So war 2015 Wir muss­ten Ab­schied neh­men …

Das Neue - - JAHRESRÜCKBLICK, TEIL 2 -

Die Kult-Ehe­frau

Eli­sa­beth Wie­de­mann († 89)

■ Be­rühmt ge­wor­den als Frau von „Ekel Al­f­red“, war Eli­sa­beth Wie­de­mann die letz­te Über­le­ben­de des Schau­spie­ler- Quar­tetts aus Die­ther Krebs († 52), Heinz Schu­bert († 73) und Hil­de­gard Krekel († 60) in „Ein Herz und ei­ne See­le“. Sie schloss am 27. Mai ih­re Au­gen für im­mer.

Richard von Weiz­sä­cker († 94)

Der Bun­des-Kö­nig

■ Mehr als ein Bun­des­prä­si­dent: Richard von Weiz­sä­cker, der am 31. Ja­nu­ar starb, war ein Aus­nah­me- Po­li­ti­ker. Als Mei­len­stein sei­ner Amts­zeit von 1984 – 1994 gilt die Re­de vom 8. Mai 1985 zum 40. Jah­res­tag des Kriegs­en­des.

Chris­to­pher Lee († 93) Mann für Gru­sel und Schre­cken

■ Be­vor Herz­be­schwer­den sein Le­ben am 7. Ju­ni be­en­de­ten, gab Sir Chris­to­pher Lee sei­ne gan­ze Kar­rie­re lang den Bö­se­wicht. Ob als „Graf Dra­cu­la“, „Dr. Fu Man Chu“oder „ Sar­u­man“in „ Der Herr der Rin­ge“: Nie­mals wird der Bri­te als „Meis­ter des Schau­ri­gen“ver­ges­sen wer­den!

Ben Wet­ter­vo­gel († 53) Nie­mand er­ahn­te sei­ne Ver­zweif­lung

■ Im­mer gut ge­launt – so kann­te man den Wet­terMo­de­ra­tor Ben Wet­ter­vo­gel aus dem „ Mor­gen­ma­ga­zin“. Doch wenn er al­lein war, war er ein­sam und trank zu viel. Am 2. Fe­bru­ar er­schoss er sich.

Max Gre­ger († 89)

Er gab den Ton an

■ „Wir wa­ren da­bei, bis er ein­ge­schla­fen ist“, sagt sei­ne Fa­mi­lie über die letz­ten St­un­den der krebs­kran­ken Big-Band-Le­gen­de am 15. Au­gust. Max Gre­gers be­gna­de­tes Ta­lent am Sa­xo­fon bleibt un­ver­ges­sen.

Hell­muth Ka­ra­sek († 81)

Ge­lieb­ter Kri­ti­ker

Hart, aber herz­lich – für die­se Mi­schung lieb­ten die Men­schen den Li­te­ra­tur-Kri­ti­ker Hell­muth Ka­ra­sek. Sein Tod kam plötz­lich: Am 29. Sep­tem­ber starb er an Gal­len­gang-Krebs. Kurz zu­vor hat­te er mit ei­nem Au­gen­zwin­kern den „Ikea“-Ka­ta­log re­zen­siert.

Omar Sha­rif († 83) Für im­mer „Dr. Schi­wa­go“

■ Die Haupt­rol­le im Epos „Dok­tor Schi­wa­go“mach­te ihn un­ver­gess­lich. Omar Sha­rif starb am 10. Ju­li – wie sei­ne Film- Fi­gur an ei­nem Herz­in­farkt. Was vie­le nicht wuss­ten: Er war spiel­süch­tig, ver­lor Mil­lio­nen!

Hel­mut Dietl († 70)

Der See­len-Gu­cker

■ „Ros­si­ni“, „Kir Roy­al“, „Mo­na­co Fran­ze“– der Re­gis­seur guck­te mit sei­nen Fil­men in die baye­ri­sche See­le wie kein an­de­rer. Da­für lieb­te ihn die Na­ti­on. Hel­mut Dietl litt an Lun­gen­krebs und starb am 30. März in Mün­chen.

