KREUZ­FAHRT MIT KIN­DERN

Fa­mi­li­en­ur­laub auf dem Was­ser er­freut sich wach­sen­der Be­liebt­heit. Vie­le der neu­en Kreuz­fahrt­schif­fe ha­ben ein brei­tes An­ge­bot für Kin­der und Ju­gend­li­che. Cru­ce­ro gibt Ih­nen ei­ni­ge Tipps für die Kreuz­fahrt mit Kin­dern und ver­gleicht die An­ge­bo­te von sie­be

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Tipps für die Kreuz­fahrt mit Kin­dern und Ver­gleich der gro­ßen Kreuz­fahrt­an­bie­ter

Kreuzfahrten sind ein idea­ler Fa­mi­li­en­ur­laub. Tags­über kön­nen Sie ent­we­der ge­mein­sam ei­nen Aus­flug un­ter­neh­men oder ge­trennt nach den Vor­lie­ben von Jung und Alt – falls die Kin­der schon et­was äl­ter sind – den Tag ge­nie­ßen. Abends ist dann Fa­mi­li­en­zeit an­ge­sagt. Vie­le Schif­fe bie­ten zu­dem viel­fäl­ti­ge Bord­ein­rich­tun­gen spe­zi­ell für Kin­der und Ju­gend­li­che. Hier fin­den Sie Tipps der Cru­ce­ro- Re­dak­ti­on für die per­fek­te Fa­mi­li­en­kreuz­fahrt. 1 MIT BA­BYS AN BORD

Vor der Ge­burt soll­ten Schwan­ge­re ih­re Kreuz­fahrt spä­tes­tens bis zur 24. Wo­che der Schwan­ger­schaft ab­ge­schlos­sen ha­ben - dann dür­fen sie näm­lich nicht mehr an Bord ei­nes Kreuz­fahrt­schif­fes. Ba­bys wer­den bei ei­ni­gen Ree­de­rei­en be­reits ab dem Al­ter von sechs Mo­na­ten mit an Bord ge­nom­men, falls die Rei­se nicht mehr als zwei auf­ein­an­der­fol­gen­de See­ta­ge be­inhal­tet. Sie soll­ten aber lie­ber war­ten, bis Ihr Nach­wuchs zu­min­dest den ers­ten Ge­burts­tag ge­fei­ert hat. Da­nach steht der Fa­mi­li­en­kreuz­fahrt nichts mehr im We­ge. Grund für die Ein­schrän­kung ist die ärzt­li­che Ver­sor­gung an Bord, die nur in sehr ein­ge­schränk­tem Ma­ße für die Be­hand­lung von Ba­bys mög­lich ist. Im Krank­heits- oder Not­fall muss Hil­fe per Hub­schrau­ber an­ge­for­dert wer­den kön­nen.

2 AN­REI­SE

Klar, je kür­zer die An­rei­se, des­to we­ni­ger stres­sig ist ge­ra­de für Fa­mi­li­en der Ur­laubs­be­ginn. Wenn sie mit dem Au­to an­rei­sen, kön­nen Sie in vie­len Hä­fen vor­her ei­nen Park­platz re­ser­vie­ren. Bei Flug­an­rei­sen kön­nen die Pa­ket­an­ge­bo­te der Ree­de­rei­en sinn­voll sein. Auch wenn Sie et­was teu­rer als se­pa­rat ge­buch­te Flü­ge sind - die Ree­de­rei küm­mert sich bei Ver­spä­tun­gen oder Flug­aus­fäl­len dar­um, dass Sie mit Ih­rer Fa­mi­lie zum Schiff kom­men.

