Ri­ta Rus­sek (F.): „IchE bin sehr dis­zi­pli­niert – au­ßer beim ­Es­sen“

Das Neue - - DIESE WOCHE IN -

Sie kann es manch­mal selbst gar nicht glau­ben. Seit über 16 Jah­ren er­mit­telt Ri­ta Rus­sek (63) als „Haupt­kom­mis­sa­rin An­na Sprin­ger“in der Kri­mirei­he „Wils­berg“an der Sei­te von Leo­nard Lan­sink (60).

Wie glück­lich sie über die Rol­le ist, was sie von Zu­kunfts­plä­nen hält und bei was sie schwach wird, er­zählt die Schau­spie­le­rin im Interview.

„Wils­berg“ist ein Dau­er­bren­ner. Hät­ten Sie ge­dacht, dass sich die Se­rie so lan­ge hält?

Nein. Da­mals hat dar­über auch nie­mand nach­ge­dacht. Jetzt nach den Jah­ren fragt man sich auch, wo die Zeit hin­ge­gan­gen ist. Sie ist wie im Flu­ge ver­gan­gen. Und es geht ja noch wei­ter. Das Pu­bli­kum schätzt un­se­re Ge­schich­ten und schal­tet ein.

Vie­le Kol­le­gen sind be­sorgt, dass es im­mer we­ni­ger Rol­len gibt. Und die sind auch oft schlecht be­zahlt.

Ja, lei­der. Na­tür­lich kann ich mich mit dem dau­er­haf­ten En­ga­ge­ment bei „Wils­berg“glück­lich schät­zen. Wür­de mich ein jun­ger Kol­le­ge, der am An­fang sei­ner Kar­rie­re steht, nach Rat fra­gen, wür­de ich ihm mit mei­ner Er­fah­rung höchst­wahr­schein­lich von die­sem Be­ruf ab­ra­ten. Man hat oft Leer­lauf – und dann ballt sich auf ein­mal wie­der die Ar­beit. Es ist nicht ein­fach und er­for­dert viel Dis­zi­plin.

Sind Sie ein dis­zi­pli­nier­ter Mensch?

Ja, ich den­ke schon. Nur beim Es­sen nicht. Ich den­ke mir im­mer, wenn ich ein Stück Ku­chen es­se, kann ich doch auch gleich zwei es­sen (lacht). An ei­nem Buf­fet kann ich nur schlecht vor­bei­ge­hen.

Gibt es ei­ne Traum­rol­le, die Sie ger­ne spie­len wür­den?

Nein, dar­über ma­che ich mir kei­ne Ge­dan­ken. Ich träu­me nicht, son­dern le­be im Hier und Jetzt. Da­für ist man als Schau­spie­ler zu fremd­ge­steu­ert. Der Job ist al­lei­ne nicht mög­lich. Man ist ab­hän­gig von Kol­le­gen, Pro­du­zen­ten und an­de­ren, die et­was zu ent­schei­den ha­ben. Grund­sätz­lich hat mich Zu­kunft so­wie­so nie wahn­sin­nig in­ter­es­siert.

Sie ha­ben al­so auch kei­nen Mas­ter­plan, wann Sie sich zur Ru­he set­zen möch­ten?

Über­haupt nicht. Das Schau­spie­lern ist ja al­ter­s­un­ab­hän­gig. Ich den­ke noch lan­ge nicht ans Auf­hö­ren (lacht).

Sie ist ei­ne star­ke Frau mit klei­nen Schwä­chen: Schau­spie­le­rin Ri­ta Rus­sek.

Mit Re­gis­seur Bernd Fi­scher­au­er (73) ist sie seit 2009 ver­hei­ra­tet.

Der Sams­tags­kri­mi „Wils­berg: Mord und Be­ton“wird am 16. April, 20.15 Uhr im ZDF aus­ge­strahlt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.