Pein­li­che Pan­ne an sei­nem Gr­ab

Das Neue - - UNVERGESSLICH -

Es war ein emo­tio­na­ler Ab­schied von Gui­do Wes­ter­wel­le († 54). Ein Ab­schied, den al­le als wür­de­voll und an­ge­mes­sen für den an Krebs ver­stor­be­nen Po­li­ti­ker an­sa­hen. Nur ei­ne Sa­che ir­ri­tier­te die Trau­er­gäs­te. Ei­ne pein­li­che Pan­ne an sei­nem Gr­ab sorg­te für Ver­wun­de­rung!

Rund 350 Ver­wand­te, Freun­de und Weg­be­glei­ter hat­ten sich in der Köl­ner St.-Apos­teln-Kir­che zu Eh­ren des ehe­ma­li­gen Bun­des­au­ßen­mi­nis­ters ein­ge­fun­den. Nach der er­grei­fen­den Mes­se wur­de Gui­do Wes­ter­wel­le am Me­la­ten-Fried­hof bei­ge­setzt. Und ge­nau da of­fen­bar­te das Gr­ab­kreuz ein fal­sches Ge­burts­da­tum. Statt 1961 stand dort 1967: Of­fen­bar fiel nie­man­dem der Faux­pas auf. Erst nach­dem al­le Trau­er­gäs­te wie­der weg wa­ren, wur­de ein neu­es Kreuz an­ge­bracht.

Un­ter den Trau­ern­den war auch An­ge­la Mer­kel (61). Die Kanz­le­rin ver­band mit dem FDP-Po­li­ti­ker nicht nur ei­ne kol­le­gia­le Be­zie­hung, son­dern ei­ne in­ni­ge Freund­schaft. „Es ist scha­de, dass ihm kein zwei­tes Le­ben nach der Po­li­tik ver­gönnt war“, sag­te sie in ih­rer An­spra­che. Wie eng die Ver­bin­dung zwi­schen den bei­den war, zeig­te auch die Nä­he zu Gui­do Wes­ter­wel­les Ehe­mann Micha­el Mronz (49). Im­mer wie­der küm­mer­te sich die Kanz­le­rin um den Wit­wer, spen­de­te ihm in sei­ner dun­kels­ten St­un­de Trost. Da­für sind Freun­de eben da!

Das Gr­ab­kreuz zeig­te am Tag der Bei­set­zung ein fal­sches Ge­burts­da­tum (un­ten). Der Po­li­ti­ker wur­de nicht am 27.12.1967, son­dern im Jahr 1961 ge­bo­ren. Der Feh­ler wur­de aus­ge­bes­sert. Nun ist al­les kor­rekt (oben).

Gui­do Wes­ter­wel­le starb am 18. März an den Fol­gen der Leuk­ämie.

Sie war nicht nur sei­ne Che­fin. Mit An­ge­la Mer­kel ver­band den FDP-Mann ei­ne tie­fe Freund­schaft.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.