Prinz Hen­rik: Die­se Ab­schieds­rei­se rührt zu Trä­nen

Kö­ni­gin Marg­re­the er­füllt ih­rem Mann sei­nen letz­ten Wunsch – und er weiß gar nicht, wo er ist

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Die Stra­pa­zen nahm sie oh­ne zu zö­gern auf sich. Kö­ni­gin Marg­re­the (75) reis­te mit ih­rem Ehe­mann Hen­rik (81) um die hal­be Welt, um ihn viel­leicht noch ein­mal glück­lich zu er­le­ben. Der Be­such in In­do­ne­si­en war sein letz­ter Her­zens­wunsch. Ei­ne Ab­schieds­rei­se, die zu Trä­nen rührt.

Ei­nen schö­ne­ren Lie­bes­be­weis hät­te die Mon­ar­chin ih­rem schwer kran­ken Mann nicht er­brin­gen kön­nen. Hen­rik lei­det an De­menz, sei­ne Er­in­ne­run­gen ver­blas­sen von Tag zu Tag mehr. Von die­ser Rei­se hat­te er schon sehr lan­ge ge­träumt. Das hat ei­nen be­son­de­ren Grund: Als Kind ver­brach­te Hen­rik vie­le Jah­re in Süd­ost­asi­en und er be­ton­te in der Ver­gan­gen­heit im­mer wie­der, dass er dort mit die glück­lichs­te Zeit sei­nes Le­bens ver­bracht ha­be.

Trau­rig nur, dass der Prinz­ge­mahl jetzt über­haupt nicht zu wis­sen schien, wo er sich ei­gent­lich be­fand. Wäh­rend sei­ne Frau im­mer tap­fer in die Ka­me­ras lä­chel­te, schweif­te sein Blick völ­lig ins Lee­re. Wenn er mal lach­te, wirk­te Hen­rik un­si­cher und ver­wirrt. Die schö­nen Er­in­ne­run­gen, in sei­nem Kopf gibt es sie nicht mehr!

Ein schwe­rer Schlag, vor al­lem für Marg­re­the. Sie hat­te so ge­hofft, dass die­se Rei­se we­nigs­tens für ein paar kur­ze Mo­men­te das Glück von da­mals wie­der auf­le­ben las­sen könn­te. Ob­wohl sie selbst krank ist und un­ter schwe­rer Ar­thro­se lei­det, lässt sie nichts un­ver­sucht, ih­rem Mann zu hel­fen. Wie bit­ter muss die Er­kennt­nis sein, dass selbst die Er­fül­lung die­ses Wun­sches ihn nicht mehr aus sei­ner ei­ge­nen Welt be­frei­en kann.

Bad in der Kin­der-Men­ge! Als der Prinz­ge­mahl bei ei­nem Bad­min­ton-Match auf­tauch­te, wur­de er von strah­len­den Mi­ni-Cham­pi­ons um­zin­gelt.

Das An­kunft in der Haupt­stadt Ja­kar­ta:

be­grüßt. Kö­nigs­paar wur­de von Ge­ne­rä­len

die sich Prinz Hen­rik folg­te sei­ner Frau, Mü­he gab, ih­re Sor­gen zu ver­ber­gen.

Ech­te Freu­de? Beim Ver­las­sen des Schiffs wink­te Hen­rik eif­rig den Men­schen zu. Trotz gu­ter Lau­ne wirk­te er aber ziem­lich ver­krampft.

Of­fi­zi­el­ler Teil: Im „Pa­last der Frei­heit“wur­den

die Dä­nen von Prä­si­dent Jo­ko Wi­do­do (54, 2.

v. r.) und sei­ner Frau Iria­na (53, r.) be­grüßt.

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