3 REI­SE­ZIEL

Die­ses hängt di­rekt mit der Dau­er der An­rei­se zu­sam­men. Für klei­ne­re Kin­der ist die An­rei­se in die Ka­ri­bik noch an­stren­gen­der als für Er­wach­se­ne. Mit­tel­meer­rou­ten bie­ten bei mo­de­ra­ter Rei­se­dau­er Abwechslung für die gan­ze Fa­mi­lie und im Som­mer Ba­de­spaß für al­le. Rei­sen in die Ost­see oder nach Nor­we­gen über­zeu­gen durch ih­re Start­mög­lich­kei­ten ab deut­schen Hä­fen. Rei­sen­de aus Süd­deutsch­land soll­ten prü­fen, ob die An­rei­se zum Kreuz­fahrt­start ab Ams­ter­dam oder Kopenhagen, güns­ti­ger und kür­zer sein kann, als die An­rei­se nach Bre­mer­ha­ven, Kiel oder War­ne­mün­de. Ex­pe­di­ti­ons­kreuz­fahr­ten sind als Fa­mi­li­en­ur­laub nicht un­be­dingt emp­feh­lens­wert. Es gibt we­der Be­treu­ung noch spe­zi­el­le Un­ter­hal­tungs­pro­gram­me für Kin­der. Mög­lich ist es na­tür­lich trotz­dem, wenn sich die El­tern um ihr Kind küm­mern und die Fa­mi­lie sich auf das Ex­pe­di­ti­ons­aben­teu­er ein­las­sen möch­te. Kin­der soll­ten je­doch be­reits im schul­pflich­ti­gen Al­ter sein und Ver­ständ­nis und Ver­ant­wor­tung da­für auf­brin­gen kön­nen, dass es bei­spiels­wei­se beim Be­such von Na­tur­re­ser­va­ten Re­geln gibt, die ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen.

4 KA­BI­NEN

Die preis­wer­tes­te Lö­sung ist, ei­ne Stan­dard­in­nen­ka­bi­ne mit mehr als zwei Per­so­nen zu be­le­gen. Vie­le Ka­bi­nen ha­ben mit Schlaf­couch oder Klapp­bet­ten Platz für bis zu vier Per­so­nen. Be­son­ders ge­räu­mig wer­den Sie als Fa­mi­lie dann aber na­tür­lich nicht woh­nen und un­ter Um­stän­den kann der Stau­raum knapp wer­den. Das gilt auch für Stan­dar­dau­ßen- und Bal­kon­ka­bi­nen. Ka­bi­nen mit Ver­bin­dungs­tür er­lau­ben kom­for­ta­bles Woh­nen, sie zah­len aber den Preis für zwei Ka­bi­nen. Ei­ni­ge Schif­fe bie­ten ge­räu­mi­ge Fa­mi­li­en­ka­bi­nen an. Mehr als aus­rei­chend Platz wer­den Sie in ei­ner Sui­te ha­ben. 

5 KOS­TEN

Auf der glei­chen Ka­bi­ne rei­sen Kin­der mit zwei Er­wach­se­nen zu­meist zu ei­nem ge­rin­gen Auf­preis mit. Für Al­lein­rei­sen­de mit Kind gibt es ge­le­gent­lich spe­zi­el­le Ra­bat­te. Die­se Ak­tio­nen sind sai­son­ab­hän­gig. Ju­gend­li­che er­hal­ten bei ei­ni­gen Ree­de­rei­en Ab­schlä­ge auf den nor­ma­len Ka­bi­nen­preis. (sie­he auch Ta­bel­le rechts). Teu­er wird es meist, wenn sie als Fa­mi­lie mehr als ei­ne Ka­bi­ne be­woh­nen. Die Ser­vice­char­ge der in­ter­na­tio­na­len An­bie­ter fällt pro Per­son an, al­ler­dings ver­lan­gen man­che An­bie­ter für Kin­der nicht den vol­len Satz. Auch wenn Sie im Rei­se­bü­ro bu­chen wol­len, in­for­mie­ren Sie sich bei der aus­ge­wähl­ten Ree­de­rei über die für Sie gül­ti­gen Preis­mo­del­le. Es kommt ge­le­gent­lich vor, dass Rei­se­bü­ros bei den viel­fäl­ti­gen An­ge­bots­prei­sen für Kin­der nicht den kom­plet­ten Über­blick ha­ben. Be­hal­ten Sie das im Au­ge.

