Vor 24 Jah­ren hat­te sie mit „Krib­beln im Bauch“ih­ren gr Pe Wer­ner „Mein gro­ßes A

Das Neue - - NACHGEHAKT -

Er­fol­ge fei­er­te Pe Wer­ner in ih­rer Kar­rie­re vie­le. Doch im Pri­vat­le­ben muss­te die Sän­ge­rin ei­ni­ge Schick­sals­schlä­ge ver­kraf­ten. Ex­klu­siv in „das neue“ver­rät die 54-Jäh­ri­ge in ih­rem ganz per­sön­li­chen Abc gro­ße und klei­ne Ge­heim­nis­se über sich. Angst: Ken­ne nicht. Be­zie­hungs­sta­tus: Ich bin so­lo. Man könn­te mich als „Fr­ei­frau“be­zeich­nen. Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten: Schwer, aber ich bin ei­nes: scho­ko­la­den­süch­tig. Am liebs­ten Voll­milch. Vom We­sen her ist mein As­zen­dent wahr­schein­lich die „Ram­pen­sau“. Ich bin kein ru­hi­ger Mensch. Dan­ke­schön: In der heu­ti­gen Zeit muss man schon ein Stück weit dank­bar sein, dass man in ei­nem Land wie Deutsch­land auf­wach­sen durf­te. Es gibt um uns her­um viel Not und Elend und manch­mal auch gar nicht so weit von uns ent­fernt. Ehe: Ich war 20 Jah­re lang ver­hei­ra­tet, ha­be al­so ganz früh da­mit an­ge­fan­gen und so­zu­sa­gen die „Langstre­cke“ge­bucht. Aber dann ha­ben wir uns ir­gend­wann zur Lan­dung ent­schie­den. Und mitt­ler­wei­le bin ich eher der Freund der „wil­den Ehe“. Ich wer­de wohl nicht mehr hei­ra­ten.

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ich zum Glück Freun­de: Ha­be ich sehr gu­te, aber nicht sehr vie­le. Ich den­ke, dass man nicht un­zäh­li­ge Freun­de ha­ben kann. Zum in­ne­ren Kreis mei­nes Le­bens ge­hö­ren bei mir nicht vie­le Men­schen. Geld: Um es mit Rio Rei­sers Wor­ten zu sa­gen: „Geld macht nicht glück­lich, es be­ru­higt nur die Ner­ven. Und man muss es schon be­sit­zen, um’s zum Fens­ter raus­zu­wer­fen.“Hei­mat: Ich bin in Hes­sen auf­ge­wach­sen, emp­fin­de mich aber grund­sätz­lich als hei­mat­los. Ich rei­se durch mei­nen Be­ruf viel und kann mir je­des Ho­tel­zim­mer zu ei­ner Art „Hei­mat“ma­chen. Das muss ich auch, denn die­ses Aus-dem-Kof­fer-Le­ben wä­re sonst schwer er­trag­bar. Idea­le: In der Mu­sik ist mein Ide­al, auf je­de CD das Non­plus­ul­tra an Ni­veau zu brin­gen. Mit­tel­maß ist nicht mein Ding. Des­we­gen wür­de ich zu dem The­ma sa­gen, dass der Per­fek­tio­nis­mus ein Ide­al von mir ist. Ju­gend: Sehr be­wegt, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes. Ich ha­be viel Sport ge­trie­ben, war Schwim­me­rin, ha­be Hand­ball und Volleyball ge­spielt. Ich war sehr sport­lich, was sich im Lau­fe der Jah­re ge­ge­ben hat. Und na­tür­lich ha­be ich auch schon in der Ju­gend viel Mu­sik ge­macht. „Krib­beln im Bauch“: Die ers­ten zwei Jah­re nach der Ver­öf­fent­li­chung war es mehr Fluch als Se­gen. Ich wur­de nur auf die­sen Song re­du­ziert. In­zwi­schen ist mir klar, dass ich da­mit ei­nen Ever­green ge­lan­det ha­be. Ich be­trach­te es als ein Ge­schenk, dass ein Lied, das ich al­lei­ne in mei­nen vier Wän­den ge­schrie­ben Die Sän­ge­rin un­ter­hielt sich beim Be­such in Ras­tatt mit

