„Ich könn­te je­den Tag Ge­burts­tag fei­ern!“

Vier Jah­re nach der Krebs-Dia­gno­se ist er wie­der ganz ge­sund

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Er war ein ge­frag­ter Schau­spie­ler, dann warf ihn 2011 ei­ne Krebs­er­kran­kung aus der Bahn. Wie gut, dass Wal­ter Kreye (73) ei­ne Kämp­fer­na­tur ist und auf sei­ne Fa­mi­lie zäh­len kann! Jetzt mel­det er sich vol­ler Ta­ten­drang zu­rück. Wie hat sich Ihr Le­ben seit der Krank­heit ver­än­dert? Ich trin­ke kei­nen Al­ko­hol mehr, das ist ei­ne gro­ße Ve­rän­de­rung. Frü­her ha­be ich ger­ne und manch­mal auch zu viel ge­trun­ken. Krebs­zel­len lie­ben Al­ko­hol, das wuss­te ich nicht. Ich gu­cke mich lie­ber im Spie­gel an, denn der Bauch wird klei­ner! Fei­ern Sie jetzt zwei­mal Ge­burts­tag? Ich könn­te je­den Tag Ge­burts­tag fei­ern, für mich ist das ei­ne Wie­der­ge­burt, und die kann man von mir aus je­den Tag wie­der be­ge­hen. Wie ist Ih­re Ein­stel­lung zum Äl­ter­wer­den? Be­vor mich das Al­tern ver­zwei­feln lässt, neh­me ich es lie­ber mit Er­stau­nen an. Wenn je­mand zu mir sagt: „Was? Du bist schon 73?“, dann sa­ge ich: „Als ob das ein Nach­teil ist! Ich gön­ne dir, dass du 73 wirst und so schö­ne Sa­chen er­lebst und

siehst wie ich.“ ü Wal­ter Kreye mit Wolf­gang Stumph (l.) in „Die In­sas­sen“(17. Sep­tem­ber, 20.15 Uhr, ZDF). Sind Sie ein Op­ti­mist? Ja, ich bin ein be­son­ders po­si­tiv ein­ge­stell­ter Mensch. Wenn ich mal durch­hän­ge, zie­he ich mich zu­rück und ver­su­che, den Leu­ten nicht auf die Ner­ven zu ge­hen. Aber ge­ne­rell bin ich ei­ner, der im­mer ver­sucht, den an­de­ren den Kopf auf­zu­rich­ten. Genau wie Ih­re Ehe­frau? Mei­ne Frau ist ein wun­der­ba­rer und po­si­ti­ver Mensch. Mir hilft es, wenn da je­mand an mei­ner Sei­te ist, der mir sagt: „Komm, Kopf hoch, kein Pro­blem. Das krie­gen wir hin!“Wie re­agie­ren Sie, wenn Ih­re Töch­ter in die gro­ße wei­te Welt hin­aus wol­len? Ich lie­be un­se­re Töch­ter wahn­sin­nig, das ist kei­ne Fra­ge. Wenn es aber so kommt, dann muss das so sein. Die Kin­der sol­len sich bloß nicht zu ir­gend­et­was zwin­gen und sa­gen: „Nein, ich muss in Berlin blei­ben we­gen mei­ner El­tern.“Sind Sie sel­ber viel ge­reist? Ab­so­lut, ich ha­be mein Fern­weh durch mei­nen Be­ruf ge­stillt. Zum Bei­spiel ha­be ich nach mei­ner schwe­ren Krank­heit ein gan­zes Jahr lang nur im Aus­land ge­dreht. Da­mals war ich für zwei Fil­me in Nord­ame­ri­ka, da­nach in Bra­si­li­en und dann noch in Süd­afri­ka. Was will man mehr? Das ist doch der Knal­ler!

Wolf­gang Wit­ten­burg

Wal­ter Kreye hat sich sei­ne po­si­ti­ve Ein­stel­lung trotz der schwe­ren Krank­heit be­wahrt. Sei­ne größ­ten Stüt­zen: Frau Sa­bi­ne (59, l.) so­wie die Töch­ter Pau­la (26, M.) und Em­ma (19).

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