Muss“, stellt Fi­nanz­be­ra­te­rin Heide Här­tel- Her­mann klar. Nicht ver­ges­sen, Aus­ga­ben, die nur ein oder zwei­mal im Jahr an­fal­len, auf den Mo­nat um­zu­rech­nen. Die Über­sicht hilft da­bei, per­sön­li­che Pro­blem­zo­nen auf­zu­de­cken und zu er­ken­nen, wo Sie Aus­ga­ben ver­hin­dern kön­nen.

FIN­DEN SIE EI­NEN NONPLUSULTRA-BE­RA­TER

ls ers­tes ent­schei­det Ihr per­sön­li­ches The­ma: Ist ein all­ge­mei­nes Fi­nanz­kon­zept oder Ih­re Al­ters­vor­sor­ge das Ziel? Dann fra­gen Sie in Ih­re­mF­reun­des­kreis nach Emp­feh­lun­gen und su­chen imIn­ter­net nach un­ab­hän­gi­gen (!) Be­ra­tern. Wich­tig, da­mit die Ih­nen kei­ne Pro­duk­te an­dre­hen und Sie se­ri­ös be­ra­ten. „Ru­fen Sie vor dem Tref­fen zwei bis drei Adres­sen an, um­ein Ge­fühl zu ent­wi­ckeln, wer zu Ih­nen passt“, rät Heide Här­telHer­mann. „Ein(e) gu­te(r) Be­ra­ter(in) ist em­pa­thisch und ver­steht, was Sie wol­len. Ach­ten Sie dar­auf, ob man Ih­nen zu­hört. Ob der Be­ra­ter auf Ih­re in­di­vi­du­el­len Pro­ble­me ein­geht oder er ein Stan­dard(ver­kaufs-)pro­gramm ab­spult. Und ob er Ih­re Spra­che spricht.“Kön­nen Sie al­les be­ja­hen, ha­ben Sie den rich­ti­gen.

QUä­LEN SIE SICH NICHT!

Schul­den sind ei­ne Be­las­tung. Aber las­sen Sie sich nicht zu sehr run­ter­zie­hen. Nut­zen Sie lie­ber klei­ne Tricks, um­sie gar nicht erst auf­zu­bau­en. „Ei­ne ef­fek­ti­ve, dis­zi­pli­na­ri­scheMaß­nah­me ist es, sei­nen Di­s­po- Kre­dit frei­wil­lig zu kür­zen, wenn Sie da­zu nei­gen, Ihr Li­mit im­mer aus­zu­rei­zen“, emp­fiehlt Heide Här­telHer­mann vom Frau­en­fi­nanz­dienst.

ERGESSEN SIE NIE IH­RE RüCK­LA­GEN

„ Zwei bis drei Net­to- Mo­nats­ge­häl­ter auf der ho­hen Kan­te soll­ten Sie im­mer ha­ben“, meint Fi­nanz­pro­fi Frank Hof­mann. Denn un­er­war­te­te Aus­ga­ben wie ei­ne teu­re Au­to­re­pa­ra­tur oder ei­ne ka­put­te Wasch­ma­schi­ne kön­nen je­der­zeit auf Sie zu­kom­men. Am bes­ten geht der Spar­be­trag da­für so­fort vom Kon­to ab, so­bald Sie Ihr Ge­halt be­kom­men ha­ben (Dau­er­auf­trag ein­rich­ten!). „Da es ak­tu­ell kei­ne Zin­sen für Geld auf Spar­bü­chern gibt, emp­feh­le ich für sol­che Rück­la­gen ein Ta­ges­geld­kon­to“, so der Ver­mö­gens­pla­ner. Ei­nen Richt­wert für die­ses Si­cher­heits­pols­ter nennt er auch: „Pla­nen Sie um­die zehn Pro­zent Ih­res mo­nat­li­chen Net­to- Ein­kom­mens ein, um es auf die Sei­te zu le­gen.“

SAM­MELN SIE SCHUL­DEN

Wer vie­le, klei­ne Dar­le­hen in An­spruch nimmt, sieht schnell den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht mehr. Zahl­rei­che Gläu­bi­ger ma­chen näm­lich die ein­zel­nen Rück­zah­lun­gen schwie­rig und kom­pli­ziert. Da­her ist es emp­feh­lens­wert meh­re­re Kre­di­te zu ei­nem gro­ßen zu­sam­men­zu­fas­sen. So spa­ren Sie Ra­ten und Ne­ga­tiv­zin­sen. Das geht zum Bei­spiel bei der Stadt­spar­kas­se. De­ren Mit­ar­bei­ter Joa­chim Fröh­ler er­läu­tert: „Der Kun­de muss die Kre­di­te na­tür­lich be­die­nen kön­nen (al­so ein ge­wis­ses Ein­kom­men vor­wei­sen), an­sons­ten steht der Zu­sam­men­le­gung nichts im Weg.“

UN­TER­SCHEI­DEN SIE ZWI­SCHEN GU­TEN UND SCHLECH­TEN SCHUL­DEN

Schul­den­wer­den in zwei Grup­pen un­ter­teilt: ge­si­cher­te und un­ge­si­cher­te. Zu ers­te­ren zäh­len sol­che, die über lan­ge Zeit­mit Hil­fe von Dar­le­hen fi­nan­ziert wer­den. Ei­ne ei­ge­ne Im­mo­bi­lie et­wa. Das sind oben­drein gu­te Schul­den, da sie ein In­vest­ment sind. Un­ge­si­cher­te Schul­den, et­wa Pri­vat­kre­di­te und Kre­dit­kar­ten, wer­den über ei­nen kur­zen Zei­t­raum ge­lie­hen und gel­ten da­her als schlecht. Und ge­hen­mit­mäch­ti­gen Ver­zin­sun­gen ein­her. So­bald Sie er­mit­telt ha­ben, mit wel­cher Art von Schul­den Sie es zu tun ha­ben, fo­kus­sie­ren Sie sich zu­erst auf die Un­ge­si­cher­ten.

