Was macht Käl­te mit mei­nem Her­zen?

Der kal­te Win­ter schwächt un­ser wich­tigs­tes Or­gan – so schüt­zen Sie Ih­ren Le­bens­mo­tor ef­fek­tiv in der dunk­len Jah­res­zeit

Das Neue - - DIESE WOCHE IN -

Der Fe­bru­ar bringt oft noch ein­mal win­ter­li­che Käl­te – und mit ihr steigt das Herz­in­farkt­ri­si­ko. Stu­di­en be­le­gen, dass in den Win­ter­mo­na­ten dop­pelt so vie­le In­fark­te auf­tre­ten wie im Som­mer. Der Grund: In der dunk­len Jah­res­zeit ist das Herz ei­ner Rei­he von Fak­to­ren aus­ge­setzt, die es schwä­chen.

das Neue hat die wich­tigs­ten zu­sam­men­ge­stellt:

1 Käl­te ver­engt die Ge­fä­ße

Nied­ri­ge Tem­pe­ra­tu­ren be­las­ten den ge­sam­ten Or­ga­nis­mus – am stärks­ten lei­det je­doch das Herz. Denn: Bei Käl­te ver­en­gen sich die Blut­ge­fä­ße, das Herz pumpt ge­gen ei­nen hö­he­ren Wi­der­stand an. Das kann – je nach Vo­r­er­kran­kung – zu ei­ner ge­fähr­li­chen Über­be­las­tung des Herz­mus­kels füh­ren. Im schlimms­ten Fall droht ein In­farkt oder plötz­li­cher Herz­tod. Star­ke kör­per­li­che An­stren­gung, wie et­wa Ar­bei­ten im Frei­en, soll­te da­her an sehr kal­ten Ta­gen (ab mi­nus fünf Grad) ver­mie­den wer­den. Ge­gen Spa­zier­gän­ge ist je­doch nichts ein­zu­wen­den – im Ge­gen­teil: Leich­te Be­we­gung schützt das Herz.

2 Man­gel an Be­we­gung

Bei kal­tem Schmud­del­wet­ter igeln wir uns ger­ne ein. Doch wer sich nicht be­wegt, ge­fähr­det Herz und Ar­te­ri­en. Da­her gilt: Ent­we­der warm an­zie­hen und drau­ßen ein sanf­tes Sportprogramm ab­sol­vie­ren, z. B. Wal­ken – oder leich­tes Aus­dau­er­trai­ning (et­wa Schwim­men) im War­men. In bei­den Fäl­len sind je­weils 30 Mi­nu­ten vier- bis fünf­mal pro Wo­che ide­al. Denn da­durch kann das Ri­si­ko für Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kun­gen deut­lich ver­rin­gert wer­den.

3 Fett­rei­che Er­näh­rung

Fri­sches Obst, kna­cki­ge Sa­la­te – was uns im Som­mer be­geis­tert, reizt uns bei Käl­te we­nig. Wir es­sen def­ti­ger und fett­rei­cher – da­zu kom­men die Fest­ta­ge. Mit ge­fähr­li­chen Fol­gen: Die Blut­fett­wer­te stei­gen, eben­so wie das Kör­per­ge­wicht. Tipp: Na­schen Sie herz­klug! Wal­nüs­se statt Kek­se, dunk­le Scho­ko­la­de statt Mar­zi­pan. Sehr ge­eig­net fürs Herz ist auch die Mit­tel­meer­kü­che: Sie legt den Schwer­punkt auf Ge­mü­se und Voll­korn­pro­duk­te, ver­wen­det we­nig Fleisch (nur zwei­mal die Wo­che), be­vor­zugt Fisch und ist sehr fett­arm.

4 Pro­duk­ti­on von Vit­amin D ge­ring Ei­ne dä­ni­sche Stu­die be­legt: Das Ri­si­ko für Herz­er­kran­kun­gen steigt bei ei­nem Vit­amin-DMan­gel deut­lich an. Im Som­mer bil­det der Kör­per mit Hil­fe der UV-B-Strah­len des Son­nen­lichts den Vi­tal­stoff selbst. Doch im Win­ter kommt durch den Son­nen­win­kel in un­se­ren Brei­ten kaum UV-B-Strah­lung auf der Erd­ober­flä­che an: Ärz­te schät­zen, dass 60 Pro­zent der Deut­schen im Win­ter ei­nen Man­gel ha­ben. Vor­beu­gend wirkt der re­gel­mä­ßi­ge Ver­zehr von fet­tem Fisch (Lachs, Aal), Pil­zen und Milch­pro­duk­ten. In son­nen­ar­men Mo­na­ten hel­fen Vit­amin-DPrä­pa­ra­te aus der Apo­the­ke (Ta­ges­do­sis 1 000 Ein­hei­ten).

Be­we­gung an der fri­schen Luft hält fit und beugt Herz­er­kran­kun­gen vor.

Leich­te Wan­de­run­gen sind auch bei Mi­nus­gra­den wärms­tens zu emp­feh­len.

Ome­ga-3-Fett­säu­ren aus Lachs schüt­zen das Herz und die Ge­fä­ße.

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