Me­di­ka­men­ten-St­un­den­plan – wann neh­me ich wel­che Arz­nei?

The­ra­pi­en, Arz­nei­en, Hor­mo­ne – al­les hat sei­ne idea­le Zeit. So nut­zen Sie die Gunst der St­un­de!

Das Neue - - MEDIZIN -

Bei Ärz­ten und Apo­the­kern hat sich die Er­kennt­nis durch­ge­setzt: Die Ein­nah­me von Ta­blet­ten al­lein reicht oft nicht. Der rich­ti­ge Zeit­punkt trägt ent­schei­dend zu ih­rer Ver­träg­lich­keit und Wirk­sam­keit bei. Wir ge­ben die wich­tigs­ten Tipps.

Kor­ti­son von 6 bis 8 Uhr

Früh­mor­gens er­reicht die Kor­ti­son-Pro­duk­ti­on der Ne­ben­nie­ren ih­ren Hö­he­punkt. Zu­ge­führ­tes Kor­ti­son ist dann we­ni­ger an­stren­gend für den Kör­per als zu an­de­ren Ta­ges­zei­ten. Da­durch ver­rin­gert sich die Ge­fahr von Ne­ben­wir­kun­gen.

Schild­drü­sen- Hor­mo­ne: 6 bis 10 Uhr

Die vom Arzt ver­schrie­be­nen Mit­tel soll­ten min­des­tens ei­ne hal­be St­un­de vor dem Früh­stück ge­schluckt wer­den. Auf nüch­ter­nen Ma­gen nimmt der Kör­per die Schild­drü­sen-Hor­mo­ne bes­ser auf.

Blut­druck- Sen­ker von 8 bis 12 Uhr

Mor­gens schal­tet der Kör­per auf Ak­ti­vi­tät um, d. h. er er­höht den Blut­druck und die Herz­fre­quenz. Des­halb sind blut­druck­sen­ken­de Mit­tel, so­ge­nann­te Be­ta-Blo­cker, am Vor­mit­tag am ef­fek­tivs­ten. Es gibt je­doch auch ei­ni­ge Blut­druck­sen­ker, de­ren Wir­kung ver­zö­gert er­folgt. Falls Sie sich nicht si­cher sind: Fra­gen Sie Ih­ren Arzt, wel­ches Me­di­ka­ment er ver­schrie­ben hat.

Sprit­ze beim Zahn­arzt um 15 Uhr

Neue­ren wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­su­chun­gen zu­fol­ge ist die Schmerz­wahr­neh­mung am frü­hen Nach­mit­tag am ge­rings­ten. Au­ßer­dem wirkt ei­ne ört­li­che Be­täu­bung dann drei­mal län­ger als am Vor­mit­tag.

Weib­li­che Hor­mo­ne von 18 bis 20 Uhr

Östro­ge­ne und an­de­re Hor­mo­ne sol­len bei Schlaf­stö­run­gen oder Hit­ze­wal­lun­gen in den Wech­sel­jah­ren hel­fen. Da­mit sie in der Nacht wir­ken kön­nen, ist abends der rich­ti­ge Zeit­punkt, sie zu neh­men. Vor­sicht vor ei­ner Über­do­sie­rung: Sie könn­ten da­durch Schwie­rig­kei­ten ha­ben, mor­gens aus dem Bett zu kom­men.

Schmerz­mit­tel von 19 bis 21 Uhr

Wenn ASS (Ace­tyl­sa­li­cyl­säu­re) re­gel­mä­ßig ein­ge­nom­men wird, dann am bes­ten abends: Die Be­las­tung für die Ma­gen­schleim­haut ist dann am ge­rings­ten.

Asth­ma- Mit­tel von 20 bis 24 Uhr

Mor­gens zwi­schen 4 und 5 Uhr sind die Atem­we­ge am engs­ten. Bron­chi­en er­wei­te­r­en­de Lang­zeit­mit­tel wir­ken 12 St­un­den, da­her am bes­ten vor dem Ein­schla­fen ein­neh­men.

An­ti- Rheu­ma­ti­ka nach 22 Uhr

Me­di­ka­men­te ge­gen Rheu­ma sind spät­abends am ver­träg­lichs­ten. Sie wir­ken mit Ver­zö­ge­rung – so sind sie am Mor­gen am ef­fek­tivs­ten, wenn die Ge­len­ke schmer­zen oder von der Nacht noch steif sind.

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