Die herbst­li­che Wald­apo­the­ke

Das Neue - - MEDIZIN -

Der Wald ist vol­ler Heil­mit­tel – am We­ges­rand, auf dem Bo­den, in den Baum­kro­nen. Längst wird ih­re hei­len­de Wir­kung auch von der Schul­me­di­zin ge­nutzt. Das be­kann­te Schmerz­mit­tel Acetylsalicylsäure, kurz ASS, et­wa wur­de ur­sprüng­lich aus Wei­den­rin­de ge­won­nen. Auch die­se Wald­be­woh­ner ha­ben Heil­kräf­te:

Cham­pi­gnon: Der be­lieb­te Spei­se­pilz ent­hält nicht nur vie­le Vit­ami­ne – durch das En­zym Ty­ro­si­nase kön­nen die wei­ßen Köp­fe auch er­höh­ten Blut­druck sen­ken. Stu­di­en ha­ben zu­dem nach­ge­wie­sen, dass Cham­pi­gnons das Ri­si­ko für Brust­krebs deut­lich ver­rin­gern kön­nen. Da­für ver­ant­wort­lich ist ihr ho­her Ge­halt an Li­n­ol­säu­re – ein Vi­tal­stoff, der das Wachs­tum von Tu­mor­zel­len hemmt. Für den Schutz-Ef­fekt soll­ten drei­mal wö­chent­lich 150 g der Pil­ze ver­zehrt wer­den. Lat­schen­kie­fer: Den ty­pi­schen, wür­zi­gen Duft ver­dan­ken Kie­fern­na­deln ih­ren äthe­ri­schen Ölen. Die­se Sub­stanz ist es auch, die bei rheu­ma­ti­schen Ge­len­kund Mus­kel­schmer­zen Lin­de­rung ver­schafft. Als Ba­de­zu­satz för­dert Lat­schen­kie­fer die Durch­blu­tung und min­dert Ner­ven­schmer­zen. An­wen­dung: Drei Hand­voll Na­deln in zwei Li­tern Was­ser auf­ko­chen, nach 15 Mi­nu­ten ab­sei­hen, den Sud ins Ba­de­was­ser ge­ben. Bir­ken­blät­ter: Die ent­hal­te­nen Pflan­zen­farb­stof­fe ha­ben ei­ne harn­trei­ben­de und ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung. Ein Tee aus Bir­ken­blät­tern lässt des­halb Harn­weg­sin­fek­te schnel­ler ab­klin­gen. Re­zept: Ein TL ge­schnit­te­ne Blät­ter mit 200 ml ko­chen­dem Was­ser auf­gie­ßen, zehn Mi­nu­ten zie­hen las­sen, ab­sei­hen. Ein halb­stün­di­ger Wald­spa­zier­gang senkt den Blut­druck und ver­rin­gert das Stress­hor­mon Kor­ti­sol.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.