Schmerz­mit­tel wer­den durch Kof­f­e­in dop­pelt so wirk­sam

Das Neue - - MEDIZIN -

Ei­ne Tas­se Es­pres­so ge­nie­ßen – und schon ist das läs­ti­ge Po­chen im Kopf ver­schwun­den? Das funk­tio­niert tat­säch­lich. Denn das Kof­f­e­in wirkt mehr­fach ge­gen den Sch­merz. Es senkt die Fließ­ge­schwin­dig­keit des Blu­tes in den Hirn­ge­fä­ßen – da­durch sinkt der Druck, es wer­den we­ni­ger Schmerz­si­gna­le aus­ge­sandt. Und: Be­reits ei­ne Men­ge von 100 mg Kof­f­e­in (so viel wie in ei­nem Es­pres­so) stei­gert die Wir­kung der schmerz­lin­dern­den Stof­fe Par­acet­amol und Ace­tyl­sa­li­cyl­säu­re (ASS) um das Dop­pel­te, wie ei­ne ak­tu­el­le Stu­die zeigt. Die Wirk­sam­keit und Ver­träg­lich­keit sol­cher Kom­bi­na­ti­ons­prä­pa­ra­te wur­de in Stu­di­en be­legt (Prüf­prä­pa­rat „Tho­ma­py­rin“, Apo­the­ke).

Ge­ne­rell ra­ten Me­di­zi­ner da­zu, Kopf­schmer­zen nicht aus­zu­hal­ten, son­dern bes­ser früh­zei­tig zu be­han­deln. An­dern­falls kön­nen die Be­schwer­den chro­nisch wer­den. Je schnel­ler die Schmer­zen ge­stoppt wird, des­to we­ni­ger Me­di­ka­men­te braucht man ins­ge­samt.

Auch bei der Do­sie­rung der Schmerz­mit­tel soll­te nicht zu nied­rig an­ge­setzt wer­den. Als Faust­re­gel emp­fiehlt es sich, die obe­re Gren­ze der an­ge­ge­be­nen Ein­zel­do­sie­rung auf dem Bei­pack­zet­tel zu neh­men. Denn das Cre­do der For­scher lau­tet: Bes­ser den Sch­merz gleich ef­fek­tiv aus­schal­ten als stän­dig „nach­dok­tern“.

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