Alain De­lon: „Ich möch­te mich ein letz­tes Mal ver­lie­ben“

Sein größ­ter Her­zen swunsch zum 80. Ge­burts­tag

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Er spiel­te den ge­fühl­lo­sen Ver­füh­rer, den kalt­blü­ti­gen Mör­der und Pro­fi-Kil­ler. Alain De­lon pfleg­te sein har­tes Image, auch pri­vat. Doch im Al­ter scheint der „eis­kal­te En­gel“auf­zu­tau­en. Zum 80. Ge­burts­tag am 8. No­vem­ber ver­rät der Welt-Star sei­nen größ­ten Her­zens­wunsch: „Ich möch­te mich ein letz­tes Mal ver­lie­ben!“

Nach der Tren­nung von sei­ner Freun­din Ro­sa­lie van Bree­men (49) wur­de kei­ne weib­li­che Schön­heit mehr an sei­ner Sei­te ge­sich­tet. Seit Jah­ren lebt er völ­lig zu­rück­ge­zo­gen in Dou­chy, ei­nem 1000-See­len-Nest in der Nä­he von Pa­ris, und küm­mert sich dort um ver­wahr­los­te Tie­re.

Vom Glanz und Ruhm der al­ten Zei­ten ist nicht mehr viel ge­blie­ben. Aus dem Frau­en­held ist ein Ein­sied­ler ge­wor­den, der selbst zu­gibt, das Flir­ten ein we­nig ver­lernt zu ha­ben. Da­bei ge­nüg­te frü­her nur ein kur­zer Blick aus sei­nen stahl­blau­en Au­gen und die Frau­en fie­len rei­hen­wei-

se in Ohn­macht. „Ich wur­de im­mer von Lö­win­nen an­ge­zo­gen. Und die Lö­win­nen ha­ben mich zer­stört“, sag­te er ein­mal. Nur ei­ne Frau hat ei­nen Platz in sei­nem Her­zen: Ro­my Schnei­der († 43), die er heu­te noch vol­ler Zärt­lich­keit „mein Pup­pe­le“nennt.

Ein Rau­bein, in dem doch ein wei­cher Kern steckt? Viel­leicht sind es die Er­fah­run­gen, die sei­ne schö­ne Scha­le hart wer­den lie­ßen. Zig­fach flog er von der Schu­le, bis er schließ­lich bei sei­nem Stief­va­ter in die Metz­ger­leh­re ging. Da­nach kämpf­te er 1954 im In­do­chi­na-Krieg. Ge­walt und Bru­ta­li­tät pflas­ter­ten auch spä­ter sei­nen Weg. Rausch- gift­han­del, Er­pres­sung und Pro­sti­tu­ti­on – im­mer wie­der gab es Ge­rüch­te, der Ki­no-Star ver­keh­re in düs­te­ren Krei­sen. Zwei sei­ner Freun­de en­de­ten mit ei­ner Ku­gel im Kopf, was Alain zahl­rei­che Ver­hö­re im Kom­mis­sa­ri­at be­scher­te.

Sei­nen ei­ge­nen „Ab­gang“hat er schon vor­be­rei­tet. Auf Alains ein­sa­mem Land­gut steht ei­ne klei­ne Ka­pel­le. „Ich will hier be­gra­ben wer­den“, sagt er. „In mei­nem klei­nen Reich, ganz nah bei mei­nen Tie­ren. Und hier könn­te auch mei­ne Frau lie­gen. Falls es über­haupt noch ein­mal ei­ne ge­ben wird …“

Auch im Al­ter noch ein at­trak­ti­ver Mann. Aber Alain De­lon sagt, dass er das Flir­ten ver­lernt hat. Ant­ho­ny (51. l.) trat als Schau­spie­ler in die über­gro­ßen Fuß­stap­fen sei­nes Va­ters, mit mä­ßi­gem Er­folg. Toch­ter Anouch­ka (24) und Sohn Alain-Fa­bi­en (21) stam­men aus der Be­zie­hung mit Ro­sa­lie. Sei­ne Kin­der

in 1962: Beim Film­fes­ti­val er sich Can­nes zeig­te der ganz ver­liebt mit sü­ßen Ro­my Schnei­der.

Mit sei­ner Ex-Freun­din Mi­reil­le Darc (77) ver­bin­det ihn auch heu­te noch ei­ne tie­fe und herz­li­che Freund­schaft.

1964: Sei­ne ein­zi­ge Ehe­frau Nat­ha­lie (74) schenk­te ihm Sohn Ant­ho­ny.

15 Jah­re war er mit Ro­sa­lie van Bree­men li­iert. 2002 trenn­te sich das Paar.

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