Spek­ta­ku­lä­re Kar­rie­re „Frü­her war ich Fisch­ver­käu­fer!“

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Er ist ein ab­so­lu­ter Pa­ra­deBay­er: tie­fen­ent­spannt, hei­mat­ver­bun­den, manch­mal et­was brum­mig. So­gar in sei­nen Rol­len spricht er meist Dia­lekt. Nur ei­ne Sa­che hät­te man ihm nicht zu­ge­traut: sei­ne be­ruf­li­che Ver­gan­gen­heit! Sie sol­len mal Fisch ver­kauft ha­ben. Stimmt das? Ja, das stimmt. Ich bin ge­lern­ter Ein­zel­han­dels­kauf­mann und war auf Le­bens­mit­tel spe­zia­li­siert. Mit mei­nem da­ma­li­gen Chef ha­be ich in München ei­ne Fisch­fach­ab­tei­lung auf­ge­baut – die wohl bes­te und um­satz­stärks­te in Deutsch­land. Sie spie­len seit 2011 ei­nen Kom­mis­sar bei den „Ro­sen­heim-Cops“. Fiel Ih­nen das von An­fang an leicht? Ja, weil ich in ein „ge­mach­tes Nest“kam. Mein Film­team dort ist wirk­lich ein­ma­lig. Sie glau­ben gar nicht, wie lus­tig das bei uns ist. Oft bin ich er­schöpft – nicht von der Ar­beit, son­dern vom vie­len La­chen! Wür­de Sie auch ei­ne Haupt­rol­le beim „Tat­ort“rei­zen? Eher nicht. Ers­tens ma­chen die „Tat­ort“-Kol­le­gen ih­re Ar­beit her­vor­ra­gend. Und zwei­tens füh­le ich mich bei den „Ro­sen­heim-Cops“gut auf­ge­ho­ben. Bei ei­ner „Tat­ort“-Rol­le müss­te ich auf ei­ni­ges ver­zich­ten, was mir wich­tig ist. Und was ist das genau? Na, da müss­te ich dann ja auf die Rol­le bei den „Ro­sen­heimCops“ver­zich­ten – und das möch­te ich nicht! Ha­ben Sie noch of­fe­ne Wün­sche? Als Bay­er sind Sie sehr hei­mat­ver­bun­den. Aber brau­chen Sie manch­mal Ur­laub von zu Hau­se? Ich bin kein Rei­se­muf­fel, aber ich ge­nie­ße es, da­heim zu sein. Oft reicht es mir zur Ent­span­nung schon, wenn ich kei­nen Text ler­nen muss. Mei­ne Frau wür­de ger­ne öf­ter weg­fah­ren. Vor zwei Jah­ren ha­ben wir Ur­laub in Ita­li­en ge­macht. Da ha­be ich ge­sagt: Das ma­chen wir jetzt je­des Jahr! In­zwi­schen sind schon wie­der zwei Jah­re ver­gan­gen … Ih­re Frau hat ei­nen Sohn mit in die Ehe ge­bracht. Hät­ten Sie gern ei­ge­ne Kin­der ge­habt? Nein. Wir sind seit vier Jah­ren ver­hei­ra­tet, kann­ten uns da­vor aber schon zehn Jah­re. Durch den Sohn mei­ner Frau ha­be ich ei­ge­ne Kin­der nie ver­misst. Der ist jetzt An­fang 20 und wie ein ei­ge­nes Kind für mich. Wir ver­ste­hen uns pri­ma! An­de­res The­ma: Was bringt Sie auf die Pal­me? Wenn Kol­le­gen sich nicht an Re­geln hal­ten. Un­dis­zi­pli­niert sind und des­halb ei­ne gan­ze Mann­schaft war­ten las­sen – so was mag ich nicht. Feh­ler dür­fen im­mer pas­sie­ren. Aber Mut­wil­lig­keit und Faul­heit ge­hen für mich gar nicht. Ha­ben Sie noch of­fe­ne Wün­sche? Ich wün­sche mir, dass es so gut wei­ter­geht wie bis­her. Ich bin kein Typ, der im­mer wei­ter nach oben will. Für mich passt mein Le­ben genau so, wie es gera­de ist.

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