Gibt es das nicht bil­li­ger?

Die Deut­schen sind Spit­zen­rei­ter beim Geld­aus­ge­ben für Arz­nei­mit­tel. Un­se­re Spar-Tricks däm­men die Kos­ten

Das Neue - - DIESE WOCHE IN - Ja­na Sti­e­ler

Wir grei­fen im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich be­son­ders ger­ne zu den teu­ren Prä­pa­ra­ten. Mit ein we­nig Me­di­zi­ner-Latein oder aber auch im In­ter­net er­hal­ten Sie schnell preis­wer­te Al­ter­na­ti­ven.

Rusti­cu „ Ge­ne­ri­ka“und

„ Re- Im­por­te“

Zwei wich­ti­ge Fach­be­grif­fe, mit de­nen Ihr Apo­the­ken­be­such in Zu­kunft preis­wer­ter wird, lau­ten „Ge­ne­ri­ka“und „Re-Im­por­te“. Ers­te­re sind Pro­duk­te mit iden­ti­schem Wirk­stoff und glei­cher Qua­li­tät und Wirk­sam­keit wie das Aus­gangs-Me­di­ka­ment. Das wird mit ih­rer Zu­las­sung amt­lich be­legt, des­we­gen sind die­se Prä­pa­ra­te si­cher. Sie un­ter­schei­den sich nur im Na­men, in der Op­tik und im Preis: Sie sind gut zwei Drit­tel güns­ti­ger.

Wie Ge­ne­ri­ka er­hal­ten Kun­den auch Re-Im­por­te meist nur auf Nach­fra­ge. Hier­bei wer­den Me­di­ka­men­te in Deutsch­land her­ge­stellt, ins Aus­land ex­por­tiert und dann wie­der in die Bun­des­re­pu­blik ge­schickt. Wie das bil­li­ger sein kann als der Di­rekt­ver­kauf? Vie­le Mit­tel wer­den im Aus­land so viel preis­wer­ter an­ge­bo­ten, dass der Re-Im­por­teur sie dort ein­kau­fen und hier zu ei­nem Preis an­bie­ten kann, der im­mer noch un­ter dem deut­schen liegt.

Aut-idem- Re­gel ( lat. „ oder Glei­ches“)

Bei re­zept­pflich­ti­gen Me­di­ka­men­ten hilft die „aut-idem“Re­ge­lung (lat. „oder Glei­ches“) beim Spa­ren. Der Arzt ver­schreibt nicht das Mit­tel ei­nes be­stimm­ten Her­stel­lers, son­dern nur den not­wen­di­gen Wirk­stoff so­wie des­sen Do­sie­rung und Dar­rei­chungs­form. Der Apo­the­ker muss dann aus pas­sen­den Me­di­ka­men­ten ei­nes der drei preis­güns­tigs­ten aus­wäh­len. Da der Pa­ti­ent bei ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Me­di­ka­men­ten zehn Pro­zent der Kos­ten trägt (höchs­tens aber zehn Eu­ro), lohnt sich das ge­ra­de bei teu­ren Mit­teln. Manch­mal steht dann so­gar ei­nes zur Aus­wahl, das ganz von der Zu­zah­lung be­freit ist.

Rusti­cu lIm In­ter­net

ein­kau­fen

Re­zept­freie Mit­tel sind on­li­ne er­heb­lich güns­ti­ger er­hält­lich als in der Apo­the­ke vor Ort. Um si­che­re Wa­re zu er­hal­ten, soll­ten Sie nur auf Sei­ten be­stel­len, die ein Im­pres­sum ha­ben. Und dort soll­te ste­hen, dass der Apo­the­ker sei­ne Zu­las­sung in Deutsch­land oder im eu­ro­päi­schen Aus­land er­hal­ten hat. Auch An­ga­ben zur zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de und Apo­the­ken­kam­mer soll­ten dort zu fin­den sein. Ein Re­gis­ter al­ler se­riö­sen Apo­the­ken fin­den Sie au­ßer­dem im In­ter­net un­ter www.dimdi.de.

Kran­ken­kas­senAn­ge­bo­te nut­zen

Falls Sie sehr häu­fig re­zept­freie Me­di­ka­men­te kau­fen, kann es sich so­gar loh­nen, die Kas­se zu wech­seln. Seit ei­ner Wei­le er­stat­ten auch ge­setz­li­che Kas­sen Kos­ten bis zu ei­ner be­stimm­ten Gren­ze (je nach Kas­se 30 bis 400 Eu­ro jähr­lich) – manch­mal un­ter der Vor­aus­set­zung, dass ein Arzt das Mit­tel ver­ord­net hat, manch­mal mit ei­ner klei­nen Pa­ti­en­ten-Zu­zah­lung. Ei­ne voll­stän­di­ge Lis­te al­ler Kran­ken­ver­si­che­run­gen, die sol­che Kos­ten er­stat­ten, so­wie de­ren Be­din­gun­gen fin­den Sie im In­ter­net un­ter www.apo­net.de.

Bei re­zept­pflich­ti­gen Mit­teln hin­ge­gen lohnt es sich, bei Ih­rer Kas­se nach­zu­fra­gen, ob sie ei­nen Ra­batt­ver­trag mit ei­nem Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler ab­ge­schlos­sen hat, der ein von Ih­nen be­nö­tig­tes Mit­tel her­stellt. Grei­fen Sie ge­nau zu die­sem Mit­tel, spart die Kas­se viel Geld – und er­lässt da­für im Ge­gen­zug oft die Zu­zah­lung.

Der Arzt sagt Ih­nen, ob

bei Ih­rem Mit­tel ein Aus­tausch mög­lich ist.

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