VON LUFTSCHNAPPERN UND STRANDLÄUFERN

Die Rei­se mit der Kat­ha­ri­na von Bo­ra zwi­schen Pots­dam und Stral­sund bie­tet ein som­mer­li­ches Pot­pour­ri aus Ost­see­inseln und Flus­sidyl­le.

Crucero - Das Kreuzfahrtmagazin - - Inhalt - VON PEG­GY GÜN­TER

Ein som­mer­li­ches Pot­pour­ri aus Ost­see­inseln und Flus­sidyl­le

Hid­den­see ist lang und schmal, wie ei­ne Ei­dech­se liegt es in der Son­ne“, no­tier­te Eliz­a­beth von Ar­nim bei ih­rem Be­such der gro­ßen Ost­see­insel. „Es ist voll­kom­men flach wie ei­ne Sand­bank, nur am Nor­den­de steigt es an zu Hü­geln mit ei­nem Leucht­turm.“Die Pas­sa­gie­re der Kat­ha­ri­na von Bo­ra kön­nen die­sen Ein­druck be­stä­ti­gen. Lang­sam glei­tet das Schiff mit dem leuch­ten­dro­ten Rumpf durch die fla­che Bod­den­land­schaft und macht be­reits um acht Uhr mor­gens in Vit­te fest. Ein kur­zer Re­gen­schau­er hat die Som­mer­land­schaft er­frischt, die Pfer­de­kut­schen zur In­sel­rund­fahrt ste­hen be­reit. Die Schwal­ben flie­gen tief. „Wir ha­ben nur 22 Au­tos auf der In­sel“, be­rich­tet der Kut­schen­füh­rer, der sich Jim­my nennt. „Und vor drei Jah­ren war ich noch der ein­zi­ge Aus­län­der hier“, lacht der sym­pa­thi­sche Po­le. „Jetzt geht es auf die A20“, kün­digt er an und die Pfer­de trap­peln hell über ei­ne asphal­tier­te Stra­ße. Kur­zer Stopp am Strand zum Bern­stein­su­chen. Das Meer ist grau und auf­ge­wühlt, aber wir ha­ben kein Glück. Zum Trost wird ein Sand­dorn­schnaps kre­denzt – das klas­si­sche Mit­bring­sel von der In­sel.

AS­TA NIEL­SEN UND RINGENATZ

„Das Ka­ru­sel ist in­zwi­schen un­ser Stan­des­amt“, er­klärt Jim­my auf dem Weg nach Klos­ter. Ein­sam steht das blau­wei­ße Haus von As­ta Niel­sen auf ei­ner grü­nen Wie­se. Vor dem geis­ti­gen Au­ge er­wa­chen die 1930er-jah­re: ei­ne il­lus­tre Run­de aus Ma­lern, Schrift­stel­lern und Schau­spie­lern fin­det sich hier zu­sam­men und trinkt abends am Ka­min Wald­bee­ren­bow­le. Rin­gel­natz sagt in Ma­tro­sen­uni­form ei­ge­ne Ge­dich­te auf, Ger­hart Haupt­mann hält un­ter­des­sen im Haus „See­dorn“Hof­staat. Na­tür­lich pil­gern auch die Pas­sa­gie­re der Kat­ha­ri­na von Bo­ra zu sei­nem Gr­ab mit dem mas­si­ven Ge­denk­stein in dem nied­li­chen Ört­chen. Als die In­sel er­wacht, keh­ren sie aber schon wie­der auf ihr Schiff zu­rück – zu­frie­den mit dem Auf­takt ei­ner Rei­se zwi­schen Fluss­land­schaft und Ost­see­inseln.

Ka­pi­tän Joa­chim Schramm ist in sei­nem Ele­ment. „Wer hier ins Was­ser springt, bricht sich ein Bein, so tief ist es“, er­klärt er zur Über­fahrt zwi­schen dem Aus­gangs­ha­fen Stral­sund und Hid­den­see. Ihm ge­fällt die Mi­schung aus Küs­ten- und Fluss­fahrt, die in die­ser Wo­che vor ihm liegt. „Ei­gent­lich woll­te ich Hoch­see­ka­pi­tän wer­den“, er­zählt er, „doch das war in der DDR nicht mög­lich – zu viel Wes­tVer­wandt­schaft“. Kar­rie­re mach­te er trotz­dem: 1984 wur­de er ei­ner der jüngs­ten Ka­pi­tä­ne der DDR und fuhr von da an je­de er­denk­li­che Art von Bin­nen­schiff. Am En­de fehl­ten nur noch die Kreuz­fah­rer. Ih­nen wid­met er sich jetzt seit 15 Jah­ren. Das Bes­te da­ran: Er ist schnell zu­hau­se in Tan­ger­mün­de und kann im Win­ter so­gar die In­stand­hal­tungs­ar­bei­ten von sei­nem Bal­kon aus über­wa­chen: Die Kat­ha­ri­na von Bo­ra liegt di­rekt vor sei­ner Haus­tür.

