Abi Ofa­rim: Kli­nik­pfusch!

DAS NEUE BLATT - - Inhalt - Lui­sa Spa­nier

Ein­ge­fal­le­ne Wan­gen, blas­se Haut: Abi Ofa­rim sieht schwach aus. Kein Wun­der, denn hin­ter ihm lie­gen neun schwe­re Mo­na­te im Kran­ken­haus. Jetzt ist er wie­der zu Hau­se und fei­er­te mit sei­ner Fa­mi­lie den 80. Ge­burts­tag. „Das ist wie ei­ne Wie­der­ge­burt!“, sagt der Mu­si­ker. Ganz so ein­fach ist es nicht, denn die schwe­re Zeit hat ih­re Spu­ren hin­ter­las­sen.

Sei­ne Kran­ken­ge­schich­te be­gann mit ei­ner schein­bar be­han­del­ba­ren Lun­gen­ent­zün­dung, wes­halb er in die Kli­nik muss­te. Dort steck­te er sich bei sei­nem Zim­mer­nach­barn mit In­flu­en­za an – es be­stand Le­bens­ge­fahr. Abi Ofa­rim wur­de ins künst­li­che Ko­ma ver­setzt, sei­ne Nie­ren droh­ten zu ver­sa­gen. Bei dem Ver­such, Was­ser aus der Lun­ge zu ent­fer­nen, ver­letz­ten die Ärz­te das Or­gan. Auch ei­ner Herz-OP muss­te er sich un­ter­zie­hen. So­gar In­su­lin woll­te man ihm sprit­zen! Da schritt zum Glück sei­ne Le­bens­ge­fähr­tin Kirsten Schmidt (52) ein: „Erst als ich das ver­wei­ger­te, stell­te sich her­aus, es war für ei­nen an­de­ren Pa­ti­en­ten“, er­zählt sie.

„Oh­ne Kirsten wür­de ich heu­te nicht mehr le­ben“, ist sich Ofa­rim si­cher. Das Paar er­hebt jetzt schwe­re Vor­wür­fe ge­gen die Ärz­te. Die­se hät­ten Kirsten Schmidt auch ge­sagt, sie sol­le sich von ih­rem Le­bens­ge­fähr­ten schon ein­mal ver­ab­schie­den: Wie­der­be­le­ben wür­de man nicht mehr. Zum Glück gibt sie die Hoff­nung nicht auf. Auch der Fa­mi­li­en­va­ter kämpft wei­ter, um bald wie­der ganz ge­sund zu sein: „Ich ha­be kei­nen Mo­ment auf­ge­ge­ben“, sagt er, „ich woll­te le­ben, ich ha­be es mei­nen Kin­dern ver­spro­chen.“

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