Mar­tin Bram­bach: „Vie­le den­ken, ich bin einKol­le­ge­vonO­pel!“

Er ist der be­kann­tes­te Un­be­kann­te aus dem deut­schen Fern­se­hen

Das Neue - - FRÜHLINGSGEFÜHLE - M. Schif­fer

Sein Ge­sicht ken­nen vie­le, den Na­men da­zu nur we­ni­ge: Mar­tin Bram­bach (47) ist der wohl be­kann­tes­te Un­be­kann­te Deutsch­lands. Da­bei ist er fast so oft im TV zu se­hen wie sein po­pu­lä­rer Bru­der. Herr Bram­bach, wer­den Sie auf der Stra­ße er­kannt? Ja, aber vie­le Leu­te kön­nen mich nicht ein­ord­nen. Mir pas­siert es oft, dass man mich zum Bei­spiel für ei­nen Ar­beits­kol­le­gen von Opel hält. Und wenn mich je­mand aus dem TV er­kennt, kommt er nicht auf den Na­men. Das fin­de ich lus­tig! Die we­nigs­ten wis­sen wohl auch, dass Sie der Stief­bru­der von „Tat­ort“-Star Jan Jo­sef Lie­fers (50) sind! Stimmt, ich ha­be Jan aber auch erst spät ken­nen­ge­lernt. Mit zwölf er­fuhr ich, dass der Mann mei­ner Mut­ter gar nicht mein leib­li­cher Va­ter ist. Sie hat­te mei­nem rich­ti­gen Va­ter ver­bo­ten, mich zu se­hen. Nicht weil er schlecht für mich war, son­dern da­mit ich be­hü­tet auf­wach­se. Da­mals dach­te man halt, „Patch­work“sei schlecht fürs Kind. Wie ist Ihr Ver­hält­nis zu Jan? Gut. Schon in der Ju­gend hat­ten wir nie Miss­trau­en ge­gen­über ein­an­der. Das hät­te auch an­ders sein kön­nen. Schließ­lich hat­te ich den Va­ter, den Jan nie ha­ben konn­te. Aber das hat er mich nie spü­ren las­sen. Ich ha­be ihm et­was nach­ge­ei­fert. Heu­te ist un­ser Ver­hält­nis har­mo­nisch, re­spekt­voll und gut. Wir ha­ben aber eher lo­cke­ren Kon­takt. Wann sieht man Sie mal wie­der zu­sam­men in ei­nem Film? Bald! Ge­ra­de ha­ben wir den ZDF-Thril­ler „Die sieb­te St­un­de“ge­dreht. Das war sehr har­mo­nisch. Bei „Das Wun­der von Len­ge­de“2003 hat­ten wir ja nur we­ni­ge Sze­nen zu­sam­men.

Stich­wort Har­mo­nie – könn­ten Sie Ih­rer Frau al­les ver­zei­hen? Ei­nen Sei­ten­sprung mit Si­cher­heit – wo­bei es auf die Um­stän­de an­kä­me. Rei­ner Sex wä­re ver­zeih­lich, ich müss­te es dann nicht mal wis­sen. Wenn Ge­füh­le im Spiel sind, muss man se­hen, ob die Be­zie­hung noch Sinn macht. Was an­de­res wä­re al­les, was mit den Kin­dern zu tun hat. Pas­siert ih­nen was, wä­re ich nicht so nach­gie­big. Ih­re Frau hat zwei Töch­ter mit in die Ehe ge­bracht … Ja, die sind mir so sehr ans Herz ge­wach­sen, dass ich sie als „mei­ne Kin­der“be­zeich­ne, auch wenn sie nicht mei­ne leib­li­chen sind. Manch­mal ist Was­ser eben di­cker als Blut!

Mit sei­ner zwei­ten Frau Christine Som­mer (45) hat er den ge­mein­sa­men Sohn An­ton (4).

Brü­der: Mit Jan Jo­sef Lie­fers (r.) in ih­rem letz­ten ge­mein­sa­men Film „Das Wun­der von Len­ge­de“.

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