Hen­drik­je Fitz (†): Am Ster­be­bett hielt die Lie­be ih­res Le­bens ih­re Hand

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Wenn ei­ne Mut­ter ihr Kind zu Gr­a­be tra­gen muss, ist der Sch­merz un­er­mess­lich. Ute Fitz (80) ist zu­tiefst ver­zwei­felt. Es gibt nur ei­nes, das sie trös­tet. Ih­re Hen­drik­je († 54) war am En­de ih­res Le­bens nicht al­lei­ne. Al­le, die sie lieb­ten, wa­ren bei ihr. Auch Fe­lix Theis­sen (52), die Lie­be ih­res Le­bens – er hielt am Ster­be­bett ih­re Hand.

„Er war die gan­ze Zeit bei ihr, ich hat­te ihm auch ei­nen Schlüs­sel zur Woh­nung ge­ge­ben, da­mit er im­mer kom­men konn­te“, er­zählt Ute Fitz. Der Schau­spie­ler und Hen­drik­je Fitz wa­ren schon seit vie­len Jah­ren ge­trennt. Aus der eins­ti­gen Ju­gend­lie­be ist aber ei­ne tie­fe Freund­schaft ge­wor­den. „Fe­lix und ich sind nach wie vor sehr eng“, er­zähl­te Hen­drik­je oft. Als Paar hat­ten sie es nicht ge­schafft, blie­ben aber ihr Le­ben lang See­len­ver­wand­te. „Hen­drik­je war so froh, dass ihr Le­bens­freund Fe­lix bei ihr war“, sagt Ute Fitz. Sie hat­te ih­re Toch­ter bis zum Schluss zu Hau­se ge­pflegt, ein Zimmer ganz in Weiß mit ei­nem Kran­ken­bett für sie ein­ge­rich­tet.

„Mit­te März kam sie zu mir. Sie hat von da an fast nur noch ge­le­gen, war sehr schwach, weil sie auch kaum mehr es­sen konn­te. Der Arzt kam je­den Tag, sie be­kam Me­di­ka­men­te, ge­gen die Schmer­zen“, er­zählt Ute Fitz. Bei al­ler Trau­er sagt sie aber auch: „Ich bin sehr glück­lich über un­ser in­ni­ges Mut­ter-Kin­dZu­sam­men­sein in ih­ren letz­ten Ta­gen und dar­über, dass ich in der St­un­de ih­res To­des bei ihr

war.“Mar­ti­na Mack

Un­end­lich trau­rig: Fe­lix Theis­sen war im­mer für Hen­drik­je da. Jetzt ver­lor er sei­ne liebs­te Freun­din. In­ni­ge Be­zie­hung: Schau­spie­le­rin Ute Fitz Mit­te Fe­bru­ar mit Toch­ter Hen­drik­je in de­ren Woh­nung in Berlin. Da wuss­ten bei­de schon, dass es kei­ne Hoff­nung mehr gibt.

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