PFLICHTTERMIN KREIDEFELSEN

Nach dem Mit­tag­es­sen an Bord geht es für ei­nen Groß­teil der Pas­sa­gie­re von Stral­sund

aus über die Rü­gen­brü­cke gleich wei­ter zu den Kreidefelsen. Wäh­rend der Aus­flugs­bus durch saf­tig­gel­be Raps­fel­der fährt, steu­ert das Schiff Lau­ter­bach an, wo Eliz­a­beth von Ar­nim schon früh­mor­gens von ei­nem Zug ge­weckt wur­de, der im Bahn­hof ran­gier­te und pfiff. Auch heu­te, rund 120 Jah­re spä­ter, macht sich der Ra­sen­de Ro­land laut­stark be­merk­bar – zum Glück in an­ge­neh­mer Ent­fer­nung vom Schiff. Ein Abend­spa­zier­gang führt in der Däm­me­rung zum Ba­de­haus von Goor – mit ei­nem be­ein­dru­cken­den En­tree, be­ste­hend aus 18 do­ri­schen Säu­len. Heu­te ein Vier-ster­neHo­tel, be­fand Eliz­a­beth von Ar­nim die Zim­mer des „grie­chi­schen Tem­pels“bei ih­rem Be­such En­de des 19. Jahr­hun­derts als „ent­schie­den küm­mer­lich“und woll­te dort nicht über­nach­ten.

„Die Gäs­te aus Put­bus kom­men je­den Mor­gen in ei­nem of­fe­nen Kut­sch­wa­gen mit Längs­bän­ken, sie ba­den und wan­deln dann lang­sam den Hü­gel hin­auf zum Mit­tag­es­sen. Nach die­ser An­stren­gung glau­ben sie, ge­nug für ih­re Ge­sund­heit ge­tan zu ha­ben und ver­brin­gen den Rest des Ta­ges schla­fend, oder sie sit­zen drau­ßen und trin­ken Bier oder Kaf­fee“, be­merk­te Eliz­a­beth von Ar­nim. Die Pas­sa­gie­re der Kat­ha­ri­na von Bo­ra ha­ben mehr vor. Die Bä­der­stra­ße zwi­schen Put­bus und der Ost­see ist auch heu­te noch von zahl­rei­chen schat­ten­spen­den­den Bäu­men ge­säumt, die die Ba­de­ge­sell­schaft in ih­ren of­fe­nen Wa­gen da­mals vor der di­rek­ten Son­ne schüt­zen soll­ten. Es fällt nicht schwer, sich das Kopf­schüt­teln der al­ten Fischer vor­zu­stel­len, die die „Luft­schnap­per“und „Strand­läu­fer“un­zu­rei­chend be­klei­det in den Flu­ten lau­fen sa­hen. Die wür­den nächs­tes Jahr si­cher nicht wie­der­kom­men, so tod­krank, wie sie wer­den müss­ten. Und doch ka­men im­mer mehr Gäs­te, wo­von die his­to­ri­schen Vil­len in Binz und Sel­lin zeu­gen. Auch das 1810 nach dem Vor­bild des bri­ti­schen Bath er­bau­te Put­bus prä­sen­tiert sich von sei­ner bes­ten Sei­te. Die von Eliz­a­beth von Ar­nim be­schrie­be­nen „ver­schie­den ho­hen alt­mo­di­schen Häu­ser sind auch heu­te noch al­le weiß und al­le rei­zend“so­wie von ver­schie­dens­ten Ro­sen­stö­cken um­ge­ben.

