Han­ne­lo­re Ho­ger ge­nießt ihr Le­ben.................

DAS NEUE BLATT - - Inhalt - Ka­rin Eck­hold

Na­ta­scha Kam­pusch schmie­det sich nach all dem Leid jetzt ihr ei­ge­nes Glück. Im Sep­tem­ber bringt die 29-Jäh­ri­ge ih­re selbst de­sign­te SchmuckKol­lek­ti­on „Fio­re“(Ita­lie­nisch für „Blu­me“) auf den Markt. Den Na­men wähl­te sie aus ei­nem ganz be­stimm­ten Grund: „Mei­ne Lie­be zu Blu­men ist ein Zei­chen da­für, dass ich das Le­ben lie­be und die Wie­der­ge­burt. Im über­tra­ge­nen Sinn bin ich auch ei­ne Wie­der­ge­bo­re­ne“,

er­zähl­te sie in ei­nem In­ter­view mit dem ös­ter­rei­chi­schen Ma­ga­zin „News“. 1998 wur­de die da­mals Zehn­jäh­ri­ge von Wolf­gang Přiklo­pil ent­führt und über acht Jah­re in sei­nem Kel­ler fest­ge­hal­ten, bis sie sich schließ­lich selbst be­frei­en konn­te. Die­ses The­ma hat sie auch in ih­rer Kol­lek­ti­on ver­ar­bei­tet: „Die Blu­me, die

sich in mei­nen De­signs wie­der­fin­det, hat ei­nen Knick im Stän­gel, trotz­dem geht sie da­nach steil nach oben.“

Es ist für Na­ta­scha ein Zei­chen der Stär­ke und dass es im­mer wei­ter­geht, egal wie übel ei­nem das Le­ben mit­spielt. Die­ses Ge­fühl will sie auch ih­ren Kun­din­nen ver­mit­teln: „Mein Schmuck soll die Sin­ne er­freu­en, ein Sym­bol des Wie­der­auf­blü­hens nach schwe­ren Zei­ten sein. Es soll Ener­gie ge­ben und die Weib­lich­keit un­ter­strei­chen.“

Das Image des ewi­gen Op­fers möch­te die Ös­ter­rei­che­rin jetzt ab­le­gen: „Ich will end­lich Frau sein, nicht mehr das ewi­ge Kind aus dem Kel­ler. Viel­leicht ist mein

Schmuck auch ein ge-

wis­ses Si­gnal – nicht nur an die Män­ner, son­dern über­haupt an die Au­ßen­welt: Das, was war, ist

Ver­gan­gen­heit, und mei­ne Ge­gen­wart hat mit Mo­de zu tun, mit Äs­t­he­tik, Schmuck.“

Den ers­ten Schritt in die­se Rich­tung hat sie mit ih­rer Kol­lek­ti­on ge­schafft. Für die Zu­kunft wünscht sich Na­ta­scha Kam­pusch: „Ich möch­te mich als De­si­gne­rin eta­blie­ren, die wich­ti­ge Din­ge lie­ber durch die Blu­me sagt. Durch mei­ne Schmuck­blu­me.“

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