Me­di­zin nach der in­ne­ren Uhr.................................

Un­ser Biorhyth­mus ist der bes­te Takt­ge­ber für un­ser Wohl­be­fin­den: Wann wir Me­di­ka­men­te neh­men, kann die Wir­kung be­ein­flus­sen. So nut­zen wir ihn op­ti­mal

DAS NEUE BLATT - - Inhalt -

Al­les hat sei­ne Zeit – das gilt auch für un­se­re Ge­sund­heit. In un­se­rem Kör­per tickt ei­ne Art in­ne­re Uhr, die vor al­lem vom Licht ge­steu­ert wird. 10 000 spe­zia­li­sier­te Ner­ven­zel­len im Ge­hirn ge­ben im gro­ben 24-St­un­den-Rhyth­mus den Takt vor. So schlägt das Herz ge­gen Abend am schnells­ten, wäh­rend Kör­per­tem­pe­ra­tur und Atem­fre­quenz am Nach­mit­tag am höchs­ten sind. Die Le­ber ist abends bes­ser durch­blu­tet, da­her ver­tra­gen vie­le Men­schen Al­ko­hol nach­mit­tags schlech­ter. Und der Groß­teil al­ler Schlag­an­fäl­le er­eig­net sich zwi­schen den frü­hen Mor­gen­stun­den und der Mit­tags­zeit. Der Grund: Un­se­re Blut­plätt­chen ver­klum­pen in die­ser Zeit stär­ker als am Nach­mit­tag oder Abend. Ein­zel­ne Or­ga­ne ar­bei­ten zu un­ter­schied­li­chen Zei­ten am ef­fek­tivs­ten. Das führt da­zu, dass

auch Me­di­ka­men­te, Be­hand­lun­gen und Un­ter­su­chun­gen je nach Uhr­zeit un­ter­schied­lich wir­ken.

The­ra­pie nach Zeit

Die­se Er­kennt­nis­se aus der so­ge­nann­ten Chro­no­me­di­zin las­sen sich gut in den All­tag in­te­grie­ren. So wird der Zahn­arzt­be­such nach­mit­tags gleich an­ge­neh­mer oder die Nacht ru­hi­ger, wenn wir be­stimm­te Me­di­ka­men­te abends neh­men. DAS NEUE BLATT zeigt, wie wir al­le Vor­tei­le für un­se­re Ge­sund­heit nut­zen kön­nen.

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