An­ti-Krebs- Kü­che

Fast 40 Pro­zent al­ler Krebs­lei­den las­sen sich durch ge­sun­de Le­bens­mit­tel ver­mei­den

Das Neue - - MEDIZIN -

Die Er­kran­kung ist Schick­sal, Krebs ist in den Ge­nen pro­gram­miert – so den­ken vie­le. Doch stimmt das wirk­lich? Oder ha­ben wir es letzt­lich auch selbst in der Hand, ob sich Tu­mor­zel­len in un­se­rem Kör­per bil­den oder nicht? Krebs­Ex­per­ten wie Dr. Michael Thun sind über­zeugt: „Wir kön­nen un­se­re Chan­ce auf ein Le­ben oh­ne Krebs um mehr als zwei Drit­tel ver­bes­sern.“Und im­mer deut­li­cher wird: Un­se­re Er­näh­rung spielt da­bei ei­ne zen­tra­le Rol­le. Sie kann so­wohl vor Krebs schüt­zen als auch im Er­kran­kungs­fall die Be­schwer­den ef­fek­tiv lin­dern.

Wich­tig ist ein ge­sun­der Le­bens­stil

Das heißt: Selbst wenn es ei­ne fa­mi­liä­re Vor­be­las­tung gibt, be­deu­tet das nicht, dass man selbst eben­falls an Krebs er­kran­ken

50 das neue wird. We­ni­ger Stress, mehr Be­we­gung, aber vor al­lem ei­ne ge­sun­de Er­näh­rung gel­ten als der bes­te Schutz. Mit die­sen Re­geln ist die Um­set­zung ganz leicht:

Ge­sun­de Fet­te und Öle

Es­sen Sie we­ni­ger tie­ri­sche und ge­här­te­te Fet­te (in Chips, Kek­sen, Frit­tier­tem). Bei­de gel­ten als Krebs-Ri­si­ko­fak­tor. Ge­sund sind al­le pflanz­li­chen Fet­te wie Oli­ven- oder Raps­öl, da sie reich an Ome­ga-3-Fett­säu­ren sind und krebs­er­re­gen­de freie Ra­di­ka­le be­kämp­fen. Die Ome­ga-3-Fett­säu­ren gel­ten als die Stars der An­ti-Krebs-Vor­sor­ge und sind vor al­lem in Kalt­was­ser­fisch ent­hal­ten. Mög­lichst oft auf dem Tel­ler lan­den soll­ten da­her Lachs, Hering und Ma­kre­le.

Ge­nü­gend Ei­weiß

Auf Fleisch muss nie­mand ver­zich­ten. Doch mehr als 300 Gramm ro­tes Fleisch soll­ten es pro Wo­che nicht sein. Bes­ser ge­eig­net sind Ge­flü­gel und Fisch. Da­von soll­ten Sie täg­lich ei­ne Por­ti­on es­sen. Denn nur mit Hil­fe von Ei­weiß kann der Kör­per so­ge­nann­te Kil­ler­zel­len bil­den, die Tu­mo­re be­kämp­fen.

Be­son­ders güns­tig ist Quark. Er ent­hält gro­ße Men­gen Ei­weiß und auch viel Kal­zi­um. Die­ses Mi­ne­ral schützt vor Krebs, weil es die Pro­duk­ti­on von Immun­zel­len po­si­tiv be­ein­flusst.

Op­ti­mal ist die Mit­tel­meer- Di­ät

Krebs­for­scher set­zen als wich­ti­ge Schutz­maß­nah­me heu­te auf Mit­tel­meer-Kost: Das heißt viel Fisch und Oli­ven­öl. Auch Nüs­se und Ge­trei­de­pro­duk­te, aber vor al­lem Obst und Ge­mü­se soll­ten auf dem Spei­se­plan ste­hen. Da­bei gilt: Es­sen Sie so bunt wie mög­lich und nur rich­tig rei­fes Obst und Ge­mü­se. Je in­ten­si­ver die Far­be, des­to hö­her ist der Ge­halt an so­ge­nann­ten bio­ak­ti­ven Wirk­stof­fen.

Man­che Obst- und Ge­mü­se­sor­ten ver­fü­gen über ei­nen gan­zen Cock­tail da­von: Da­zu ge­hö­ren al­le Kohl­sor­ten, au­ßer­dem To­ma­ten, Zwie­beln und Knob­lauch. Beim Obst grei­fen Sie am bes­ten zu fri­schen Apri­ko­sen, Bee­ren und Zi­trus­früch­ten. Tipp: Bei letz­te­ren mög­lichst viel von der wei­ßen In­nen­haut mit­es­sen. Denn sie ent­hält die meis­ten der hoch­wirk­sa­men Krebs­schutz­stof­fe.

Mit klei­nen Um­stel­lun­gen be­gin­nen

Das Wich­tigs­te bei ei­ner Er­näh­rungs­um­stel­lung ist al­ler­dings, wei­ter­hin Freu­de am Es­sen zu ha­ben. Wer mor­gens seit 50 Jah­ren gern Mar­me­la­den­bröt­chen isst, wird sich schwer­tun mit ei­ner Scha­le Müs­li. Fan­gen Sie da­her klein an: Ver­fei­nern Sie­bei­spiels­wei­se Fer­tig­ge­rich­te mit fri­schen Kräu­tern oder ma­ri­nie­ren Sie Ihr Grill­gut selbst mit Senf und Ros­ma­rin: Ih­re Ge­sund­heit wird es Ih­nen dan­ken – und Ihr Gau­men!

Wir ha­ben es selbst in

der Hand, un­se­ren Kör­per op­ti­mal ge­gen Krebs­zel­len zu schüt­zen.

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