Die See­bä­der von Binz und Sel­lin las­sen sich wun­der­bar auf ei­nem Spa­zier­gang mit­ein­an­der ver­bin­den. In Binz er­in­nern noch 400 his­to­ri­sche Vil­len an die Hoch­zeit des er­blü­hen­den Bä­der­tou­ris­mus. Es ist kaum vor­stell­bar, dass die 370 Me­ter lan­ge See­brü­cke aus dem Jahr 1994 zu Be­ginn des letz­ten Jahr­hun­derts fast dop­pelt so lang war. Wo da­mals das Le­ben pul­sier­te, herrscht heu­te be­schau­li­che Ru­he zwi­schen Schilf­dä­chern und dem Ei­se­bahn­baum­auf­und­nie­der­dre­her. Auf dem Weg ein kur­zer Stopp zum Stau­nen in Pro­ra. Das „Kraft durch Freu­de“-pro­jekt soll­te einst ein Ur­laubs­do­mi­zil für 20.000 Men­schen wer­den, die in acht Blö­cken à 450 Me­tern woh­nen. Fünf Blö­cke ste­hen noch heu­te und bie­ten ei­nen un­heil­vol­len An­blick, der un­ter Denk­mal­schutz ge­stellt wur­de. Zur DDR-ZEIT durf­ten hier Of­fi­zie­re der Ar­mee ur­lau­ben, in­zwi­schen hat die Bun­des­wehr die Blö­cke ein­zeln ver­kauft. Nach und nach kommt Le­ben in die schwar­zen Fens­ter: die längs­te Ju­gend­her­ber­ge der Welt hat be­reits 2011 er­öff­net, ein Ho­tel ent­steht und Ei­gen­tums­woh­nun­gen mit ei­nem Qua­drat­me­ter­preis von 6.500 Eu­ro fin­den auch Ab­neh­mer. Die Pas­sa­gie­re der Kat­ha­ri­na von Bo­ra wol­len wei­ter. Be­reits am Mit­tag fährt das Schiff in Rich­tung Greifs­wald-wieck. Das 800 Jah­re al­te Fi­scher­dorf könn­te kei­ne idyl­li­sche­re Ku­lis­se für die Kat­ha­ri­na von Bo­ra ab­ge­ben – ein­ge­deicht hin­ter mo­der­nen Flut­schutz­to­ren. Wer dem Fluss Ryck folgt, an des­sen Mün­dung das Schiff liegt, kommt in die Stu­den­ten­stadt, ge­prägt von nord­deut­scher Back­stein­go­tik und zahl­rei­chen Hin­wei­sen auf den wohl be­kann­tes­ten Sohn der Stadt: Cas­par Da­vid Fried­rich.

35 PFEN­NIG FÜR EIN EINZELBAD

Auf Use­dom war­tet dann die Stei­ge­rung der Bä­der­ar­chi­tek­tur – vom rus­sisch-or­tho­do­xen Stil über An­lei­hen aus der nor­di­schen My­tho­lo­gie bis hin zu al­pen­län­di­schen Aus­wüch­sen und na­mi­bi­schem Ko­lo­ni­al­bau reicht auch heu­te noch das Port­fo­lio der Vil­len hin­term Kie­fern­wald. Hier in­ha­lier­te schon 1820 Wil­helm Fried­rich Lud­wig von Preu­ßen die sal­zi­ge Luft, noch be­vor er Deut­scher Kai­ser wur­de. Ab 1826 wur­de He­rings­dorf re­gel­mä­ßig von Fahr­gast­schif­fen an­ge­lau­fen, 1894 die Bahn­li­nie von Ber­lin bis hier­hin ver­län­gert. Mit ei­ner „vier­räd­ri­gen Ba­de­kut­sche“konn­te man sich ins Meer be­för­dern las­sen, das Ba­den war nur in Ba­de­an­stal­ten er­laubt, die selbst­ver­ständ­lich ge­büh­ren­pflich­tig wa­ren. Für das Einzelbad wur­den um die Jahr­hun­dert­wen­de 35 Pfen­nig er­ho­ben, für Kin­der 20 Pfen­nig. Di­enst­leis­tun­gen der „Ba­de-die­ner­schaft“kos­te­ten ex­tra: Ein­mal Ge­leit ins Was­ser mach­te

25 Pfen­nig. Kein Wun­der, dass die Künst­ler­see­len ei­nem Auf­ent­halt auf Hid­den­see den Vor­zug ga­ben. Die meis­ten Fluss­kreuz­fahrt­pas­sa­gie­re wür­den heu­te hin­ge­gen Use­dom be­vor­zu­gen. „Ich las­se mich nicht gern zwei Wo­chen am Strand fest­na­geln“, sagt ein äl­te­rer Herr aus Mainz und sei­ne Frau er­gänzt: „In Use­dom gibt es mehr kul­tu­rel­les An­ge­bot. Auf Hid­den­see geht man ein­mal zum Ger­hart-haupt­mann-haus und ein­mal zum Leucht­turm und das war es.“

