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Cosmopolitan (Germany) - - Inhalt -

Max Kö­nig be­ant­wor­tet SexFra­gen von Cos­mo-Le­se­rin­nen

Klar, Sie ken­nen sich mit Män­nern aus. Und mit Sex. Aber man­ches ist selbst er­fah­re­nen Frau­en ein Rät­sel. Gut, dass es Max Kö­nig gibt. Der Au­tor packt hier rich­tig aus und be­ant­wor­tet Ih­re Fra­gen – un­ver­blümt, amü­sant und ehr­lich

WAS GE­NAU FIN­DET IHR AN NATURSEKT SO ERO­TISCH?

MILY VALLE, 33 Was am An­pin­keln geil ist? Kei­ne Ah­nung. Aber es scheint ja Ty­pen zu ge­ben, die da drauf ste­hen, sonst gä­be es kei­ne Por­nos dar­über. Viel­leicht, weil Pin­keln et­was In­ti­mes ist, das man ei­gent­lich al­lei­ne macht. Es ist ein Ta­bu, das hier ge­bro­chen wird, ein Ex­trem. Und man­che ste­hen halt auf Ex­tre­me. Viel­leicht ist es auch so ei­ne Macht­sa­che. Wer je­man­den an­pin­kelt, er­nied­rigt ihn. Au­ßer­dem hat die­se Na­tur­sekt­num­mer im Ge­gen­satz zu an­de­ren Fe­ti­schen noch ent­fernt mit den Ge­schlechts­or­ga­nen zu tun. Aber was dar­an ero­tisch ist, kön­nen wahr­schein­lich am bes­ten die­je­ni­gen er­klä­ren, die wirk­lich dar­auf ste­hen. Für die meis­ten Män­ner ge­hört Urin ein­fach ins Klo. Oder an den Baum. Au­ßer­dem ha­ben ziem­lich vie­le Män­ner mit Pin­keln echt Pro­ble­me – al­so jetzt nicht mit Bla­sen­schwä­che, son­dern mit dem Pin­keln un­ter­Men­schen an sich. Die kön­nen schon nicht uri­nie­ren, wenn je­mand ne­ben ih­nen amPis­soir steht. Der muss nicht mal ei­nen län­ge­ren Pim­mel ha­ben, es reicht ein­fach, dass er da­ne­ben­steht und bei­de war­ten, dass es end­lich los­plät­schert. Und war­ten und war­ten und war­ten... Bis ei­ner so tut, als hät­te er wäh­rend der War­te­rei laut­los ge­pie­selt, um nach zehn Mi­nu­ten wie­der­zu­kom­men, wenn ei­ne ab­schließ­ba­re Ka­bi­ne frei ist. Wie soll man denn bit­te ei­nen an­de­ren Men­schen vor lau­fen­der Ka­me­ra an­pin­keln, wenn man es nicht mal oh­ne Ka­me­ra am Pis­soir hin­kriegt? Und das an­ge­pin­kelt wer­den, he­ben sich die meis­ten eh für die Zeit auf, wenn sie Va­ter ge­wor­den sind. Eu­er tat­säch­li­ches Lieb­lings­pro­gramm nach dem Sex: ku­scheln, schla­fen oder ab­hau­en? LUI­SA KRATSCH, 29 Das kommt dar­auf an, wie wir zu­ein­an­der ste­hen – oder lie­gen. Wenn wir ein Paar sind, kön­nen wir gern noch kurz ku­scheln, be­vor wir ein­schla­fen. Muss aber nicht sein. Ha­ben wir uns erst kurz vor dem Sex ken­nen­ge­lernt, oder han­delt es sich um ei­ne Af­fä­re, trei­ben uns Bin­dungs­ängs­te und schlech­tes Ge­wis­sen so ei­lig zum Auf­bruch, dass wir am liebs­ten gleich nach dem Or­gas­mus vom Bal­kon sprin­gen wür­den. Aber zum Glück kön­nen wir ja nicht mal un­se­re Flucht­ge­füh­le zei­gen. Da­für ha­ben wir ge­lernt, auf eu­re Ge­füh­le Rück­sicht zu neh­men. Al­so blei­ben wir ein biss­chen lie­gen, strei­cheln euch, ku­scheln, bis wir un­ter ir­gend­ei­nem Vor­wand das Haus ver­las­sen. Wenn wir da­ge­gen stun­den­lang ku­scheln oder re­den wol­len, mei­nen wir es sehr, sehr ernst mit euch. Dann soll­tet ihr even­tu­ell schnellst­mög­lich ab­hau­en. Oder ein­schla­fen.

BE­ZIEHT IHR DAS BETT NEU, BE­VOR IHR AUFREISSEN GEHT?

GI­U­LIA BA­CHER, 32 Nein, wir schrei­ben ja auch kei­ne Ein­kaufs­zet­tel, schlie­ßen kei­ne pri­va­te Al­ters­vor­sor­ge ab und or­ga­ni­sie­ren kei­ne Grup­pen­ge­schen­ke. Wir pla­nen nicht gern. Und Bet­ten­be­zie­hen ist ei­ne die­ser Sa­chen, die wir so lan­ge vor uns her­schie­ben wie Er­wach­sen­wer­den. Wenn wir uns vor­neh­men, „auf­rei­ßen zu ge­hen“, put­zen wir uns ein zwei­tes Mal die Zäh­ne und ra­sie­ren uns die Eier frisch. Wir räu­men nicht auf, kau­fen kei­ne Kon­do­me, kei­ne Gleit­creme und kei­nen Cham­pa­gner. Das ma­chen wir nur, wenn wir ver­liebt sind und ein ech­tes Date ha­ben. Frau­en wahl­los ins Bett zu krie­gen, klappt eh nie. Sie mer­ken so­fort, wenn sie nicht die Au­ser­wähl­te sind und ge­ben uns ei­nen Korb. Aber soll­te doch mal ei­ne mit­kom­men und sich am muf­fe­li­gen Bett stö­ren – dann ma­chen wir es eben im Ste­hen.

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