„Mei­ne Le­bens­kri­se ist end­lich vor­bei!“.

Nach schwe­ren Schick­sals­schlä­gen fühlt er sich mit 60 wie­der wohl

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Sei­ne Kin­der und die Mu­sik hal­fen in der schwers­ten St­un­de

Wohl kaum ein deut­scher Künst­ler po­la­ri­siert so sehr wie Her­bert Grö­ne­mey­er. Die ei­nen lie­ben ihn, die an­de­ren dre­hen bei sei­nen Songs das Ra­dio lei­ser. Doch in ei­nem sind sich al­le ei­nig: Kaum je­mand muss­te solch bittere Schick­sals­schlä­ge ver­kraf­ten wie der ge­bür­ti­ge Göt­tin­ger. Am 12. April wird der Mu­si­ker 60 Jah­re. Und recht­zei­tig zum Ju­bi­lä­um sagt er: „Mei­ne Le­bens­kri­se ist end­lich vor­bei!“

Es war der No­vem­ber 1998, der das Le­ben von Her­bert Grö­ne­mey­er schlag­ar­tig ver- än­der­te. In­ner­halb von nur vier Ta­gen star­ben zwei ge­lieb­te Men­schen. Zu­nächst sein Bru­der Wil­helm († 44), da­nach Ehe­frau An­na († 45) – bei­de an Krebs.

Es dau­er­te lan­ge, bis er sich von die­sem Schock er­hol­te. „Wenn man so ei­ne Ka­ta­stro­phe er­lebt, ist man völ­lig zer­rüt­tet und ängst­lich“, sag­te er vier Jah­re nach dem Tod der Liebs­ten. Ne­ben der Un­ter­stüt­zung durch sei­ne Fa­mi­lie, al­len vor­an durch die Kin­der Fe­lix (28) und Ma­rie (27), war be­son­ders die Mu­sik sein Ret­tungs­an­ker. „Sie ist für mich ein Ven­til, das mein Le­ben in Ba­lan­ce hält“, er­klärt

er. „Die Mu­sik ist mein pri­va­ter Hoch­si­cher­heits­trakt. Mein Ge­heim­nis, das mich über­all­hin be­glei­tet und das mir kei­ner neh­men kann.“

Ge­heim ist zu­dem sein Pri­vat­le­ben. Nur ei­nes lässt „Her­bie“durch­bli­cken: Er ist seit drei­ein­halb Jah­ren end­lich wie­der ver­liebt. „Mei­ne Traum­frau ist da. Sie heißt Jo­sha. Das Le­ben hat sich mir wie­der so un­ter die Fü­ße ge­scho­ben. Ich bin glück­lich und ver­liebt“, ver­rät er. Viel mehr will der Sän­ger da­zu nicht sa­gen. Nur noch so viel: „Dass man das er­le­ben darf – und noch mal er­le­ben darf – in der Form, ist ein gro­ßes Glück. Der Wunsch ist, ge­mein­sam alt zu wer­den. Und das sieht gut aus.“

Er blickt wie­der po­si­tiv in die Zu­kunft: Her­bert Grö­ne­mey­er.

Der Sän­ger ge­nießt die Fans bei sei­nen Kon­zer­ten. „Sie ge­ben mir so viel Ener­gie“, schwärmt er.

1981 fei­er­te er mit dem Kult­film „Das Boot“an der Sei­te von Oli­ver Strit­zel (59) und Martin May (54, v. l.) ei­nen rie­si­gen Er­folg.

Ab 1978 war An­na die Frau an sei­ner Sei­te. 1993 folg­te die Hoch­zeit. Am 5. No­vem­ber 1998 starb sie an Brust­krebs.

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