Auf der Rei­se mit der Kat­ha­ri­na von Bo­ra er­war­tet das Paar hin­ge­gen täg­lich et­was Neu­es. Nächs­ter Halt Stettin. Stadt­füh­rer Bog­dan war­tet schon auf uns. „Wen­den Sie ih­re net­ten Au­gen bit­te nach rechts – hier wur­den 1880 die ers­ten Stra­ßen­bah­nen von Pfer­den ge­zo­gen. Und vie­le Häu­ser wün­schen sich be­reits seit 1945 die Be­rüh­rung durch ei­ne Mau­rer­kel­le.“Wie lebt es sich heu­te in der pol­ni­schen Me­tro­po­le? „Man muss elas­tisch sein“, lacht der haupt­be­ruf­li­che Er­zie­her und er­gänzt: „Ich bin stark wie ei­ne pri­mi­ti­ve Bak­te­rie, so über­le­be ich.“In der Ja­kob­s­ka­the­dra­le ba­lan­cie­ren zwei Hand­wer­ker wag­hal­sig auf ei­nem Sta­pel Kir­chen­bän­ke, um ei­ne Je­sus­fi­gur wie­der auf ih­ren So­ckel zu stel­len. Die Pas­sa­gie­re ler­nen, dass hier zum ers­ten Mal Men­delsohn-bar­thol­dys Hoch­zeits­marsch ge­spielt wur­de. Und dass die Po­len laut ei­ner Er­he­bung jähr­lich an­geb­lich sechs Mil­li­ar­den Zlo­ty an die Kir­che spen­den. So kann auch mal ei­ne neue Or­gel ein­ge­baut wer­den. In ei­nem der al­ten Or­gel­pfei­ler wur­de da­bei an­geb­lich so­gar das Herz des Kom­po­nis­ten Jo­hann Carl Gott­fried Loewe in ei­ner Me­tall­kap­sel ge­fun­den. Wer’s glaubt ...

EI­NE FAHRT AUF DER GRENZLINIE

Am Nach­mit­tag fährt die Kat­ha­ri­na von Bo­ra genau auf der Gren­ze zwi­schen Po­len und Deutsch­land ent­lang. Der Na­tio­nal­park Un­te­res Oder­tal lädt zum Träu­men ein: Jung­stör­che stak­sen durch das ho­he Gras, ein See­ad­ler fischt sei­ne Beu­te im ga­lan­ten Flug vor dem Schiffs­bug aus dem Was­ser und Kra­ni­che trom­pe­ten in den Abend. Ei­nen lus­ti­gen Kon­trast hier­zu bie­tet der Pi­ra­ten­abend mit an­schlie­ßen­der Cr­ew­show. Im Re­stau­rant herrscht zu Be­ginn des Abend­es­sens ein Cha­os, als sei tat­säch­lich ei­ne Hor­de Pi­ra­ten durch­ge­zo­gen: Um­ge­wor­fe­ne Stüh­le, Be­steck und Glä­ser wild ver­teilt brin­gen die Gäs­te zum Schmun­zeln. Die Cr­ew hat sich lie­be­voll schwar­ze Bär­te ge­malt und Au­gen­klap­pen an­ge­zo­gen – harrrrr. So­gar ei­ni­ge Gäs­te ha­ben sich wa­ge­mu­tig ver­klei­det, wie im Ta­ges­pro­gramm emp­foh­len. Dann geht aber doch al­les sei­nen ge­wohn­ten Gang und ein wei­te­res le­cke­res Me­nü wird ser­viert.

Zwi­schen Mes­sing und dunk­len Höl­zern aus ei­ner Zeit, als das Schiff für die in­zwi­schen in­sol­ven­te Deil­mann-ree­de­rei fuhr, wird ei­ne fri­sche Kü­che ser­viert. Jür­gen Bles­sing, Cor­po­ra­te Ho­tel­ma­na­ger von Ri­ver Ad­vice ist gera­de zum Kon­troll­be­such an Bord. „Nächs­tes Jahr wol­len wir noch leich­te­re Me­nüs am Abend ser­vie­ren“, er­klärt er. Die neue Fluss­kreuz­fahr­ten­ge­ne­ra­ti­on mag es gar nicht mehr all­zu def­tig. Mit­tags wur­de im Som­mer 2017 erst­mals ein Light Lunch im Sa­lon ge­tes­tet, das sehr gut an­kam. Klei­ne Sa­la­te und Sand­wi­ches, ei­ne Sup­pe, ein Pas­ta­ge­richt, ein Des­sert – vie­len Gäs­ten ge­nügt das. Le­dig­lich die Ge­trän­ke­prei­se las­sen den ei­nen oder an­de­ren Gast et­was schwe­rer schlu­cken: Ein Glas Wein schlägt mit fünf Eu­ro zu Bu­che, die Fla­sche Was­ser auf der Ka­bi­ne kos­tet 3,50 Eu­ro. Da ist es nicht ver­wun­der­lich, dass sich rund 40 Pro­zent der Pas­sa­gie­re für ein Ge­trän­ke­pa­ket zum Preis von 23 Eu­ro pro Tag ent­schei­den. Die Prei­se für die Land­aus­flü­ge sind hin­ge­gen mo­de­rat. Das Aus­flugs­pa­ket mit fünf Tou­ren kos­tet bei Bu­chung vor Rei­se­an­tritt 179 Eu­ro, was na­he­zu den Ein­zel­prei­sen zwi­schen 17 und 49 Eu­ro ent­spricht.

Kat­ha­ri­na von Bo­ra im Ha­fen von Stral­sund

See­bad von Sel­lin

Schloss Gli­e­ni­cke

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