Trotz Dia­be­tes

Das Neue - - MEDIZIN -

End­lich mes­sen oh­ne Piks in den Fin­ger

Für vie­le In­su­lin-Pflich­ti­ge ist das re­gel­mä­ßi­ge Blut­zu­cker­Mes­sen zwar Rou­ti­ne, aber sehr läs­tig. Der Stich in den Fin­ger ist un­an­ge­nehm und man muss stän­dig die Dia­be­tes-Aus­rüs­tung da­bei­ha­ben. Me­di­zi­ner ha­ben nun ein neu­es Ge­rät ent­wi­ckelt, das ei­ne Mes­sung oh­ne Stich er­mög­licht. Statt­des­sen trägt der Pa­ti­ent ei­nen klei­nen Sen­sor am Ober­arm, et­wa so groß wie ei­ne 2-Euro-Mün­ze. Wie ein Pflas­ter hält das Ge­rät dort 14 Ta­ge und misst mit­tels ei­nes klei­nen Füh­lers un­ter der Haut mi­nüt­lich den Blut­zu­cker-Wert. Mit­hil­fe ei­nes Le­se­ge­räts kön­nen die Wer­te je­der­zeit ab­ge­ru­fen und bis zu 90 Ta­ge lang ge­spei­chert wer­den – das Ge­rät muss nur kurz über den Sen­sor ge­hal­ten wer­den. „Au­ßer­dem gibt der Sen­sor ei­nen Alarm, wenn der Pa­ti­ent ge­fähr­lich un­ter­zu­ckert ist. „Das kann be­son­ders nachts le­bens­wich­tig sein“, sagt Dr. Rit­tig. Ers­te Kran­ken­kas­sen (DAK und TK) über­neh­men be­reits die Kos­ten für das Sys­tem (ca. 120 Euro im Mo­nat).

Auch das Sprit­zen von In­su­lin soll zu­künf­tig ein­fa­cher sein. For­scher ver­su­chen Stof­fe zu ent­wi­ckeln, die den Blut­zu­cker bis zu 48 St­un­den lang sen­ken. In Ar­beit sind auch so­ge­nann­te „schlaue In­su­li­ne“, die erst wir­ken, wenn der Zu­cker­spie­gel steigt. Die­se sol­len als Pflas­ter auf die Haut ge­klebt wer­den und au­to­ma­tisch In­su­lin in den Kör­per ab­ge­ben kön­nen.

Ga­b­rie­le, be­geis­ter­te Ther­maCa­re-Ver­wen­de­rin

Wie mes­se ich mei­nen Blut­zu­cker rich­tig? Wie wirkt das In­su­lin in mei­nem Kör­per? Darf ich jetzt nichts Sü­ßes mehr es­sen? In spe­zi­el­len Schu­lun­gen beim Arzt oder in Dia­be­tes-Zen­tren ler­nen Pa­ti­en­ten al­les, um im All­tag mit der Zu­cker­krank­heit um­ge­hen zu kön­nen. Der Be­ra­ter gibt un­ter an­de­rem In­for­ma­tio­nen zur rich­ti­gen Er­näh­rung, zum Ver­hal­ten bei Un­ter­zu­cke­rung und zur Ein­nah­me von Me­di­ka­men­ten so­wie zum Sprit­zen von In­su­lin. Spre­chen Sie Ih­ren Dia­be­to­lo­gen dar­auf an.

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