Die 6 größ­ten Ehe-Irr­tü­mer

Ehe­ver­trag, Er­ben, Haf­tung Auf dem Prüf­stand Rund 80 Pro­zent al­ler ehe­li­chen Strei­te­rei­en dre­hen sich ums Geld. „das neue“er­klärt, wel­chen My­then Sie bes­ser nicht auf­sit­zen soll­ten

Das Neue - - RATGEBER -

1Ich haf­te für Schul­den mei­nes Gat­ten mit

Der Ehe­mann nimmt ei­nen Kre­dit für sein neu­es Au­to oder ein teu­res Hob­by auf? Dann ist das al­lein sein Pri­vat­ver­gnü­gen. Und das bleibt es auch dann noch, wenn er die Schul­den nicht mehr be­glei­chen kann. Ehe­part­ner haf­ten nur, wenn sie sol­che Kre­di­te mit un­ter­zeich­net ha­ben oder ei­ne Bürg­schaft ein­ge­gan­gen sind.

2Rech­nun­gen

zahlt der Ver­trags­neh­mer

Das heißt aber nicht, dass der­je­ni­ge, der al­lein ei­nen Ver­trag un­ter­zeich­net, auch im­mer al- lein auf den Kos­ten sit­zen bleibt. Geht es um Rech­nun­gen für ge­mein­sa­me Be­lan­ge – et­wa Mie­te, Öl, Gas oder Strom – sind im­mer bei­de Ehe­leu­te für die Be­zah­lung ver­ant­wort­lich.

3Nach

der Schei­dung be­kommt die Frau kei­nen Un­ter­halt mehr

Es stimmt, dass Frau­en nach ei­ner Schei­dung nicht mehr pau­schal An­spruch auf Un­ter­halt ha­ben. Aber: Frau­en aus lang­jäh­ri­gen Ehen (meist ab 20 Jah­ren), die als Haus­frau die Kin­der groß­ge­zo­gen ha­ben und des­halb auf dem Ar­beits­markt kaum noch ei­ne Chan­ce hät­ten, wird un­be­fris­te­ter Un­ter­halt ge­währt, um Här­te­fäl­le zu ver­mei­den.

4Oh­ne

Ver­trag gilt bei Schei­dung hal­be- hal­be

Heut­zu­ta­ge sind die meis­ten Ehen Zu­ge­winn­ge­mein­schaf­ten. Das be­deu­tet: Nur, was wäh­rend der Ehe er­wirt­schaf­tet wur­de, muss ge­teilt wer­den. Be­saß die Frau z. B. zu Be­ginn der Ehe 10 000 Eu­ro und am En­de 20 000, wäh­rend der Mann an- fangs 20 000 Eu­ro und spä­ter 60 000 Eu­ro be­saß, be­trägt der zu tei­len­de Zu­ge­winn 50 000 Eu­ro. Die Frau geht al­so mit 35 000 Eu­ro aus der Ehe und der Mann mit 45 000 Eu­ro.

5Der

Ehe­part­ner erbt bei Fa­mi­li­enerb­schaf­ten mit

Je­der Ehe­part­ner erbt für sich. Stirbt al­so die rei­che Erb­tan­te und hin­ter­lässt dem Mann ein ansehnliches Ver­mö­gen, muss er das nicht mit sei­ner Frau tei­len. Im Tren­nungs­fall steht ihr in ei­ner Zu­ge­winn­ge­mein­schaft aber die Hälf­te des Wert­zu­wach­ses des ge­erb­ten Ge­gen­stands im Ver­lauf der Ehe zu. Das kann dann et­wa die Zin­sen des an­ge­leg­ten Gel­des be­tref­fen.

6Ge­trenn­te

Kon­ten gleich Gü­ter­tren­nung

Vie­le Ehe­paa­re den­ken, dass zwei ge­trenn­te Kon­ten und auf­ge­teil­te Ge­gen­stän­de schon ei­ner Gü­ter­tren­nung ent­spre­chen. Die ist aber ein ge­setz­li­cher Stand, der aus­schließ­lich durch ei­ne no­ta­ri­el­le Ur­kun­de fest­ge­legt wer­den kann.

Glück­li­che Ehe­paa­re brau­chen

kei­ne Re­ge­lun­gen? Das ist oft ein Irr­tum.

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