EI­NE NACHT IN SHANGHAI

In­si­der zei­gen uns, wo man hin muss, wenn es dun­kel wird. Die­ses Mal: Le­af Gree­ner, In­fl­flu­en­ce­rin, Au­to­rin und Crea­ti­ve Con­sul­tant

Cosmopolitan (Germany) - - Editorial - TEXT: MO­RITZ PONTANI

Le­af Gree­ner, In­flu­en­ce­rin, zeigt die Hots­pots ih­rer Stadt

17.00 Uhr

„Nĭ hăo!“Mit Eng­lisch kom­men Sie in Re­stau­rants, Bars und Clubs zwar gut klar, aber über ein sim­ples, chi­ne­si­sches „Hal­lo“freu­en sich die Ein­hei­mi­schen ir­re. Ta­xi­fah­rer üb­ri­gens auch, die spre­chen näm­lich sel­ten ei­ne an­de­re Spra­che. Vor­ab al­so am bes­ten die Zie­le in der Stadt in ei­ne­mHan­dy-Kar­ten­dienst ab­spei­chern, bei Goog­le Maps er­schei­nen die auf Eng­lisch und Chi­ne­sisch. Und le­sen kön­nen al­le Drosch­ken­len­ker. Das Gu­te am Kul­t­ho­tel

Pudong Shan­gri-La (1): Je­der Tax­ler kennt es. Es ist näm­lich das ers­te Lu­xus­ho­tel öst­lich des Huang­pu-Flus­ses im Wol­ken­krat­z­er­vier­tel Pudong (sie­he oben). Wei­te­re Grün­de für sei­ne Be­rühmt­heit: Es um­fasst gleich zwei Ge­bäu­de, den „Grand To­wer“(mit grö­ße­ren Zim­mern) und den „Ri­ver Wing“. Letz- te­rer liegt in der ers­ten Rei­he amWas­ser. Die gla­mou­rö­se Un­ter­kunft bie­tet ei­nen Out­door-Ten­nis­platz, Spa, Rolls-Roy­ce-Li­mo­ser­vice (auf An­fra­ge), zwei XL-In­door-Pools und Gyms. Plus, to­tal ab­ge­fah­ren: ein Raum­duft- und Kis­sen­me­nü. Al­ler­dings nur in den Sui­ten. DZ im „Grand To­wer“ab ca. 305 €, im „Ri­ver Wing“ab 285 € (da­zu kom­men zehn Pro­zent Ser­vice Char­ge und sechs Pro­zent Mehr­wert­steu­er). Prak­tisch: Kei­ne zehn Mi­nu­ten zu Fuß ent­fernt, be­fin­det sich der Ori­en­tal Pe­arl To­wer (auf dem Fo­to links pink leuch­tend), das ar­chi-

tek­to­ni­sche Wahr­zei­chen der Stadt. Ein Fern­seh­turm, des­sen Kon­strukt aus elf ver­schie­de­nen Ku­ge­l­ele­men­ten in un­ter­schied­li­cher Hö­he ein­zig­ar­tig ist. Noch nä­her ist das mit den Sto­res in­ter­na­tio­na­ler Top-De­si­gner aus­ge­stat­te­te Ein­kaufs­zen­trum Shanghai IFC

Mall. shan­gri-la.com, shang­haifc.com

18.00 Uhr

Mit dem Ta­xi geht es in un­ge­fähr 15 Mi­nu­ten rü­ber auf Shang­hais West­sei­te, Pu­xi ge­nannt, in den Mul­ti-Brand-

19.30 Uhr

Fürs Din­ner emp­feh­le ich zwei Op­tio­nen: ein­mal schar­fe Hun­anKü­che zu fai­ren Prei­sen und von tol­ler Qua­li­tät im Fun

