Me­di­zin: Schluss mit stei­fen Ge­len­ken

Wenn Sie sich mor­gens nur schwer be­we­gen kön­nen, hat das in den meis­ten Fäl­len ganz harm­lo­se Ur­sa­chen – die Sie leicht aus der Welt schaf­fen kön­nen

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Schwe­re Bei­ne und ein Zie­hen im Kreuz – da­mit be­ginnt für vie­le der Tag. Wer sich beim Auf­ste­hen im­mer wie­der mit sol­chen An­lauf­schwie­rig­kei­ten quält, be­fürch­tet häu­fig et­was Erns­tes. Da­bei sind Er­kran­kun­gen wie Ar­thro­se oder Rheu­ma nur in äu­ßerst sel­te­nen Fäl­len die Aus­lö­ser.

Wie man sich bet­tet...

...so liegt man. Oft ist die fal­sche Ma­trat­ze der „Übel­tä­ter“bei mor­gend­li­chen Be­schwer­den: Zu har­te Mo­del­le drü­cken auf die Band­schei­ben. Dann kön­nen sich die­se Pols­ter, die zwi­schen den Wir­beln sit­zen und für die Be­weg­lich­keit sor­gen, nicht mit Flüs­sig­keit fül­len. Die Fol­ge: Stei­fig­keit. In zu wei­che Un­ter­la­gen sinkt der Kör­per wie­der­um an ei­ni­gen Stel­len zu stark ein. Bän­der und Mus­keln wer­den über­dehnt, ver­span­nen sich – es kommt zu Kreuz­schmer­zen. Die rich­ti­ge Ma­trat­ze un­ter­stützt hin­ge­gen die na­tür­li­che S-Form des Rü­ckens. Sie gibt an Ge­säß so­wie Schul­tern nach und stützt die Wir­bel­säu­le. Je grö­ßer das Ge­wicht ist, des­to här­ter soll­te die Fe­de­rung sein.

Auf Schuh­werk ach­ten

Zu ho­he Ab­sät­ze, zu we­nig ge­dämpf­te Soh­len – wer dann noch

viel zu Fuß geht, lei­det rasch un­ter ei­ner Ent­zün­dung in der Soh­le. Ist die so­ge­nann­te Plant­ar­se­h­ne ge­reizt, fühlt sich mor­gens je­der Schritt wie ein Tritt in ei­nen Na­gel oder ei­ne Scher­be an. Ge­gen die Be­schwer­den hilft leich­te Gym­nas­tik für Fer­se und Wa­de, um die Mus­keln zu deh­nen: Blei­ben Sie auf dem Rü­cken im Bett lie­gen, die Bei­ne gera­de las­sen. Dann die Fü­ße für zehn Se­kun­den „an­kip­pen“, so­dass die Ze­hen zur De­cke zei­gen. Im An­schluss stre­cken Sie sie wie ei­ne Bal­le­ri­na beim Spit­zen­tanz. Wie­der­ho­len Sie die­se Übung zwei bis drei Mal am Mor­gen. Schon nach we­ni­gen Ta­gen soll­te ei­ne deut­li­che Bes­se­rung ein­tre­ten.

Hil­fe aus der Na­tur

Bei Ge­lenk­pro­ble­men, die mit Mor­gen­st­ei­fig­keit ein­her­ge­hen, hat sich Schüß­ler-Salz Nr. 2 Cal­ci­um Phos­pho­ri­cum (Apo­the­ke) be­währt. Denn Kal­zi­um ist wich­tig für den Auf­bau und Er­halt von Kno­chen und Knor­pel. Ih­re Do­sis für mehr Be­weg­lich­keit: Drei Mal täg­lich je drei Ta­blet­ten Nr. 2 un­ter der Zun­ge zer­ge­hen las­sen.

Ge­gen Mus­kel­schmer­zen hilft ein Heub­lu­men­bad: Übergießen Sie hier­zu 500 Gramm ge­trock­ne­ter Heub­lu­men­blü­ten (gibt es in der Apo­the­ke) mit vier Li­ter hei­ßem Was­ser, nach zehn Mi­nu­ten ab­sei­hen. Den Auf­guss ins Voll­bad ge­ben und ei­ne Vier­tel­stun­de in der Wan­ne bei cir­ca 35 Grad ent­span­nen.

Gym­nas­tik stärkt den Ge­lenkk­nor­pel

Gym­nas­tik kur­belt den Stoff­wech­sel von Knor­pel und Kno­chen an. In Rü­cken­la­ge die Fü­ße dicht am Po auf­stel­len. Bauch­na­bel stark ein­zie­hen. Rü­cken run­den. Das Be­cken vom Bo­den lö­sen bis zur Brü­cken­stel­lung. Dann zu­rück auf den Bo­den le­gen. Drei- bis fünf­mal wie­der­ho­len. Dehnt die mitt­le­re und un­te­re Wir­bel­säu­le.

Wann in Be­hand­lung?

Wenn sich die Be­schwer­den ver­schlim­mern oder sich auch nach sechs Wo­chen nicht spür­bar ge­bes­sert ha­ben, soll­ten Sie zum Arzt ge­hen. Der kann ei­ne ge­naue­re Dia­gno­se stel­len und Sie dann dem­ent­spre­chend be­han­deln.

Häu­fig kann schon ein Ma­trat­zen­wech­sel die Ge­lenk­schmer­zen be­sei­ti­gen.

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