„Es ist herr­lich, von den Frau­en ge­liebt zu wer­den!“

Das Neue - - TV-STARS DER WOCHE -

Er ist ein ru­hi­ger und ge­fühl­vol­ler Mann und be­han­delt al­le Men­schen glei­cher­ma­ßen höf­lich. Kein Wun­der, dass Gerd Sil­ber­bau­er (62) vor al­lem beim weib­li­chen Pu­bli­kum be­son­ders gut an­kommt.

Wenn er Thea­ter spielt, strah­len zu 99,9 Pro­zent Frau­en auf die Büh­ne hin­auf. Und der An­ge­him­mel­te spürt die­se po­si­ti­ve Ener­gie ganz ge­nau …

Sie sind ein Frau­en­typ. Schmei­chelt das oder ge­hen Sie pro­fes­sio­nell dar­über hin­weg?

Nein, gar nicht. Mitt­ler­wei­le freut es mich sehr, wenn ich auf der Stra­ße an­ge­spro­chen wer­de. Ich kann Kol­le­gen nicht ver­ste­hen, die sa­gen, man sol­le sie in Ru­he las­sen. Es ist herr­lich, von den Frau­en ge­liebt zu wer­den!

Sind Sie je­mand, der Har­mo­nie braucht? Oder strei­ten Sie auch mal?

Nein, ich bin ein Ver­fech­ter der ab­so­lu­ten Har­mo­nie und kann auch nur mit Leu­ten zu­sam­men­ar­bei­ten, die ich mag. Ich ge­he ge­ne­rell je­dem Streit aus dem Weg. Mei­ne Freun­din ist da schon eher ge­ra­de­her­aus und gibt mir schon mal ei­nen Schubs, da­mit ich Din­ge et­was of­fen­si­ver an­ge­he.

Ei­gent­lich sa­gen Frau­en ja eher nicht, wenn ih­nen et­was auf der See­le liegt.

Ich glau­be, das hängt nicht vom Ge­schlecht ab. Ich bin um­ge­ben von Frau­en, die so­fort sa­gen, wenn ih­nen et­was nicht passt. Und vie­le mei­ner Freun­de sind ge­nau­so wie ich und ver­su­chen, die­sen Din­gen aus dem Weg zu ge­hen. Män­ner sind ja Flucht­tie­re, die lie­ber weg­ren­nen, als sich mit Kon­flik­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen. Frau­en sind da kon­se­quen­ter und ge­rad­li­ni­ger.

Sind Sie ei­ner der Män­ner, die Ge­füh­le zei­gen kön­nen?

Ja, man darf mit mir nicht ins Ki­no ge­hen, da wei­ne ich fast im­mer. Es ist völ­lig falsch, im­mer den Star­ken spie­len zu wol­len. Die­se Rol­len­ver­tei­lung ist über­holt.

Auf vie­len Fo­tos wir­ken Sie nicht, als ob Sie das Le­ben von der hei­te­ren Sei­te neh­men.

Das ist schon rich­tig, ich bin eher Me­lan­cho­li­ker. Mein Ge­sicht ist mar­kant, weil es über die Jah­re von den Hö­hen und Tie­fen des Le­bens ge­prägt wur­de.

Wie wich­tig ist Hu­mor für Sie?

Hu­mor ist das Wich­tigs­te über­haupt im Le­ben, vor al­lem, sich selbst nicht so wich­tig zu neh­men. Manch­mal ma­che ich mir ei­nen Spaß und sa­ge „Mein Gott, jetzt bin ich aber wie­der groß­ar­tig“, wenn ich mich gera­de ver­spro­chen ha­be.

Und wie er­rei­chen Sie Ih­re Zie­le?

Die ver­fol­ge ich mit Gut­mü­tig­keit. Ich ver­su­che im­mer, an die mensch­li­che Sei­te zu ap­pel­lie­ren. Mei­ne Freund­lich­keit und Höf­lich­keit wer­den mir oft als Schwä­che aus­ge- legt. Nur et­wa 4–5 Mal im Jahr bre­che ich ei­nen Streit vom Zaun und wer­de laut. Das Trau­ri­ge an die­ser Ge­sell­schaft ist, dass man nur ge­hört wird, wenn man laut wird. Die lei­sen Tö­ne nimmt kei­ner wahr.

TV-Star Gerd Sil­ber­bau­er liebt die Har­mo­nie: „Ich ge­he Streit aus dem Weg!“

Der lang­jäh­ri­ge Wahl-Mün­che­ner mit Freun­din Ge­sa Micha­hel­les.

Sohn Ar­thur (11) stammt aus sei­ner frü­he­ren Be­zie­hung zu Schau­spielKol­le­gin Ju­lia Stel­ter (40).

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.