Re­dak­teur Chris­ti­an Lehn­hart. Bei­de ver­stan­den sich su­per. ha­be, so vie­le Men­schen auch noch 25 Jah­re da­nach be­wegt. Lieb­lings­es­sen: Völ­lig un­spek­ta­ku­lär: Pell­kar­tof­fel mit Quark. Da könn­te ich mich rein­le­gen – im­mer wie­der! Mu­sik: Oh­ne könn­te ich nicht le­ben. Aber ich hö­re zu Hau­se gar kei­ne Mu­sik. Auch in Ta­xis bit­te ich im­mer dar­um, das Ra­dio ab­zu­schal­ten. Wenn ich Lie­der hö­re, hö­re ich sie be­wusst und ana­ly­tisch: Wie ist der Song auf­ge­baut, wel­che In­stru­men­te spie­len? Das geht nicht so ne­ben­bei. Nach­wuchs: War nie ein The­ma. Auch mit fast 55 Jah­ren ha­be ich im­mer noch ge­nug mit mir selbst zu tun. Ich sa­ge im­mer, dass ich mit mir al­lein­er­zie­hend bin. Aber ich kann al­le be­ru­hi­gen: Aus dem Gröbs­ten bin ich mitt­ler­wei­le raus. Oma und Opa: Ha­be ich lei­der kei­ne mehr. Ei­ner Oma ha­be ich mei­ne De­mo-Lie­der im­mer zum An­hö­ren auf Kas­set­ten ge­schickt. Sie hat mir dann Brie­fe mit ih­ren Song­kri­ti­ken ge­schrie­ben. Ein­mal hat­te ich ihr wie­der ei­ne Kas­set­te zu­ge­sen­det, aber Oma starb plötz­lich. Zwei Ta­ge nach ih­rem Tod er­hielt ich dann ih­ren Brief mit den Kri­ti­ken. Das war wie Post aus dem Jen­seits, aber auch ein schö­nes Ge­fühl in die­sem Mo­ment. Pe: Ein un­ge­wöhn­li­cher Na­me und auch kei­ne Ab­kür­zung. Ein­fach nur Pe. Ich sa­ge im­mer scherz­haft, dass sich mei­ne El­tern eben nicht mehr Buch­sta­ben leis­ten konn­ten. Qu­el­le der Kraft: Ich ha­be ei­ne klei­ne Miet­woh­nung auf Mallor­ca, di­rekt am Meer. Das ist der Ort, an dem ich zu mir kom­men kann und Kraft samm­le. Ro­man­tik: Da­zu ha­be ich ei­nen ab­so­lu­ten Hang. Wenn ein Tisch mit Ker­zen ge­schmückt ist und der Cham­pa­gner kalt ist, ge­fällt mir das schon. Aber es darf nicht zu kit­schig sein. Stress: Bringt mein Be­ruf mit sich. Ich ver­su­che, da ge­gen­zu­steu­ern und mir Aus­zei­ten zu gön­nen. Traum­mann: Rein op­tisch wür­de ich so ei­nen Ge­or­ge Cloo­ney schon neh­men. Ganz wich­tig ist mir Hu­mor. Und ko­chen soll­te er kön­nen, das ist näm­lich nicht so mein Fall. Aber ei­ne Pell­kar­tof­fel mit Quark wird wohl auch Ge­or­ge Cloo­ney hin­be­kom­men. Ur­laub: Im Mo­ment ist das durch mei­ne Woh­nung auf Mallor­ca kein The­ma. Wenn ich Zeit ha­be, flie­ge ich auf die In­sel. Va­ter: Er hat sich 1987 das Le­ben ge­nom­men. Es war ein gan­zes Stück Ar­beit, das zu ver­kraf­ten. Jah­re­lang ha­be ich das mit mir selbst aus­ge­macht. In der Fa­mi­lie stellt man sich na­tür­lich die „Schuld­fra­ge“: Hät­te es je­mand er­ken­nen oder ver­hin­dern kön­nen? Aber in­zwi­schen bin ich mit mei­nem Va­ter im Rei­nen und mit ihm ver­söhnt. Den­noch be­glei­tet mich das The­ma auch heu­te noch. Wei­nen: Trä­nen ha­ben et­was Rei­ni­gen­des. Da­für muss sich nie­mand schä­men. Xa­vier Nai­doo: Mit ihm ha­be ich 2009 auf mei­nem Al­bum „Im Mon­d­rausch“ein Du­ett ge­sun­gen: „Der Mond ist auf­ge­gan­gen“. Er ist ein groß­ar­ti­ger Sän­ger und ein lie­ber Kol­le­ge. Yo­ga: Seit 2006 bin ich „Yo­ga­ret­te“. Es ist ent­span­nend und be­ru­hi­gend. Und wenn es in­ten­siv be­trie­ben wird, merkt man Mus­keln, von de­nen man nicht mal wuss­te, dass sie exis­tie­ren. Zeit: Ist ein Lu­xus­Ar­ti­kel, denn sie ist be­grenzt. Das wur­de mir so rich­tig be­wusst, als ich 50 Jah­re alt wur­de.

Er­in­nern Sie sich noch? So stand die Sän­ge­rin 1991 auf der Büh­ne.

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