Viel Lie­be zum De­tail

Ei­ne spon­ta­ne Su­che führ­te An­ne und Richard Wells zu ih­rem Traum­haus. Heu­te sind sie glück­li­cher denn je zu­vor.

Country Homes (Germany) - - INHALT - Text: Vic­to­ria Stettner Fo­tos: Da­vid Gi­les / GAP In­te­ri­ors

Ei­ne spon­ta­ne Su­che führ­te An­ne und Richard zu ih­rem Traum­haus, wo sie heu­te sehr glück­lich woh­nen.

Manch­mal sind es die spon­ta­nen Din­ge, die das Le­ben plötz­lich von Grund auf ver­än­dern. So ging es je­den­falls dem eng­li­schen Ehe­paar An­ne und Richard Wells, das mit sei­nen drei Kin­dern nörd­lich von Lon­don leb­te. Ei­gent­lich hat­ten sie sich wohl ge­fühlt in ih­rem vik­to­ria­ni­schen Haus, das zwar klein, aber schön und ge­müt­lich ge­we­sen war. Es fehl­te le­dig­lich ei­ne Ga­ra­ge und ein gro­ßer Gar­ten. Doch es wa­ren die­se bei­den Din­ge, die sie En­de der 90er Jah­re da­zu be­weg­ten, sich nach ei­nem neu­en Haus um­zu­se­hen. Für Richard, der ein ei­ge­nes Im­mo­bi­li­en­bü­ro hat, war die Su­che kein gro­ßes Pro­blem und schon kur­ze Zeit spä­ter be­kam das Ehe­paar die Schlüs­sel für sein neu­es Zu­hau­se: ei­ne Dop­pel­haus­hälf­te aus den 1930er Jah­ren, die nicht weit von ih­rem vor­he­ri­gen Haus ent­fernt war. Doch die Fa­mi­lie muss­te sich mit dem Um­zug noch et­was ge­dul­den, denn An­ne woll­te zu­erst ei­ni­ge Din­ge än­dern las­sen. Sie en­ga­gier­te ei­nen Ar­chi­tek­ten und zu­sam­men plan­ten sie den

Ich lie­be es,

das Haus re­gel­mä­ßig um­zu­de­ko­rie­ren. Ich ori­en­tie­re mich an den Jah­res­zei­ten. Auch mei­ne Blu­men pas­sen Sai­son.“im­mer zur

Um­bau des alt­mo­di­schen In­te­ri­eurs. „Im Wohn­zim­mer war ein schreck­li­cher Ka­min aus Back­stei­nen und die De­cken­bal­ken wirk­ten sehr er­drü­ckend“, er­in­nert sich An­ne. „Die Kü­che war sehr klein und das Ba­de­zim­mer hat­te die Far­be von Avo­ca­dos.“An­ne und Richard lie­ßen al­le De­cken im Haus er­neu­ern. Au­ßer­dem wur­de die Raum­auf­tei­lung kom­plett ver­än­dert: Aus der klei­nen Kü­che wur­de ein All­zweck­raum, ein vier­tes Schlaf­zim­mer kam hin­zu und die Rück­sei­te des

Hau­ses wur­de zu ei­ner grö­ße­ren Kü­che, Ein­gangs­be­reich und Gar­de­ro­be um­funk­tio­niert. Au­ßer­dem ließ An­ne ei­nen Win­ter­gar­ten an­bau­en, der gleich­zei­tig als Ess­zim­mer die­nen soll­te. Doch die Bau­ar­bei­ten dau­er­ten län­ger als ge­plant und die Fa­mi­lie, die in­zwi­schen bei Richards El­tern wohn­te, muss­te wei­te­re 18 Mo­na­te über­brü­cken. Um­so mehr freu­te sich An­ne als sie ein­zie­hen und das Haus de­tail­ver­liebt ein­rich­ten konn­te. „Mein Ge­schmack hat sich in der Ver­gan­gen­heit im­mer wie­der ge­än­dert“, er­zählt sie. Doch in­zwi­schen liebt sie den skan­di­na­vi­schen Ein­rich­tungs­stil, den sie mit ver­spiel­ten De­tails und Far­ben wie Blau und Rot un­ter­füt­ter­te. Blu­men dür­fen auch nie feh­len, schließ­lich ist die Haus­her­rin er­folg­rei­che Flo­ris­tin. Rück­bli­ckend war es für An­ne und Richard die bes­te Ent­schei­dung ge­we­sen, den Um­zug zu wa­gen und ihr al­tes Zu­hau­se ge­gen ein neu­es ein­zu­tau­schen. Sie freu­en sich je­den Tag an ih­rem lie­be­voll de­ko­rier­ten Haus. Be­son­ders lie­ben sie den Win­ter­gar­ten mit dem lan­gen Ess­tisch. Hier sit­zen An­ne und Richard mit ih­ren Kin­dern, die in­zwi­schen er­wach­sen sind, oft stun­den­lang, es­sen, trin­ken und plau­dern aus­ge­las­sen.

LAND­LE­BEN Die Kü­che der Fa­mi­lie er­in­nert an tra­di­tio­nel­le Land­häu­ser. Bei­ge- und Grau­tö­ne, der al­te Herd, Blech­do­sen und Kör­be zau­bern ei­nen Coun­try-Look.

LINKS OBEN An­ne hat ei­ne gro­ße Vor­lie­be für Zin­kei­mer. Sie de­ko­riert da­rin Kü­che­nu­ten­si­li­en oder Blu­men­ar­ran­ge­ments. LINKS UN­TEN Der Ern­te­korb aus Holz ist im­mer voll mit fri­schem Ge­mü­se – schön und prak­tisch.

LIEB­LINGS­PLATZ Am Ess­tisch im licht­durch­flu­te­ten Win­ter­gar­ten ver­bringt die Fa­mi­lie im­mer viel Zeit mit­ein­an­der.

ERBSTÜCKE Wo frü­her der Ka­min war, ste­hen nun zwei chi­ne­si­sche Ing­wer­töp­fe.

LINKS OBEN An­ne be­wahrt ih­ren Schmuck im Schlaf­zim­mer auf. Auf der Eta­ge­re wirkt er wie ein ele­gan­tes De­ko­ele­ment. LINKS UN­TEN Die Tapete „Jo­set­te“von Lau­ra Ash­ley sorgt für wohn­li­ches Flair im Ba­de­zim­mer.

OBEN Ge­müt­li­che Sitz­ecken im Haus und Gar­ten la­den zum Nach­mit­tags­tee ein.

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