„Wir kön­nen uns zu 100 Pro­zent auf­ein­an­der ver­las­sen"

Das Neue - - TV-STARS DER WOCHE - B. Ci­bach

Gött­li­che Neu­ig­kei­ten: Die ARD-Se­rie „ Um Him­mels Wil­len“geht in die 15. Run­de! „das neue“be­glei­te­te die Haupt­dar­stel­le­rin­nen Ni­na Ho­ger und Ja­ni­na Hart­wig (bei­de 54) bei den Dreh­ar­bei­ten in Mün­chen.

Ein Ge­spräch über Non­nen, Ma­ke-up und ih­re Freund­schaft vor und hin­ter der Ka­me­ra. Sie bei­de ha­ben vie­le Ge­mein­sam­kei­ten: glei­ches Ge­burts­jahr, die­sel­be Se­rie, er­folg­reich im Be­ruf, glück­lich li­iert. Was mö­gen Sie an­ein­an­der?

Ja­ni­na: Ni­nas Durch­set­zungs­kraft fin­de ich toll. Ich schät­ze sie als Mensch und Schau­spie­le­rin, das kann ich ganz oh­ne Schleim­spur sa­gen.

Ni­na: Vor­sicht, der Bo­den klebt schon (lacht)! Nein, im Ernst: Ja­ni­na ist an­ge­nehm un­kom­pli­ziert, im­mer gut ge­launt und sehr pro­fes­sio­nell. Sie schaut ei­nem in die Au­gen. Vie­le Kol­le­gen kön­nen das nicht, das fin­de ich ganz furcht­bar. Bei Ja­ni­na weiß ich ganz ge­nau: Ich kann mich zu 100 Pro­zent auf sie ver­las­sen.

Ja­ni­na: Sehr lieb von dir! Das emp­fin­de ich bei dir ge­nau­so. Na­tür­lich ha­be ich auch Ta­ge, an de­nen es mir nicht so gut geht. Aber es nutzt ja nichts. Ich kann nicht ar­bei­ten, wenn am Dreh­ort schlech­te Stim­mung ist. Das schlägt auf mei­ne Krea­ti­vi­tät. Ei­gent­lich müss­ten die Dreh­ar­bei­ten doch herr­lich ent­spannt sein, weil Sie mit der Non­nen­tracht im­mer das glei­che Ko­s­tüm tra­gen …

Ja­ni­na: Es ver­kürzt die Zeit in der Mas­ke un­ge­mein. Es wird nur ein biss­chen ge­pu­dert – und schon bin ich fer­tig! Ni­na, bei dei­nen Haa­ren ist das si­cher­lich nicht ganz so ein­fach, oder?

Ni­na: 30 Se­kun­den! Gum­mi­band ins Haar, Stirn­band, Hau­be auf den Kopf und weg ist die ro­te Strub­bel-Mäh­ne. Trotz­dem ist es je­des Mal ein Kampf mit der Vi­sa­gis­tin. Ich fle­he um je­de Wim­per, da­mit sie ge­tuscht wird, und bett­le um je­den Au­gen­brau­en­strich, um vor der Ka­me­ra halb­wegs gut aus­zu­se­hen. Aber na­tür­lich muss es glaub­wür­dig sein – und Non­nen schmin­ken sich nun mal be­kannt­lich nicht. Ha­ben Sie bei­de sich pri­vat et­was von Ih­rer Se­ri­en-Rol­le ab­ge­schaut, sich viel­leicht so­gar ein biss­chen ver­än­dert?

Ja­ni­na: Selbst in Si­tua­tio­nen, die schein­bar aus­weg­los er­sch­ei- nen, bleibt „Schwes­ter Han­na“ein po­si­tiv den­ken­der Mensch. Un­ge­lo­gen: Ich er­le­be pri­vat hin und wie­der Mo­men­te, in de­nen ich über­le­ge: Was wür­de sie jetzt ma­chen? Das hat mir schon oft da­bei ge­hol­fen, das Glas halb voll statt halb leer zu se­hen. Ich wür­de sa­gen, ich bin viel ent­spann­ter und ge­las­se­ner ge­wor­den.

Ni­na: Die „Mut­ter Oberin“, die ich seit ei­nem Jahr ver­kör­pe­re, ist eher ein prag­ma­ti­scher Mensch. Wenn ein Pro­blem auf-

taucht, muss es ge­löst wer­den. So bin ich auch. Füh­len Sie sich im Le­ben an­ge­kom­men?

Ni­na: Um Him­mels wil­len! Ich hof­fe nicht, dass ich an­ge­kom­men bin, dann wä­re ich ja tot. Nein, auch wenn ich sehr glück­lich bin, möch­te ich noch viel ent­de­cken und je­de Men­ge ler­nen. Mei­ne Groß­mut­ter hat im­mer ge­sagt: „Man wächst an sei­nen Her­aus­for­de­run­gen.“Das ist ei­ne ab­ge­dro­sche­ne Le­bens­weis­heit, aber da ist was dran. Still­stand ist im­mer schlecht.

Ja­ni­na: Ich ha­be Ve­rän­de­run­gen, ob im Be­ruf oder im Pri­vat­le­ben, stets als Be­rei­che­rung wahr­ge­nom­men. „Im Le­ben an­kom­men“hat so et­was Star­res,

Fest­ge­fah­re­nes. Ich möch­te be­weg­lich blei­ben. Ei­ne Aus­zeit im Klos­ter – wä­re das pri­vat et­was für Sie?

Ja­ni­na: Ab­so­lut! Freun­de von mir wa­ren für zwei Wo­chen auf ei­nem Schwei­ge-Se­mi­nar im Klos­ter und ha­ben be­geis­tert da­von er­zählt. Man er­fährt ganz viel über sich, denn durch das Schwei­gen wer­den die Sin­ne ge­schärft. Ich fin­de das span­nend und wer­de es auf je­den Fall ir­gend­wann mal ma­chen!

Ni­na: Al­so, ich schwei­ge lie­ber im Wald oder im Gar­ten. Das kann ich in­zwi­schen auch ganz gut ge­nie­ßen. Frü­her hat­te ich ziem­lich schnell ein schlech­tes Ge­wis­sen, wenn ich mal nichts ge­tan ha­be.

Schnel­le Stär­kung: Ni­na Ho­ger („Oberin Theo­do­ra“) holt sich beim Ca­te­ring-Wa­gen ei­nen hei­ßen Kaf­fee.

Was gibt’s Neu­es im „Klos­ter Kal­ten­thal“? „das neue“durf­te hin­ter die Ku­lis­sen schau­en und be­glei­te­te die Se­ri­en-Stars auch in die Gar­de­ro­be.

Himm­li­scher Bei­stand für „das neue“- Re­por­ter Ben­ja­min Ci­bach.

Und Ac­tion! Kurz vor Dreh-Be­ginn be­spricht die Schau­spie­le­rin mit dem Ka­me­ra­mann die Ab­läu­fe.

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