Das ers­te In­ter­view nach der schwe­ren OP

DAS NEUE BLATT - - Inhalt - frau­ke mei­nen-kie­wall

Sie lauscht dem Rau­schen des Mee­res in der Ca­la Jon­dal auf Ibi­za. Und sie liebt es, wie die Wel­len ih­re Fü­ße um­spie­len. TV-Frau Ma­ria von Wel­ser ge­nießt das zwei­te Le­ben, das ihr ge­schenkt wur­de. Neun Mo­na­te nach ei­ner schwe­ren Hirn- OP kämpft sie sich in klei­nen Schrit­ten zu­rück. Wir tra­fen sie in Ham­burg, wo sie ge­ra­de zur Nach­un­ter­su­chung war. Frau von Wel­ser, wie geht es Ih­nen? Ich lei­de un­ver­än­dert an Schwin­del. Und kämp­fe mit den Fol­gen der OP. Auf Ibi­za war es sehr viel bes­ser mit dem blö­den Schwin­del. Viel­leicht weil ich dort viel ge­schwom­men bin. Das tue ich hier nicht. Wer­den Sie wie­der ganz ge­sund? Ich hof­fe es na­tür­lich, aber es steht in den Ster­nen. Ich ha­be so ei­ne klei­ne Wa­ckel­plat­te zu Hau­se, auf der ich mein Gleich­ge­wicht trai­nie­re. Und ich ma­che Yo­ga, be­we­ge mich sehr viel. Ich spie­le auch wie­der Golf. Wie be­ein­flusst die Krank­heit Ih­ren All­tag: Ge­hö­ren nun vie­le Ta­blet­ten und stän­di­ge Arzt­be­su­che da­zu? Ich muss al­le drei bis vier Mo­na­te zur Kon­trol­le. Dort wird mit­hil­fe ei­nes MRTs (Schicht­auf­nah­me, d. Red.) ge­schaut, ob der Hirn­tu­mor nach­ge­wach­sen ist. Bis­her ist er es nicht. An­sons­ten neh­me ich ho­möo­pa

thi­sche Mit-

tel. Ich ha­be viel im In­ter­net re­cher­chiert. Ich bin da in ei­ner Hirn­tu­mor­grup­pe. Dort fin­det man wert­vol­le Tipps von Men­schen, die das Glei­che durch­ge­macht ha­ben wie ich. Wie groß ist die Angst vor ei­nem Rück­fall? Na­tür­lich be­schäf­tigt mich das. Ich ha­be in der Kli­nik Men­schen ken­nen­ge­lernt, die zum 2. Mal am Tu­mor ope­riert wor­den sind. Ich bin mir des­sen be­wusst: Das kann wie­der­kom­men. Hat die Krank­heit den Blick aufs Le­ben ver­än­dert? Ich wür­de gern zu mei­nem al­ten Le­vel zu­rück­kom­men. Der Weg bis heu­te war hart. Ich wün­sche mir, bis zum letz­ten Atem­zug ein ak­ti­ves Le- ben zu füh­ren. Ich ha­be ei­ne gu­te Misch­kal­ku­la­ti­on aus Pri­va­tem und Be­ruf­li­chem auf­ge­stellt. So ganz oh­ne Auf­ga­ben möch­te ich nicht sein. Ei­ne gro­ße Hil­fe ist Ihr Ehe­mann. Er ist der Baum in mei­nem Le­ben. Mein Fels in der Bran­dung. Ge­hol­fen hat auch Ihr Glau­be an Gott. Der Glau­be ist sehr wich­tig für mich. Er ist ein Rah­men, ein An­ker. Ich bin sehr dank­bar da­für. Wie wich­tig ist es, dass Sie selbst dar­an glau­­ ben: „ Al­les wird gut!“? „Al­les wird gut“en­det mit dem Tod. Ir­gend­wann er­wischt es al­le. Macht Ih­nen das Angst? Ich ha­be mir vor vie­len Jah­ren ein Gr­ab in Kreuth am Te­gern­see ge­kauft – in der Hoff­nung, dass ich spä­ter dort wie­der an­kom­me, wo ich auf­ge­wach­sen bin. Mei­ne El­tern lie­gen dort be­gra­ben. Und mei­ne Groß­el­tern. Das gibt mir ein gu­tes Ge­fühl: Da kom­me ich ei­nes Ta­ges heim!

Blick aufs Meer Die Fü­ße in den Wel­len, Was­ser­rau­schen im Ohr: Ma­ria von Wel­ser in der Ca­la Jon­dal auf Ibi­za Gro­ße Lie­be Seit 1994 ist sie in drit­ter Ehe mit Klaus Häus­ler ver­hei­ra­tet. Seit 17 Jah­ren ha­ben sie ein Haus auf Ibi­za Kraft­quel­le Wer ras­tet, der ros­tet! Kein Tag oh­ne Sport. Yo­ga gibt ihr viel Kraft, hält sie be­weg­lich und fit … Vol­ler Plä­ne

Vor­trä­ge zum The­ma „Ge­mein­sam le­ben“, „Flücht­lings­frau­en und ih­re Kin­der“, ein neu­es Buch – sie hat viel vor!

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