Rei­se: Son­ne tan­ken in An­da­lu­si­en

Der No­vem­ber ist ein grau­er Mo­nat? Die Küs­te des Lichts macht ih­rem Na­men al­le Eh­re – und Son­nen­schein ist hier der stän­di­ge Be­glei­ter

DAS NEUE BLATT - - Inhalt - J. Sti­e­ler

D ie Far­ben der an­da­lu­si­schen Pro­vinz Cá­diz leuch­ten auch jetzt noch kräf­tig in der Son­ne: Tief­blau er­schei­nen der Him­mel und das Was­ser, weiß die Häu­ser und das Salz in den um­lie­gen­den Sa­li­nen, Fla­min­gos set­zen ro­sa­far­be­ne Tup­fen in ei­ne Land­schaft, die dank des Im­mer­grüns der Kork­ei­chen stets zu blü­hen scheint.

Die Re­gi­on ist aber vor al­lem vom Meer ge­prägt: Gleich an drei Sei­ten wird sie vom At­lan­tik um­spült. Da­ge­gen wir­ken die be­rühm­te­ren Nach­barn Mála­ga oder Gra­na­da bei­na­he ärm­lich. Sie ver­fü­gen je­weils nur über ei­nen Strei­fen Mit­tel­meer­küs­te in ih­rem Sü­den. Der Teil Spa­ni­ens, der am At­lan­tik liegt, wirkt exo­ti­scher und noch son­nen­ver­wöhn­ter als der Rest des Lan­des. Da passt es, dass die gleich­na­mi­ge Haupt­stadt Cá­diz als Ku­lis­se für ei­nen Ja­mes Bond- Film aus­ge­wählt wur­de: Sie wur­de den Zu­schau­ern glatt als ku­ba­ni­sche Haupt­stadt Ha­van­na ver­kauft. Häu­ser im Ko­lo­ni­al­stil, fein­san­di­ge Stadt­s­trän­de – die bei­den Städ­te sind sich ähn­lich. Und tat­säch­lich in­spi­rier­ten sie ein­an­der, denn in Spa­ni­ens Gol­de­nem Zeit­al­ter wur­de der di­rek­te See­weg zwi­schen den Or­ten re­ge ge­nutzt. Auch wenn es sich bei Cá­diz nicht wirk­lich um die Ka­ri­bik han­delt, ste­hen die Chan­cen hoch, noch im No­vem- ber an der Pla­ya la Ca­l­eta bei an­ge­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren durch das Was­ser zu wa­ten. Da wer­den ver­miss­te Som­mer­ge­füh­le wach – wie auch im Par­que Ge­no­vés, in dem me­di­ter­ra­ne Ge­wäch­se zu Kunst­wer­ken ge­formt wur­den

Auch am Dom­platz ge­nie­ßen die Men­schen die Wär­me. Sie wen­den ihr Ge­sicht mit ge­schlos­se­nen Au­gen der Son­ne zu oder dis­ku­tie­ren leb­haft den Stand der Oran­gen­ern­te, die jetzt be­ginnt: Über al­lem liegt der herb-fri­sche Duft der Früch­te und das An­ge­bot auf den Märk­ten ist rie­sig. Am Abend trifft man sich auf dem Pa­seo Fer­nan­do Qui­ño­nes. Wer das stei­ner­ne Tor der Burg­an­la­ge durch­schrei­tet, durch das nur noch Son­ne und Meer zu se­hen sind, er­kennt so­fort, war­um die Cos

ta de la Luz (Küs­te des Lichts) ih­ren Na­men trägt …

Pla­ya de los Ale­ma­nes

Wie aus dem Bil­der­buch wirkt die­ser Strand an der Cos­ta de la Luz und ist den­noch nie über­füllt

Pla­ya de la Bar­ro­sa

Der Strand bei Chi­cla­na de la Fron­te­ra gilt als Vor­bild: Er ist bar­rie­re­frei und be­son­ders ge­pflegt

Pla­ya de la Ca­l­eta

Der Haus­strand von Cá­diz liegt di­rekt vor den To­ren der Alt­stadt

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