– Die Zwie­bel-Apo­the­ke

Ob Dia­be­tes, Gicht oder Bron­chi­tis – der schar­fe Saft der Knol­le lin­dert vie­le Krank­hei­ten und beugt Be­schwer­den vor

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Wer hat nicht schon ein­mal beim Schnei­den ei­ner Zwie­bel Trä­nen ver­gos­sen? Doch so un­an­ge­nehm die­se Ne­ben­wir­kung ist – sie zeigt uns auch, wel­che Kräf­te in der Knol­le ste­cken. Denn ge­ra­de die schwe­fel­hal­ti­gen äthe­ri­schen Öle, die uns zum Wei­nen brin­gen, ma­chen die Zwie­bel so ge­sund.

Zwie­bel- Säck­chen bei Oh­ren­schmer­zen

Frü­her, in der Kind­heit, soll­ten wir bei Oh­ren­schmer­zen ei­ne hal­be Zwie­bel auf das Ohr drü­cken. Das gilt im­mer noch, denn heu­te ist die Heil­wir­kung wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen: Zwie­bel­dämp­fe ha­ben ei­ne an­ti­bak­te­ri­el­le Wir­kung, sind des­halb schmerz­lin­dernd und ent­zün­dungs­hem­mend. Bei Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen hilft ein war­mes Zwie­belSäck­chen. Da­zu ei­ne Knol­le fein ha­cken, in ein Tuch ein­rol­len und zu­bin­den. Auf ei­nem um­ge­dreh­ten Koch­topfDe­ckel über Was­ser­dampf er­wär­men. Min­des­tens 30 Mi­nu­ten aufs Ohr le­gen.

Sanf­ter Hus­ten­saft aus der Knol­le

Der Saft der Zwie­bel wirkt stark schleim­lö­send. Da­her ist er ein idea­les Mit­tel bei Hus­ten, Bron­chi­tis und Na­sen­ne­ben­höh­len- Ent­zün­dun­gen. Denn der Zwie­bel­saft löst fest­sit­zen­den Schleim in den Atem­we­gen und er­leich­tert das Ab­hus­ten. Re­zept für ei­nen Hus­ten­saft: Zwei Zwie­beln rei­ben, zu dem Brei fünf­mal so viel Zu­cker oder Ho­nig ge­ben, zehn Mi­nu­ten zie­hen las­sen. Den Saft tee­löf­fel­wei­se über den Tag ver­teilt ein­neh­men.

Schar­fer Schutz vor Herz­in­farkt

Die schwe­fel­hal­ti­gen Sub­stan­zen der Zwie­bel trei- ben uns nicht nur Trä­nen in die Au­gen. Sie sind auch für die blut­ver­dün­nen­den Ei­gen­schaf­ten der Knol­le ver­ant­wort­lich. Die Schwe­fel­ver­bin­dun­gen hem­men die Blut­ge­rin­nung und ver­bes­sern so die Durch­blu­tung. Die­ser Ef­fekt beugt der Bil­dung von ge­fähr­li­chen Blut­ge­rinn­seln in den Adern vor – und schützt so vor Throm­bo­se und Herz­in­farkt. Tipp: Ei­ne ro­he oder zwei is drei ge­koch­te Zwie­beln täg­lich es­sen.

Ro­te Zwie­beln lin­dern Gicht­be­schwer­den

Spe­zi­el­le Pflan­zen­farb­stof­fe in ro­ten Zwie­beln kön­nen chro­ni­sche Ent­zün­dun­gen im Kör­per hem­men. Schon ei­ne Knol­le täg­lich hilft des­halb, Er­kran­kun­gen wie Gicht, Rheu­ma und Ar­thri­tis zu lin­dern. Tipp: Zwie­beln am bes­ten roh es­sen und mög­lichst viel der äu­ße­ren Schich­ten ver­zeh­ren. Hier be­fin­den sich die meis­ten wich­ti­gen Vi­tal­stof­fe.

Bei ei­nem aku­ten Gich­tAn­fall hilft das Ein­rei­ben der be­trof­fe­nen Stel­le mit Zwie­bel­saft. Da­zu zwei bis drei Knol­len klein wür­feln, in ein dün­nes Tuch ein­schla­gen und aus­quet­schen. Den so ent-

stan­de­nen Saft di­rekt auf die Haut ge­ben.

In­su­lin- Er­satz für Dia­be­ti­ker

Das in der Zwie­bel ent­hal­te­ne pflanz­li­che Hor­mon Glu­ko­ki­nin setzt den Blut­zu­cker­pie­gel ganz na­tür­lich her­ab. Der Wirk­stoff för­dert – ähn­lich wie In­su­lin – den Zu­cker-Stoff­wech­sel in der Bauch­spei­chel­drü­se. Das senkt den Zu­cker­ge­halt im Blut. Schon durch den Ver­zehr ei­ner Zwie­bel täg­lich kann so die In­su­lin­ga­be in der Dia­be­tes-The­ra­pie ver­rin­gert wer­den.

Zwie­bel- Brü­he für die Ver­dau­ung

Die ent­hal­te­nen En­zy­me re­gen die Pro­duk­ti­on von Ma­gen- und Darm­säf­ten an. Das för­dert sanft die Ver­dau­ung. Zu­dem wird die Ent­gif­tungs­ar­beit von Le­ber und Nie­ren ver­bes­sert. So kann die Zwie­bel Er­kran­kun­gen der Le­ber lin­dern, wie et­wa He­pa­ti­tis, so­wie der Bil­dung von Nie­ren­stei­nen vor­beu­gen. Tipp: Am be­kömm­lichs­ten sind ge­koch­te Zwie­beln. Trin­ken Sie auch das Koch­was­ser oder die Brü­he. Die­se ent­hal­ten die meis­ten wich­ti­gen Wirk­stof­fe.

Die Pflan­zen

farb­stof­fe in ro­ten Zwie­beln

lin­dern ent­zünd­li­che Er­kran­kun­gen

wie Rheu­ma oder Ar­thri­tis.

Ein Zwie­bel-Säck­chen lin­dert Oh­ren­schmer­zen – und kann ganz ein­fach selbst ge­macht wer­den.

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