Wie ver­kraf­tet sie die­sen Ver­lust?

Nach dem Tod von Wolf­gang Ra­de­mann will sie stark sein. Doch Freun­de sor­gen sich.

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Es war ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­zie­hung, die Ruth Ma­ria Ku­bit­schek (84) und Wolf­gang Ra­de­mann († 81) verband. 40 Jah­re wa­ren sie ein Paar, aber zu­sam­men­ge­lebt ha­ben sie nie. Trotz­dem wuss­te die Schau­spie­le­rin im­mer, dass sie sich auf ih­ren Liebs­ten ver­las­sen kann. Jetzt muss­te er für im­mer ge­hen – und Freun­de sor­gen sich um die Hin­ter­blie­be­ne. Wie wird Ruth Ma­ria Ku­bit­schek die­sen Ver­lust ver­kraf­ten?

Die letz­ten Wo­chen vor sei­nem Tod ver­brach­ten sie ge­mein­sam. „Die Mo­na­te an sei­ner Sei­te in Ber­lin wa­ren un­end­lich schön“, er­in­nert sie sich. „So lan­ge und in­ten­siv wa­ren wir nie zu­sam­men.“Bis zu­letzt hoff­ten sie, dass der Pro­du­zent die Le­ber­zir­rho­se über­ste­hen wür­de. Doch am 31. Ja­nu­ar muss­te er sich dem Tod er­ge­ben.

Für ihn das En­de: „Nach

dem Tod kommt nüscht“, war er über­zeugt. Für sei­ne Le­bens­ge­fähr­tin ein Wech­sel in ei­ne an­de­re Welt. „Ich ha­be ver­sucht, ihm die Angst vor dem Über­gang zu neh­men“, sagt sie.

Die Schwei­ze­rin glaubt fest an Wie­der­ge­burt. Und auch dar­an, ih­ren Liebs­ten ir­gend­wann ein­mal wie­der­zu­se­hen. Den­noch steht sie jetzt al­lei­ne da, die Stüt­ze der letz­ten 40 Jah­re gibt es nicht mehr.

Trost fin­det sie si­cher bei ih­rem Sohn, der in ih­rer Nä­he wohnt, bei der En­ke­lin und vie­len Freun­den. Auch die Ar­beit an ih­ren Ge­mäl­den und ihr Glau­be wer­den si­cher ein we­nig über den gro­ßen Schmerz hin­weg­hel­fen.

Doch die Fra­ge bleibt, ob all das die schmerz­li­che Lü­cke, die der Tod von Wolf­gang Ra­de­mann in ihr hin­ter­las­sen hat, wirk­lich fül­len kann ...

„Ich ha­be ver­sucht, ihm die Angst vor dem Über­gang zu neh­men“

Sor­gen nach dem Tod von Wolf­gang Ra­de­mann (†)

Vier­zig ge­mein­sa­me Jah­re, die der Tod be­en­de­te: Wolf­gang Ra­de­mann lässt sei­ne Le­bens­ge­fähr­tin Ruth Ma­ria Ku­bit­schek zu­rück.

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