Ers­te Hil­fe: Das kann ich tun, bis der Arzt kommt

Die fünf häu­figs­ten Kri­sen­si­tua­tio­nen, in de­nen wirk­lich je­de Mi­nu­te zählt

Das Neue - - MEDIZIN -

Bis der Ret­tungs­dienst kommt, ver­ge­hen in Deutsch­land nach ei­nem No­t­ruf höchs­tens 17 Mi­nu­ten: Ei­ne Zeit­span­ne, die über Le­ben und Tod ent­schei­den kann. Doch zwei von drei Deut­schen wis­sen im Ernst­fall nicht, wie sie Ers­te Hil­fe leis­ten kön­nen – so ein Tes­t­er­geb­nis vom Ro­ten Kreuz. Die fol­gen­den Re­geln be­rei­ten Sie auf die wich­tigs­ten Si­tua­tio­nen vor und hel­fen Ih­nen, Le­ben zu ret­ten.

Bei Schlag­an­fall den Ober­kör­per auf­rich­ten

Star­ke Kopf­schmer­zen, Schwin­del, Ver­wirrt­heit, Sprach­stö­run- gen und plötz­li­che Läh­mun­gen sind ty­pi­sche Schlag­an­fall-Sym­pto­me. Le­gen Sie den Be­trof­fe­nen auf den Rü­cken und rich­ten Sie den Ober­kör­per et­was auf – so wird der Druck auf das Ge­hirn ver­rin­gert. Wich­tig: Kei­ne Kopf­schmerz-Ta­blet­ten oder an­de­re Me­di­ka­men­te ge­ben.

Bei­ne hoch­la­gern bei kur­zem Kreis­lauf­kol­laps

Fällt je­mand in Ohn­macht und kommt gleich wie­der zu Be­wusst­sein, kann das ver­schie­de­ne Grün­de ha­ben. Gut ist es, wenn Sie die Bei­ne hoch­la­gern, da­mit das Ge­hirn wie­der aus­rei­chend mit Blut ver­sorgt wird.

Wich­tig: Brin­gen Sie den Be­trof­fe­nen ins Kran­ken­haus, um die Ur­sa­che zu klä­ren.

Be­ru­hi­gen und warm­hal­ten bei Herz­in­farkt

Klagt der Be­trof­fe­ne über star­ke ste­chen­de Schmer­zen in der Brust und Atem­not, so weist das auf ei­nen In­farkt hin. Le­gen Sie den Kran­ken auf den Rü­cken und rich­ten Sie sei­nen Ober­kör­per leicht auf, um das Herz zu ent­las­ten. Wich­tig: Be­ru­hi­gen Sie den Pa­ti­en­ten und de­cken Sie ihn zu, so­dass er nicht friert.

Kei­ne Sal­be auf Brand­wun­den

Über grö­ße­re Brand­wun­den soll­ten Sie auf kei­nen Fall Was­ser lau­fen las­sen. Da­durch kann es zu Un­ter­küh­lung oder so­gar zu ei­nem Käl­te­schock kom­men. Da­mit der Arzt die Wun­de un­ver­än­dert sieht, soll­ten Sie kei­ne Sal­be auf­tra­gen. Wich­tig: Ist die Verb­ren­nung klei­ner als zwei Ein-Euro-Mün­zen, kön­nen Sie die Wun­de bis zu zwei Mi­nu­ten mit Lei­tungs­was­ser küh­len und be­nö­ti­gen kei­nen Not­arzt.

Nicht be­we­gen, wenn die Wir­bel­säu­le ver­letzt ist

Ach­ten Sie am Un­fall­ort dar­auf, ob ein Be­trof­fe­ner über star­ke Rü­cken­schmer­zen klagt. Wenn zu­sätz­lich sei­ne Ar­me oder Bei­ne krib­beln, liegt höchst­wahr­schein­lich ei­ne Ver­let­zung der Wir­bel­säu­le vor. Wich­tig: Ver­än­dern Sie die Po­si­ti­on des Be­trof­fe­nen auf kei­nen Fall. Da­durch könn­te die Ver­let­zung zu­sätz­lich ver­schlim­mert wer­den.

Wich­tig bis

zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­diens­tes: ein gu­ter Erst­hel­fer.

Herz­in­farkt­Pa­ti­en­ten soll­ten auf den Rü­cken ge­legt und zu­ge­deckt

wer­den.

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