Bei Mus­kel­krämp­fen: Ma­g­ne­si­um-Spei­cher fül­len

Das Neue - - MEDIZIN -

Erst ein Spa­zier­gang durch den ver­schnei­ten Park. Dann Kaf­fee trin­ken in der war­men Stu­be – was für uns ein Ver­gnü­gen ist, be­deu­tet für un­se­re Haut Stress pur. Denn Käl­te, di­cke Woll­pul­lis und tro­cke­ne Hei­zungs­luft ent­zie­hen ihr, was sie am drin­gends­ten braucht: Feuch­tig­keit und Fett. Die un­schö­nen Fol­gen: raue, schup­pi­ge oder ju­cken­de Haut, die oft auch an­fäl­li­ger ist für Ent­zün­dun­gen. Dem kön­nen wir ein­fach vor­beu­gen:

Schutz­man­tel aus der Tu­be

Wäh­len Sie für die Kör­per- und Ge­sichts­pfle­ge jetzt reich­hal­ti­ge­re Pro­duk­te als im Som­mer. Die Talg­drü­sen sind bei Käl­te we­ni­ger ak­tiv und brau­chen fett­hal­ti­ge „Un­ter­stüt­zung“, um die Schutz­bar­rie­ren un­se­res größ­ten Or­gans in­takt zu hal­ten. Er­ho­lung für ge­stress­te Haut bie­ten auch Cre­mes und Lo­tio­nen mit den Feuch­tig­keits­bin­dern „Urea“und „Aloe ve­ra“. Bei Frost sind sehr fett­hal­ti­ge Käl­te­schutz­sal­ben (Apo­the­ke) sinn­voll. Die­se soll­ten Sie vor dem Spa­zie­ren­ge­hen auf al­le un­ge­schütz­ten Kör­per­par­ti­en auf­tra­gen. Wich­tig: nach­her die­sen „Schutz­man­tel“wie­der ent­fer­nen und ei­ne leich­te Feuch­tig­keits­pfle­ge auf­tra­gen. Denn in ge­heiz­ten Räu­men kann zu viel Cre­me zu ei­nem Wär­mestau füh­ren. Wenn die Haut je­doch be­reits ge­reizt ist, hel­fen re­zept­freie hy­dro­kor­ti­son­hal­ti­ge Cre­mes. Bei Hy­dro­kor­ti­son han­delt es sich um ein Hor­mon, das vom Kör­per aus­ge­schüt­tet wird, um Ent­zün­dun­gen zu be­kämp­fen. Al­ler­dings soll­ten Sie auf al­ko­hol­hal­ti­ge-Prä­pa­ra­te ver­zich­ten, denn die­se kön­nen zu ei­nem Bren­nen füh­ren. Sanf­ter ist ei­ne neue und auf dem deut­schen Markt bis­lang ein­zig­ar­ti­ge 0,5-pro­zen­ti­ge Hy­dro­kor­ti­sonC­re­me, die zu­sätz­lich feuch­tig­keits­er­hal­ten­des und pfle­gen­des Dex­pan­the­nol ent­hält (Fe­ni-Hy­dro­cort 0,5, Apo­the­ke).

Alarm­stu­fe rot?

Star­ke Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen füh­ren bei sen­si­bler Haut schnell zu ro­ten Äder­chen. Couperose hei­ßen die­se klei­nen Ge­fäßer­wei- Bei Mi­nus­Tem­pe­ra­tu­ren bes­ser zu reich­hal­ti­ge­ren Cre­mes grei­fen te­run­gen, die sich meist an Na­se und Wan­gen zei­gen. Dem kön­nen Sie mit lau­war­men Kom­pres­sen aus Lin­den­blü­ten­tee (Apo­the­ke) vor­beu­gen (ca. zehn Mi­nu­ten auf­le­gen). Die Pflan­zen­wirk­stof­fe stär­ken die Ge­fä­ße.

Ba­den wie Cleo­pa­tra

Ei­ne wei­te­re Wohl­tat: ein Bad in Milch und Ho­nig. Die In­halts­stof­fe wir­ken rück­fet­tend und bin­den Feuch­tig­keit. Hier­für 1 l But­ter­milch er­wär­men, 1/2 Tas­se Ho­nig da­rin auf­lö­sen und als Ba­de­zu­satz ver­wen­den. Bei Juck­reiz oder Ek-

Kno­chen, Mus­keln, Herz und Ge­hirn – fast je­des Or­gan ist auf den Mi­ne­ral­stoff Ma­g­ne­si­um an­ge­wie­sen. Des­halb be­zeich­nen ihn Me­di­zi­ner auch als „Baustein des Le­bens“. Doch laut ei­ner ak­tu­el­len Stu­die lei­det je­der sechs­te Deut­sche un­ter ei­nem Ma­g­ne­si­um-Man­gel.

Krank­hei­ten wie Dia­be­tes und Stress kön­nen die Vor­rä­te des ze­men hilft Mol­ke be­son­ders gut (3 l pro Voll­bad). Wich­tig: nach dem Bad nicht ab­spü­len!

Haut­pfle­ge zum Es­sen

Wich­tig ist jetzt auch ei­ne ge­sun­de Er­näh­rung mit reich­lich Obst und Ge­mü­se. Ech­te Jung­brun­nen für un­se­re Kör­per­hül­le sind da­bei die Vi­tal­stoff-Bom­ben Avo­ca­do, Möh­ren und Wal­nüs­se. Le­cker z. B. in ei­nem Win­ter­sa­lat, den Sie dann noch mit 1 EL Son­nen­blu­men­öl ab­run­den soll­ten: Denn es lie­fert den Haut-Bal­sam Li­n­ol­säu­re.

Kör­pers schnell auf­brau­chen. Ty­pi­sche An­zei­chen sind dann z. B. häu­fig nachts auf­tre­ten­de Krämp­fe in den Wa­den, Kopf­schmer­zen oder Herz­ra­sen. For­scher fan­den her­aus, dass ein Ma­g­ne­si­um-Man­gel so­gar Mi­grä­ne aus­lö­sen kann.

Sind die Re­ser­ven er­schöpft, kön­nen sie nur schwer durch die Nah­rung auf­ge­füllt wer­den. Des­halb emp­fiehlt sich bei ei­nem be­ste­hen­den Man­gel die täg­li­che Ein­nah­me ei­nes Ma­g­ne­si­um-Prä­pa­rats (z. B. Ma­g­ne­si­um Ver­la, Apo­the­ke). Sol­che Pro­duk­te soll­ten min­des­tens vier Wo­chen lang ein­ge­nom­men wer­den, um für ei­nen vol­len Spei­cher zu sor­gen.

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