Won (3) in der Nä­he des Bunds (so heißt die po­pu­lä­re Ufer­pro­me­na­de des al­ten Shang­hais). Imo­bers­ten, neun­ten Stock des Ge­bäu­des be­fin­det sich das Re­stau­rant mit drei klei­nen Ess­zim­mern, ei­ner teils über­dach­ten Ter­ras­se und Köst­lich­kei­ten wie dem Avo­ca­do-To­ma­tenTo­fu-Sa­lat mit schar­fer Ha­sel­nuss­sau­ce. Das Lo­kal hat noch kei­ne Web­site. Die Adres­se: 33 Si­chuan Road. Die Abend­es­sen-Al­ter­na­ti­ve liegt ganz in der Nä­he, di­rekt am Fluss und mit Sky­line-Blick: das

Mer­ca­to (4). Ein su­per Ita­lie­ner, der war­mes Holz, schwar­zes Le­der, Stahl- und Ei­sen­ele­men­te zu Farm Chic

kom­bi­niert. Die knusp­rig-fluf­fi­ge St­ein­ofen­piz­za mit schwar­zem Trüffffffel, drei ver­schie­de­nen Kä­se­sor­ten und weich ge­koch­tem Ei ist der Ren­ner bei der in­ter­na­tio­na­len Kli­en­tel. mer­ca­to-in­ter­na­tio­nal.com

21.30 Uhr

Egal von wel­chem Re­stau­rant Sie star­ten, Sie er­rei­chen zu Fuß in zehn Mi­nu­ten (am Bund ent­lang Rich­tung Nor­den) die Sir El­ly’s Ter­ra­ce

(5) des ex­zel­len­ten „The Pen­in­su­la“-Ho­tels. Die­ses ein­ma­li­ge Rooft­op in U-Form bie­tet nicht nur den spek­ta­ku­lärs­ten Aus­blick auf Shanghai, son­dern auch vor­züg­li­che Drinks wie den

23.00 Uhr

Di­rekt ne­ben­an liegt The Nest, ei­ne pu­ris­ti­sche Bar-Lounge. De­ren In­te­ri­eur-High­light ist ei­ne Art fluo­res­zie­ren­de XXL-Wir­bel­säu­le über der The­ke. Da man hier auf Wod­ka-Drinks spe­zia­li­siert ist, soll­ten Sie ei­ne der un­ge­fähr zwölf Mar­ti­ni-Kom­bi­na­tio­nen wäh­len. Von 22.30 bis 2 Uhr gibt’s auch ein Af­ter-Hour-Me­nü, u. a. Rind­fleisch­spie­ße, Aus­tern und die Nest Wings (7), ge­räu­cher­te Hüh­ner­flü­gel mit haus­ge­mach­tem, schar­fen Dip. face­book.com/The-NEST-Shanghai-576443919205133

0.30 Uhr

Der Club Le Ba­ron ist hier ge­nau­so en vo­gue wie das Ori­gi­nal in Pa­ris – nur noch se­xier. Er sieht näm­lich aus wie ein Strip­club oh­ne Strip­per: Die Lo­ca­ti­on ist kom­plett in dunk­les Rot ge­taucht, an al­len Sei­ten der gro­ßen (Par­kett-) Tanz­flä­che hän­gen Spie­gel. Das Klo ist unisex und darf an­geb­lich auch für Sex be­nutzt wer­den. Geil aufs Tan­zen ma- chen fun­ky Dis­co­sound, Neun­zi­ger Hip-Hop oder Gu­te-Lau­ne-Hou­se. Der Dress­code: High Heels, en­ge Klei­der und di­cke Geld­beu­tel. Der Face­code: too cool for school, die Tür ist streng. Der Ein­tritt da­für um­sonst. Je­den Abend bis auf sonn­tags und mon­tags ge­öffffffnet. face­book. com/le­ba­ron-shanghai

3.00 Uhr

Wer noch kann, springt in den Un­der­ground­club Ark­ham (8). Und fei­ert dort zwi­schen Tsing­tao-Bier trin­ken­den Hips­tern aus al­ler Welt in ei­nem Be­ton­ge­wöl­be. Ir­gend­wann geht’s dann wie­der hin­aus in die Stadt Shanghai, das Tor zur Welt.

Den im Os­ten Shang­hais ge­le­ge­nen Stadt­teil Pudong gibt es erst seit 1990. Er be­her­bergt ei­ne der bun­tes­ten Sky­lines der Welt MEHR LICH­TER

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