6 KIN­DER­BE­TREU­UNG

Fa­mi­li­en­schif­fe bie­ten Be­treu­ung nach Al­ters­grup­pen ge­trennt an. Los geht es meis­tens für Klein­kin­der ab drei Jah­ren und im Re­gel­fall ist die Be­treu­ung im Rei­se­preis be­inhal­tet. Wäh­rend der Schul­fe­ri­en gibt es Be­treu­ung in bis zu fünf ver­schie­de­nen Al­ters­grup­pen. Au­ßer­halb der Fe­ri­en wird das An­ge­bot zu­meist et­was ein­ge­schränkt. Und wer mit Ba­bys reist: ei­ni­ge An­bie­ter stel­len auch Ba­by­sit­ter ge­gen Ge­bühr. Auf in­ter­na­tio­na­len Schif­fen fin­det die Be­treu­ung nor­ma­ler­wei­se nicht auf Deutsch statt. Das kann für klei­ne Kin­der ab­schre­ckend sein, an­der­seits kann ge­nau die In­ter­na­tio­na­li­tät für Ju­gend­li­che die schon ers­te Schul­eng­lisch­kennt­nis­se ha­ben, ge­ra­de den Reiz aus­ma­chen.

7 SICHERHEITSARMBÄNDER

Kin­der be­kom­men beim Ein­che­cken ein Si­cher­heits­arm­band. Das er­leich­tert im Not­fall der Cr­ew die Kin­der zur rich­ti­gen Ret­tungs­sta­ti­on zu brin­gen. Die Bän­der dür­fen wäh­rend der Rei­se nicht ab­ge­nom­men wer­den.

8 AUS­FLÜ­GE

Am un­kom­pli­zier­tes­ten sind die Aus­flü­ge, die die Ree­de­rei­en an­bie­ten. Zu­meist zah­len Kin­der und Ju­gend­li­che nicht den vol­len Preis. Ih­rem Kind zu­lie­be soll­ten Sie aber auf die Trans­fer­zei­ten ach­ten. Ei­ne zwei­stün­di­ge Stadt­rund­fahrt kann für Kids schon mal fürch­ter­lich lang­wei­lig sein, ge­nau­so wie ei­ne drei­stün­di­ge Bus­fahrt zu ei­nem tou­ris­ti­schen High­light – und zu­rück. Ei­ni­ge Ree­de­rei­en wie z.b. TUI Crui­ses und Ai­da bie­ten auch von der Kin­der- und Ju­gend­be­treu­ung or­ga­ni­sier­te Aus­flü­ge nur für den Nach­wuchs an. Kos­ten­güns­ti­ger ist man als Fa­mi­lie häu­fig mit ei­nem Miet­wa­gen un­ter­wegs. An vie­len Ha­fen­sta­tio­nen kön­nen Miet­wa­gen in der Nä­he des Piers ge­mie­tet wer­den. Wie bei al­len pri­vat or­ga­ni­sier­ten Aus­flü­gen gilt es dann aber ge­nü­gend Zeit ein­zu­pla­nen, um recht­zei­tig vor dem Ab­le­gen des Schif­fes wie­der an Bord zu sein.

9 EIN­REI­SE­BE­STIM­MUN­GEN

Führt Ih­re Fa­mi­li­en­kreuz­fahrt in exo­ti­sche Ge­bie­te? Dann in­for­mie­ren Sie sich vor­her über die Ein­rei­se­be­din­gun­gen so­wie die nö­ti­gen Rei­se­do­ku­men­te und Visa. Es gilt: Ei­ne Per­son, ein Pass. Wenn für die Ein­rei­se ein bio­me­tri­scher Pass not­wen­dig ist, ist die­ser auch für ein Klein­kind recht­zei­tig zu be­an­tra­gen und mit­zu­füh­ren (bei­spiels­wei­se bei der vi­sa­frei­en Ein­rei­se in die USA). In ei­ni­gen Län­dern kann von Min­der­jäh­ri­gen, die al­lein oder in Be­glei­tung nur ei­nes El­tern­tei­les rei­sen, ei­ne amt­lich be­glau­big­te Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung der Sor­ge­be­rech­tig­ten ver­langt wer­den. Die­se Er­klä­rung soll­te in Eng­lisch ver­fasst sein, ge­ge­be­nen­falls auch in der je­wei­li­gen Lan­des­spra­che. ■

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