Zu Hau­se bei ...

Country Homes (Germany) - - WOHNEN -

BE­WOH­NER Hier wohnt Jen­ny Sla­de mit ih­rem Mann Ste­phen. Ih­re vier Kin­der Tim, Theo, Han­nah und Emi­lie sind be­reits aus­ge­zo­gen, kom­men je­doch oft zu Be­such. HAUS Ein vik­to­ria­ni­sches Haus, das einst ei­nem Arzt ge­hör­te, der dort auch sei­ne Pa­ti­en­ten emp­fing. LA­GE Bei Sc­ar­bo­rough in der eng­li­schen Graf­schaft North York­shire. Vom Haus aus hat man ei­nen Blick auf die Nord­see­küs­te.

Es sind die klei­nen

Din­ge, die dei­ne Per­sön­lich­keit am ehes­ten wi­der­spie­geln – et­wa selbst ge­mach­te De­ko­ra­ti­on Blumen.“oder

Als Jen­ny Sla­de ei­nes Mor­gens mit dem Hund spa­zie­ren ging, führ­te sie ihr Weg vor­bei an ei­nem al­ten, stei­ner­nen Haus. Es war ein vik­to­ria­ni­sches Ge­bäu­de mit wei­ßen Fens­tern und ei­nem klei­nen Turm, das ei­ne ma­gi­sche An­zie­hung­kraft auf die En­g­län­de­rin aus­üb­te. Gro­ße Let­tern auf ei­nem Schild ver­rie­ten ihr, dass es zum Ver­kauf stand. Oh­ne lan­ge zu über­le­gen, wähl­te sie die Num­mer des Im­mo­bi­li­en­mark­lers und mach­te für den sel­ben Tag ei­nen Be­sich­ti­gungs­ter­min aus. „Die Vor­be­sit­zer wa­ren et­was aber­gläu­bisch. Sie woll­ten das Haus an die ers­te Per­son ver­kau­fen, die es be­sich­tig­te. Das war ich“, er­zählt Jen­ny be­geis­tert. Sie und ihr Mann zo­gen zu­sam­men mit den vier Kin­dern, die da­mals noch im Te­enager­al­ter wa­ren, in ihr neu­es Heim. „Es ist so schön, dass wir hier zu­sam­men als Fa­mi­lie leb­ten, be­vor die Kin­der er­wach­sen wur­den und aus­zo­gen. So fühlt es sich auch für sie wie Zu­hau­se an“, sagt die vier­fa­che Mut­ter. Doch in der An­fangs­zeit muss­ten noch ei­ni­ge Klei­nig­kei­ten am Haus ge­macht wer­den. Der hel­le Tep­pich­bo­den wur­de ge­rei­nigt und sah da­nach wie­der aus wie neu. Au­ßer­dem ent­fern­te Jen­ny al­le Vor­hän­ge und Gar­di­nen­stan­gen im Erd­ge­schoss, da­mit die al­ten, nost­al­gi­schen Fens­ter­lä­den bes­ser zu se­hen wa­ren. „Für je­den Raum hat­ten wir ei­nen ge­nau­en Plan“, er­zählt sie. „Wir such­ten zu­erst die Ta­pe­ten und

das Farb­sche­ma aus, bei­spiels­wei­se Grau und Weiß für das Ess­zim­mer, Grün im Gäs­te­zim­mer. Dann über­leg­ten wir, wel­che Mö­bel, Stof­fe und schließ­lich wel­che Ac­ces­soires da­zu pas­sen.“Jen­ny liebt den skan­di­na­vi­schen Stil, was sich auch in der Ein­rich­tung wi­der­spie­gelt. Weiß ge­stri­che­nes Holz ge­spickt mit De­tails in leuch­ten­dem Rot und sanf­ten Blau und Grün be­stim­men das In­te­ri­eur. „Wir rei­sen oft nach Schwe­den und Dä­ne­mark. Dort las­se ich mich in­spi­rie­ren“, er­zählt sie. Und neigt sich ei­ne Jah­res­zeit dem En­de zu, wer­den auch die Ac­ces­soires sorg­fäl­tig in ei­ne Kis­te ge­packt und durch an­de­re er­setzt – im­mer pas­send zur Sai­son. Be­son­ders lie­ben Jen­ny und Ste­phen den Som­mer, den dann kön­nen sie stun­den­lang auf ih­rer Ter­ras­se sit­zen und den herr­li­chen Aus­blick auf Sc­ar­bo­rough ge­nie­ßen. Fa­mi­lie Sla­de nennt die Ter­ras­se im­mer scher­zes­hal­ber Ach­ter­deck, da man von dort aus auf das Meer se­hen kann. So be­ob­ach­ten sie oft von ih­rem Lo­gen­platz aus den See­gang und ent­schei­den dann je nach­dem, ob sie selbst mit dem Se­gel­boot aufs Meer hin­aus­fah­ren. Die tol­le La­ge weiß Jen­ny auch nach all den Jah­ren, in de­nen sie dort wohnt, noch zu schät­zen: „Wenn ich von der Ar­beit heim­lau­fe, kann ich un­ser Haus hoch oben be­reits vom Stadt­zen­trum aus se­hen. Dann den­ke ich mir im­mer: Das ist mein Zu­hau­se.“

RO­MAN­TISCH Die Ta­pe­te „Jo­set­te“kauf­te Jen­ny bei Lau­ra Ash­ley. Sie sorgt für ei­ne ele­gan­te At­mo­sphä­re im Ess­zim­mer.

LINKS Die grü­ne Ta­pe­te von B & Q sorgt für herr­li­che Fri­sche im Raum. RECHTS OBEN Das Gäs­te­zim­mer bie­tet ge­nug Platz für spon­ta­nen Be­such von Freun­den und Fa­mi­lie. RECHTSUN­TEN Die Kom­mo­de kauf­te die Fa­mi­lie in ei­nem Ur­laub und schick­te sie heim.

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