ERHANDELN SIE DEN VERZINSUNGSSATZ

Ver… was? Der Be­griff ist wich­tig, vie­len aber un­be­kannt und ver­wir­rend. Kurz er­klärt: Deut­sche Ban­ken lei­hen bei der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) ihr Geld zu ei­nem be­stimm­ten Zins­satz, de­mLeit­zins­satz. Die­ser liegt im Mo­ment bei null Pro­zent. Je nied­ri­ger der ist, des­to bes­ser für Sie, denn so steigt auch dieWahr­schein­lich­keit, dass Sie ei­nen ge­rin­ge­ren Verzinsungssatz bei Ih­rer Bank er­hal­ten.

NVESTIEREN SIE WEI­SE

Vie­le Frau­en schre­cken da­vor zu­rück, Schul­den zu­ma­chen. Aber es gibt wel­che, die sich ren­tie­ren. „Pri­vat soll­te man kaumSchul­den auf­neh­men. Wenn, dann nur für Im­mo­bi­li­en oder die ei­ge­ne Selbst­stän­dig­keit. In­ves­ti­tio­nen loh­nen sich, wenn Sie ein Ve­hi­kel sind, um spä­ter­mehr Geld zu ha­ben“, weiß Heide Här­tel-Her­mann. „Ei­neWoh­nung bei­spiels­wei­se nimmt anWert zu und bringt Miet­ein­nah­men. Un­d­mit Ar­beits­mit­teln wie Com­pu­tern oder an­de­ren er­for­der­li­chen Ge­rä­ten si­chern und stei­gern Sie im bes­ten Fall Ihr Ein­kom­men.“

ERHANDELN SIE BEI TARIFEN

Mer­ken Sie sich: Zin­sen sind (bis zu ei­nem ge­wis­sen Punkt) ver­han­del­bar! Joa­chim Fröh­ler rät: „Wenn Sie ei­ne An­la­ge tä­ti­gen­möch­ten, neh­men Sie un­be­dingt Ver­gleichs­an­ge­bo­te an­de­rer Ban­ken zum Ge­spräch mit.“So kön­nen Sie­mit dem Be­ra­ter um bes­se­re Kon­di­tio­nen feil­schen. Es gibt na­tür­lich auch Din­ge, an de­nen sich nicht rüt­teln lässt. „Ge­büh­ren sind grund­le­gend und kön­nen nicht ver­han­delt wer­den“, er­klärt der Ex­per­te. Che­cken Sie au­ßer­dem Ver­gleichs­diens­te wie zu­mBei­spiel bi­al­lo.de . Und kon­fron­tie­ren Sie den Be­ra­ter mit Zah­len. So merkt er, dass er Ih­nen kei­nen Un­sinn auf­schwat­zen kann.

SIE SICH X-BE­LIE­BI­GE ZIE­LE

...aber set­zen Sie sich wel­che. Ei­nen Traum­ur­laub et­wa, oder den Kre­dit end­lich ab­zu­be­zah­len, oder den Wunsch, fünf Jah­re frü­her in Ren­te zu ge­hen. Wich­tig ist nicht der Zeit­rah­men, son­dern dass Sie wis­sen, was Sie er­rei­chen wol­len und dar­auf spa­ren. „ Sich Zie­le zu set­zen, hilft Ih­nen beim Durch­hal­ten“, so Heide Här­tel- Her­mann.

CANCELN SIE DA YO­GA-STU­DIO

Mo­de-Iko­ne Co­co Cha­nel wuss­te: „Die bes­ten Din­ge im Le­ben sind um­sonst.“Das gilt zum Bei­spiel auch für Yo­gaSt­un­den, im Netzt gibt es näm­lich vie­le Gra­ti­s­an­ge­bo­te. Oder Sei­ten (yo­ga­mour. de und yo­ga­me­ho­me.org), de­ren Kur­se zu­min­dest güns­ti­ger sind als ei­ne Zeh­ner­kar­te im Stu­dio. Ach ja, das Zi­tat der De­si­gne­rin geht üb­ri­gens noch wei­ter: „Die zweit­bes­ten sind sehr teu­er...“

Zü­GELN SIE SICH

Sie sind kurz da­vor, et­was mit Ih­rer Kre­dit­kar­te zu kau­fen? Stel­len Sie sich die vier W- Fra­gen, ob Sie es wirk­lich brau­chen: Wann? Wo­für? Wie oft? Wie lang? Kön­nen Sie min­des­tens zwei Fra­gen nicht be­ant­wor­ten? Dann: Fin­ger weg! Über­le­gen Sie zu­dem, ob Sie sich das Pro­dukt auch lei­hen könn­ten. // EXT: THE­RE­SA HA­GEN

Fet­te Beu­te Shop­per vol­ler Schei­ne ge­fäl­lig? Da­für ist kein Bank­raub nö­tig

MIt die­sen Tipps klin­gelt’s in der Kas­se und spä­ter even­tu­ell am Arm Ka- ching!

Über(er)fül­lung Mehr Geld in der Ta­sche macht hap­py

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