Dia­gno­se Gicht – und dann?

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könn­te dann zu dau­er­haf­ten Ent­zün­dun­gen so­wie Ver­for­mun­gen der Ge­len­ke kom­men. Bil­den sich zu­sätz­lich so­ge­nann­te Gicht­kno­ten, müs­sen die­se ope­ra­tiv ent­fernt wer­den. Au­ßer­dem dro­hen Nie­ren­stei­ne und blei­ben­de Nie­ren­schä­den.

Schmerz­mit­tel hel­fen

Bei ei­nem aku­ten Gicht­an­fall ver­schreibt der Arzt Schmerz­mit­tel und Cor­ti­son so­wie Me­di­ka­men­te, wel­che die Pro­duk­ti­on wei­te­rer Harn­säu­re hem­men.

Wich­tig: Bis die Be­hand­lung wirkt, ver­ge­hen manch­mal meh­re­re Wo­chen. Das ist ganz nor­mal. In die­ser Zeit kön­nen Be­trof­fe­ne ih­re Be­schwer­den nicht nur mit Schmerz­mit­teln lin­dern, son­dern auch mit al­ter­na­ti­ven Me­tho­den – zum Bei­spiel hel­fen küh­len­de Quark­wi­ckel. Sie wir­ken ent­zün­dungs­hem­mend und an­ge­nehm küh­lend.

An­wen­dung: Den kal­ten Quark et­wa ei­nen Zen­ti­me­ter dick auf ein be­feuch­te­tes Baum­woll­tuch strei­chen. Das Tuch ein­schla­gen und so auf das schmer­zen­de Ge­lenk le­gen, dass nur ei­ne dün­ne Stoff­schicht zwi­schen Haut und Quark liegt. Mit ei­nem tro­cke­nen Stoff­tuch um­wi­ckeln und ein bis zwei St­un­den ein­wir­ken las­sen.

Säu­re­spie­gel sen­ken

Be­währt ha­ben sich gleich­falls ho­möo­pa­thi­sche Mit­tel (z. B. Ar­ni­ca, Apo­the­ke) so­wie ei­ne Blut­egel-The­ra­pie, die von Heil­prak­ti­kern durch­ge­führt wird. Die­se Maß­nah­men soll­ten aber mit dem be­han­deln­den Arzt ab­ge­spro­chen wer­den. Zu ei­ner lang­fris­ti­gen Sen­kung des Harn­säu­re­spie­gels kann der Pa­ti­ent selbst am meis­ten bei­tra­gen. Ne­ben ei­ner ge­ne­ti­schen Ver­an­la­gung ma­chen Me­di­zi­ner näm­lich auch un­ge­sun­de Er­näh­rungs­ge­wohn­hei­ten so­wie Be­we­gungs­man­gel und Über­ge­wicht für die Krank­heit ver­ant­wort­lich.

We­nig Al­ko­hol trin­ken

Be­trof­fe­ne soll­ten ih­ren Stoff­wech­sel durch re­gel­mä­ßi­ge Be­we­gung an­re­gen und beim Es­sen ei­ni­ge wich­ti­ge Re­geln be­ach­ten: Weil Al­ko­hol – und da­bei vor al­lem Bier – den Harn­säu­re­spie­gel schnell in die Hö­he treibt, ist es rat­sam, wei­test­ge­hend dar­auf zu ver­zich­ten. Au­ßer­dem

soll­ten Pa­ti­en­ten dar­auf ach­ten, dass sie täg­lich zwei bis drei Li­ter Wasser trin­ken – das hilft dem Or­ga­nis­mus, mehr Harn­säu­re aus­zu­schei­den. Und: Mei­den Sie Le­bens­mit­tel, die ei­nen ho­hen An­teil an Pu­rin ent­hal­ten. Die­ser an sich un­be­denk­li­che Stoff wird über die Nah­rung auf­ge­nom­men und im Kör­per zu Harn­säu­re um­ge­wan­delt. Ein ho­her Pu­ri­n­an­teil fin­det sich vor al­lem in ro­tem Fleisch, Fisch und Mee­res­früch­ten. För­der­lich sind da­ge­gen Le­bens­mit­tel wie et­wa Nu­deln, Reis, Milch­pro­duk­te so­wie Obst und Ge­mü­se.

Der Arzt kann die Ur­sa­che für Schmer­zen

in den Ge­len­ken der Fin­ger

er­tas­ten.

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