Ja­mes Last († 86) Ihn brach­te kei­ner aus dem Takt

■ Der Jazz-Mu­si­ker präg­te mit sei­nem Orches­ter den „ Hap­py Sound“des „ Ea­sy Lis­ten­ing“. Am 9. Ju­ni ver­sag­ten Ja­mes Lasts Or­ga­ne. Ob­wohl er zu­letzt in Ame­ri­ka leb­te, wur­de er auf dem Ham­bur­ger Fried­hof Ohls­dorf im Gr­ab sei­ner El­tern be­er­digt.

Gün­ter Grass († 87)

Der Blech­tromm­ler

■ Nur ei­ne Wo­che vor sei­nem Tod am 13. April schrieb Gün­ter Grass sei­ne letz­ten Zei­len. Ti­tel des Werks: „Von­ne End­lich­kait“. Der Li­te­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger geht als Au­tor von „ Die Blech­trom­mel“in die Ge­schich­te ein.

Edith Hancke († 86) ■ Mit ei­ner Kör­per­grö­ße von 1,53 m und ei­ner un­ver­wech­sel­ba­ren Pieps­stim­me spiel­te sich die Ber­li­ne­rin in un­se­re Her­zen. Un­ver­ges­sen: Edith Hanckes Rol­len in „ Der Bi­ber­pelz“oder „ Him­mel oh­ne Sterne“. Nach lan­gem Krebs­lei­den ver­starb sie am 4. Ju­ni. Bob­bi Kris­ti­na Brown († 22) ■ Sie folg­te ih­rer Mut­ter Whit­ney Hous­ton († 48) in den Tod: Im Ja­nu­ar 2015 wur­de Bob­bi be­wusst­los in der Ba­de­wan­ne ge­fun­den, am 26. Ju­li starb sie an den Fol­gen. Ihr frü­her Tod war ein gro­ßer Schock für Fa­mi­lie, Freun­de und Fans. Karl Moik († 76) ■ Im März 1981 flim­mer­te er zum ers­ten Mal mit dem von ihm kon­zi­pier­ten „Mu­si­kan­ten­stadl“über die Bild­schir­me, beim „ Sil­ves­ter­stadl“2005 / 2006 zum letz­ten Mal. Als Karl Moik am 26. März nach meh­re­ren Schlag­an­fäl­len und Herz­in­fark­ten für im­mer „Servus“sag­te, wein­te die ge­sam­te Volks­mu­sik-Welt um ihn. Ani­ta Ek­berg († 83)

Mu­se und Män­ner-Traum

■ Mit ih­rem Bad im rö­mi­schen Tre­viBrun­nen in Fe­de­ri­co Fel­li­nis „La dol­ce vi­ta“(1960) ver­dreh­te die Schwe­din der Män­ner­welt den Kopf. Am 11. Ja­nu­ar starb Ani­ta Ek­berg nach lan­ger Krank­heit in Rom.

Hel­mut Schmidt († 96) ■ „Hel­mut Schmidt ist tot. Wir müs­sen jetzt er­wach­sen wer­den.“Jour­na­list Gio­van­ni di Lo­ren­zo (56), den mit dem Po­li­ti­ker ei­ne en­ge Freund­schaft ver­band, bringt es auf den Punkt: Für die meis­ten war Hel­mut Schmidt mehr als „ nur“Po­li­ti­ker. Er war Staats­mann, Vorbild, Va­ter­fi­gur. Ei­ner, der die Kon­trol­le hat­te, der wuss­te, was zu tun war. Am 10. No­vem­ber schlief er ein, Toch­ter Susanne (68) und Le­bens­ge­fähr­tin Ruth Loah (82) wa­ren an sei­ner Sei­te. Nun ist er bei sei­ner Frau Lo­ki († 91) im Him­mel.

Pier­re Bri­ce († 86)

Adieu, „Win­ne­tou“!

■ Pier­re Bri­ce war „Win­ne­tou“und „Win­ne­tou“war Pier­re Bri­ce. Mal emp­fand der Fran­zo­se sein Film-Al­ter-Ego als Fluch, mal als Se­gen. 2011 sprach er zu­letzt vom „Glück, ei­ne sol­che Rol­le zu spie­len“. Im­mer bei ihm: Sei­ne Frau Hel­la (66). In ih­ren Ar­men er­lag er am 6. Ju­ni ei­ner Lun­gen­ent­zün­dung. Hel­la: „Er sag­te

mir mit den Au­gen , Adieu‘.“

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